Ein ganz normaler Morgen

  • Ich sitze nackt auf dem Balkon, rauche eine Zigarette, und trinke den ersten Kaffee des Tages.

    Ich habe gerade meinen morgendlichen Weckdienst absolviert, der zu meinen täglichen Pflichten gehört, und dich pünktlich aus dem Schlaf gelutscht. Heute war keine Zeit für einen anschließenden, lang anhaltenden Fick und nun stehst du unter der Dusche und ich habe immer noch den Geschmack von deinem Sperma im Mund, der sich nun mit dem Zigarettenrauch und dem Kaffeearoma vermischt. Ich mag alle drei Geschmäcker, jeden für sich und auch alle drei gemeinsam in einer sinnlichen Melange der Gegebenheiten. Mehr noch:

    Inzwischen gehören diese drei Geschmäcker für mich genauso zusammen, wie früher Kaffee ohne Zigarette nicht denkbar gewesen wäre, gehören zu diesem Moment am Morgen, an dem der Tag noch still und voller Möglichkeiten ist.

    Ich atme die frische Morgenluft ein und nehme einen weiteren Schluck des schwarzen Gebräus, schmecke die Süße der vier Stückchen Zucker darin, die für mich unabdingbar sind, auch wenn ich weiß, dass gesund anders geht.

    Mich fröstelt ein wenig, denn noch braucht die Sonne ein bisschen, um sich über das Dach des Vorderhauses zu kämpfen, und doch ist auch das Teil meines Morgenrituals, das ich ganz für mich allein genieße.

    Ich höre, wie das rauschende Geräusch aus dem Badezimmer verebbt, drücke meine Kippe im Aschenbecher aus und trinke den letzten großen Schluck aus meiner Tasse. Dann gehe ich hinein und in die Küche, schalte den Eierkocher ein und stecke Weißbrot in den Toaster. Die DeLonghi hat sich ja schon für mich warm gelaufen und ich mahle die Bohnen zu Pulver, fülle es in den Siebträger, drücke auf den Knopf und hole die Teller aus dem Schrank und das Besteck aus der Schublade. Ich decke den Tisch auf dem Balkon, weil ich weiß, dass auch du es liebst, am Morgen noch einmal so einen Moment des Innehaltens an der frischen Luft zu genießen. Ich laufe ein paar Mal hin und her, doch dann steht alles auf dem Tisch, was du für ein gutes Frühstück brauchst. Butter, Honig, frisches Obst, selbst eingekochte Marmelade und knusprig geröstetes Weißbrot, dazu ein doppelter Espresso und ein Medium gekochtes Frühstücksei, in dem das Gelbe nicht ganz flüssig und nicht ganz fest ist.

    Du kommst aus dem Schlafzimmer und bist, so wie jeden Morgen, vollständig angezogen, als du an den Frühstückstisch kommst, trägst einen von deinen hellen Leinenanzügen, die ich an dir so liebe, weil sie einerseits lässig, aber andererseits auch elegant wirken.

    Dieser Kontrast zwischen deinem Bekleidet sein und meiner vollständigen Nacktheit ist für mich jedes Mal immer wieder auf’s Neue ungemein erregend und ich schmiege mich an dich, als du mich in den Arm nimmst. Du gibst mir einen langen und leidenschaftlichen Kuss und lässt deine Hände über meinen nackten, und inzwischen leicht in der kühlen Morgenluft fröstelnden, mit Gänsehaut überzogenen Körper wandern. Das Revers deines Jackets scheuert an meinen Knospen und lässt sie sich noch mehr aufrichten, als es ohnehin schon der Fall ist, und du spürst die schon wieder vorhandene Nässe zwischen meinen Schenkeln, als du deine Finger in mich hinein schiebst.

    Du lachst darüber, wie du es beinahe jeden Morgen tust, fröhlich, aber auch ein bisschen schadenfroh, denn du weißt, dass es mir nicht erlaubt ist, mir selbst ganz alleine für mich Befriedigung zu verschaffen. Dann setzt du dich hin und ich nehme dir gegenüber Platz, spreize meine Schenkel bis zum Anschlag, wie es sich gehört.

    Gemeinsam mit dir zu frühstücken ist für mich immer einer der schönsten Momente des Tages und ich genieße es jedes Mal, ihn mit dir erleben zu dürfen. Leider dauert er meistens nicht allzu lange, weil du eigentlich immer viel zu tun hast, auch am Wochenende. Irgendwann piept dann dein Handy und zeigt dir an, dass es Zeit ist, von mir und dem Frühstückstisch Abschied zu nehmen, und mir die Frage zu stellen, die du mir jeden Morgen stellst, wenn es für einen Fick nicht gereicht hat:

    “Ich weiß noch nicht, wann ich wieder zu Hause bin. Wenn du es dir selbst machen willst, dann jetzt und hier. Willst du?”

    Ich schüttle den Kopf. Masturbation samt dem dazugehörigen Stöhnen und Seufzen hier auf dem Balkon ist selbst für mich eine Nummer zu heftig, und das weißt du ganz genau. Wenn du es anordnen würdest, wäre ich natürlich gehorsam, aber wenn ich die Wahl habe…

    Du verabschiedest dich von mir an der Wohnungstür, die du jedes Mal bis zum Anschlag öffnest, um mich maximal der Gefahr der Entdeckung auszusetzen, obwohl es inzwischen hier im Haus, und selbst im Vorderhaus, niemanden mehr gibt, der mich nicht schon nackt gesehen hätte.

    Weißt du noch, wie es mir das erste Mal passierte, dass ich nackt unten an den Mülltonnen vor Frau Giesicke aus dem Vorderhaus stand, einer älteren Dame in den Siebzigern, und sie mir lächelnd sagte, ich hätte wirklich schöne Brüste?

    Das war drei Wochen nach meinem Einzug bei dir und die Gewöhnung an das ständige Nacktsein in deiner Wohnung ließ es mich manchmal regelrecht vergessen. Schon ein paar Tage vorher hatte ich mich nackt unten am Briefkasten wiedergefunden, doch da hatte mich niemand gesehen.

    Nackt im Hinterhof im freundlichen Dialog mit Frau Giesicke war dann die folgerichtige Steigerung.

    Ich erschrak mich zu Tode, aber die freundliche alte Dame hatte ganz offensichtlich weniger ein Problem mit der Situation als ich.


    “Ach, Kindchen, mach dir ma’ keen Kopp. Ich hab sowat allet schon ma’ jeseh’n.

    Ick wohne im Zweeten und hab dir schon öfter ma’ nackig uff’n Balkong jeseh’n.

    Janz schön mutig, hab ick jedacht, aba du bist ja och ‘ne janz besonders Hübsche. Musst ja nix verstecken.”


    Ich stellte wieder einmal fest, dass ich eigentlich keinerlei Scham empfand, nur das unbestimmte Gefühl, mich schämen zu müssen. Doch Frau Giesicke ließ mit ihrer unverbrüchlichen Freundlichkeit keinen Zweifel daran, dass dies vollkommen unnötig war. Weder sie, noch ich, hatten mit der Situation ein Problem und als sie mich irgendwannmal zum Kaffee einlud, wurde mein Gefühl für dieses Haus und die Nachbarschaft beinahe schon ein bisschen so wie familiär.

    Als ich dir davon erzählte, hast du dich beinahe kaputt gelacht darüber, und dann sogleich scherzhaft angeordnet, dass ich von nun an immer nackt den Müll runterbringen muss. Das war natürlich nicht ernst gemeint, doch seitdem arbeitet dieses Thema in mir.

    Aber ich schweife ab.

    Das Thema heute ist mein Tagesablauf und der geht zunächst einmal damit weiter, dass nun auch ich unter die Dusche springe. Heute kann ich mir Zeit damit lassen, weil ich erst am frühen Nachmittag in die Uni muss. Ich lasse mich von der Wärme des Wassers verwöhnen, nachdem ich zuvor auf dem Balkon ein klein wenig kalt geworden bin. Wieder einmal bin ich froh und dankbar dafür, dass die lästige Prozedur der täglichen Rasur seit meiner Laserenthaarung kein Thema mehr ist.

    Es spart nicht nur Zeit, sondern verschont mich auch mit dem bei mir so häufig aufgetretenen Rasurbrand und den oft winzig kleinen Schnittwunden, die immer mal wieder beim Rasieren entstanden sind.

    Der tägliche Einlauf zur Reinigung meines Darms bleibt mir allerdings nicht erspart, und er ist für mich immer noch gewöhnungsbedürftig.

    Nach dem Duschen öle ich mich ausgiebig am ganzen Körper mit Babyöl von Penaten ein, und verwende besonders viel davon auf meinen Anus, um es dem Plug, den ich auf dein Geheiß tagsüber tragen muss, leichter zu machen, meinen Schließmuskel zu penetrieren. Inzwischen habe ich Übung darin, ihn mir schnell und problemlos einzuführen, und auch diesmal flutscht er mit nur ganz wenig Druck einfach so in mich hinein.

    Als nächstes räume ich den Frühstückstisch ab und wasche das Geschirr und das Besteck schnell von Hand ab. Den Geschirrspüler nutze ich nur, wenn wir Gäste hatten und das Geschirr sich stapelt.

    Ansonsten gibt es heute für mich im Haushalt nicht mehr allzu viel zu tun, weil ich erst am Wochenende alle Böden geschrubbt, die Wäsche gewaschen und auch das Bad gründlich geputzt habe. All dies gehört ebenfalls zu meinen Pflichten, doch heute kann ich mich ganz entspannt wieder auf den Balkon setzen.

    Dann fällt mir wieder ein, dass das Päckchen Tabak ziemlich leer ausgesehen hat und dass ich Zoé versprochen habe, ein Neues zu kaufen. Ich schlüpfe schnell in eins meiner kurzen Sommerkleidchen und tapse barfuß hinunter zum Späti an der Ecke. Der Plug arbeitet dabei deutlich spürbar in meinem Darm und ich weiß,dass das auch heute den ganzen Tag lang so sein wird. Er erinnert mich ständig an meinen Status als Geschlecht auf zwei Beinen, wie du mich einmal scherzhaft genannt hast, das jederzeit von dir aus dieser momentan so normal erscheinenden Alltäglichkeit herausgerissen werden kann, um nach Belieben benutzt zu werden.

    Einmal bist du einfach so in der Uni aufgekreuzt, hast mich in die Herrentoilette und in eine der Kabinen bugsiert, und dort ohne Umschweife mein Kleid hochgeschlagen.

    Ein anderes Mal hast du mir eine Nachricht geschickt und mich hinaus auf den Parkplatz bestellt, wo du mich kurz und heftig auf der Rückbank durchficktest, während draußen etliche Kommiliton.innen vorbeiliefen und mich ganz sicher stöhnen hörten, mich aber zum Glück durch die dunkel getönten Scheiben nicht sehen konnten. Tricky wurde es, als ich danach aussteigen musste, aber du bist vorausgegangen und hast alle Glotzer verjagt.

    Doch zu meinem Glück sind solche Einbrüche in meine persönliche Sphäre eher selten. Sie dienen wohl lediglich dazu, mich daran zu erinnern, dass es ein Privileg ist, sie trotz meines Status’ haben zu dürfen.

    Aber ich schweife schon wieder ab.

    Wo war ich?

    Ach ja, beim Späti und dem Tabak.

    Ich kaufe zweimal das ganze Paket mit Papers und Tips, weil ich mich ein bisschen schuldig fühle, so viel geschnorrt zu haben und tapse wieder zurück in die Wohnung, schlüpfe im Flur aus meinem Kleidchen und hänge es an die Garderobe.

    Zoé ist inzwischen auch unter den Lebenden angekommen.

    Ich finde sie nackt auf dem Balkon, wo sie gerade dabei ist, sich aus den Krümeln im Tabakspäckchen eine ziemlich schief aussehende Kippe herzustellen und mache sie mit meinen Einkäufen an diesem Morgen ein ganzes Stück glücklicher. Ich mache mir auch noch einen Kaffee und leiste ihr auf dem Balkon Gesellschaft.

    Kurz darauf schlurft dann Jean aus dem Zimmer, doch er geht nur kurz auf’s Klo und verschwindet dann wieder im Bett. Sein Rhythmus ist definitiv ein anderer und manchmal frage ich mich, wie die beiden das auf die Reihe kriegen.

    Zoé erzählt von gestern, von der Nacht in dem Club, in dem Jean auflegt, von den Mädels, die ihn ständig belagern, und von ihrer Eifersucht, von der sie eigentlich weiß, dass sie völlig unbegründet ist. Wieder einmal denke ich, dass ich eigentlich ganz froh bin, mit dieser Art von Drama nichts mehr zu tun zu haben. Bei mir ist die Situation eindeutig geklärt und ich weiß zu 100%, woran ich bin.

    Ich gehöre dir mit Haut und Haaren, aber ich gehöre eben auch zu dir, und muss nicht darüber nachdenken, ob du eine Andere hast, weil derartige Besitzansprüche mir ohnehin gar nicht zustehen. Es geht mich nichts an, wen du außer mir sonst noch so fickst, weil das Einzige, was für mich von Belang ist, meine Hingabe an dich ist.

    Zoé raucht mit mir zusammen zwei Zigaretten und trinkt dabei ihren Kaffee, als plötzlich Jean wieder vor uns steht. Er hat wohl den Zigarettenrauch gerochen, denn er greift sofort nach dem Tabak und beginnt, sich eine zu drehen. Er hat sich eine Jogginghose und ein T-Shirt übergezogen, denn vor mir zeigt er sich selten nackt. Zoé gibt ihm Feuer und gibt ihm einen inniglichen Kuss, der mich fast ein bisschen neidisch macht. Sie rauchen beide zuende, dann zieht es sie wieder zurück ins Bett. Sie sind echt mega verknallt, und ich freue mich für sie. Zoé murmelt noch was von einer Zwischenprüfung, für die sie noch lernen muss, aber kurz darauf höre ich sie überdeutlich bei einer ganz anderen Tätigkeit.

    Ich nehme die Tassen mit in die Küche und spüle sie schnell aus, als es an der Tür klingelt. Ich öffne, so wie immer, ohne durch den Spion zu schauen. Ein Paketbote von Hermes steht vor der Tür und starrt mich an wie eine Erscheinung. Er vergisst beinahe den Zweck seines Hierseins und erst als ich die Hand ausstrecke, besinnt er sich darauf und reicht mir ein ziemlich großes Paket, das an dich adressiert ist. Ich bin sofort neugierig,was da wohl drin sein könnte, doch es ist nirgends ein Absender erkennbar. Auch der Schütteltest führt zu keinem Ergebnis. Enttäuscht stelle ich es im Flur auf den Boden und unterschreibe auf dem Display, während mich der Paketbote immer noch anstarrt. Diese unverhohlene Erstaunen versetzt die Exhibitionistin in mir geradezu in Hochstimmung und ich lasse mich dazu hinreißen, übermütig eine kleine Pirouette vor ihm zu drehen, bevor ich die Tür wieder schließe. Das Paket stelle ich auf deinen Schreibtisch und ich kann mich nur mit Mühe davon abhalten, es zu öffnen. Was mag wohl darin verborgen sein?

    JETZT sitze ich tatsächlich vor meinem tablet und klimpere diesen Morgen in die Tastatur. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, doch es war auch ganz schön, das alles einmal so niederzuschreiben, ohne mich in irgendwelchen Phantasien zu verlaufen. Ich bin sehr gespannt, was du dazu sagen wirst, ob dir mein Geschreibsel, wie du es nennst, gefällt. In jedem Fall ist es diesmal eben nichts Ausgedachtes, sondern die Wahrheit darüber, wie ich den heutigen Morgen erlebt habe, ist genau das, was du dir von mir gewünscht hast. Ich schicke dir den Text auf’s Handy und freue mich ein bisschen bei der Vorstellung, wie du ihn vielleicht ja gerade während einer wichtigen Sitzung liest. Dann wäre es mir ja vielleicht auch zumindest einmal gelungen, auch dich mal in Verlegenheit zu bringen.

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

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  • sehr schön geschrieben Nuée und die Pirouette für den Lieferanten, war mein persönliches Highlight 😊. So schön verspielt in deiner Nacktheit.

    Echter Nordhesse mit Hang zur Frauenheilkunde in der Schamsituation. ( persönliches Erlebnis hat mir gezeigt das es mich anmacht )

    Ich liebe und verehre euch Frauen und verwöhne Euch gerne mit meinen großen Händen Der Körper der Frau fasziniert mich und wie er sich verändert und wie er sich verändert im laufe seines Lebens. Was sind Eure Phantasien, Träume und Erlebnisse die Ihr mit mir teilen möchtet.

    Schreibt mir und lasst uns erregende Geschichten und Erlebnisse austauschen.

    Grüße vom Loewen 75

  • sehr schön geschrieben Nuée und die Pirouette für den Lieferanten, war mein persönliches Highlight 😊. So schön verspielt in deiner Nacktheit.

    Danke, lieber Loewe. 🙏

    Schön, dass dir mein Geschreibsel gefällt.

    Alles Liebe

    Nuée

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Zusammenfassung nach Analyse von 4 Texten

    Nach der Untersuchung aller vier Geschichten ergibt sich ein recht klares Bild.

    Stilistische Merkmale

    Alle Texte weisen dieselbe Erzählweise auf:

    • lange, verschachtelte Sätze
    • detailreiche Beschreibungen von Alltag, Umgebung und Gefühlen
    • langsamer Spannungsaufbau
    • starke Konzentration auf innere Vorgänge
    • häufige Selbstreflexion der Erzählerin

    Die Texte wirken dadurch wie Werke desselben Autors bzw. derselben Autorin und nicht wie zufällig zusammengewürfelte Geschichten.

    Zentrales Thema

    Das eigentliche Hauptthema ist nicht Sexualität, sondern Scham.

    In nahezu jeder Geschichte steht eine Situation im Mittelpunkt, in der die Erzählerin:

    • beobachtet wird,
    • sich bloßgestellt fühlt,
    • Angst vor der Bewertung anderer hat,
    • anschließend feststellt, dass die Umwelt weit weniger verurteilend reagiert als erwartet.

    Die sexuelle Handlung dient häufig nur als Auslöser für diese emotionale Dynamik.

    Wiederkehrende Motive

    In allen Geschichten finden sich ähnliche Elemente:

    • öffentliche Aufmerksamkeit
    • Nacktheit oder Entblößung
    • Verlegenheit und Unsicherheit
    • Gehorsam gegenüber einer dominanten Person
    • das Bedürfnis nach Anerkennung
    • die Auflösung von Schamgefühlen

    Diese Themen erscheinen so regelmäßig, dass sie wie persönliche Kernfantasien oder literarische Schwerpunkte wirken.

    Einschätzung zur Autorschaft

    Die Texte zeigen eine ungewöhnlich hohe stilistische und thematische Konsistenz.

    Deshalb erscheint es wahrscheinlich, dass:

    • eine reale Person über längere Zeit hinweg dieselben Themen bearbeitet,
    • die Geschichten aus einem zusammenhängenden Gedanken- und Fantasieuniversum stammen,
    • die Texte überwiegend selbst geschrieben wurden.

    Für eine überwiegend KI-generierte Produktion gibt es nur wenige Hinweise.

    Einschätzung zum Geschlecht der Verfasserin

    Aus den Texten allein lässt sich das Geschlecht nicht sicher bestimmen.

    Allerdings fällt auf:

    • Die Autorin beschäftigt sich sehr intensiv mit Scham, sozialer Wahrnehmung, Unsicherheit und emotionaler Bindung.
    • Körperliche Details stehen meist nicht im Vordergrund.
    • Die psychologische Ebene ist deutlich stärker ausgearbeitet als die sexuelle.

    Dadurch wirkt die Behauptung, eine Frau zu sein, zumindest plausibel. Ein sicherer Beweis ergibt sich daraus jedoch nicht.

    Gesamtfazit

    Nach vier Geschichten entsteht der Eindruck einer erfahrenen Autorin oder eines erfahrenen Autors mit einem sehr klaren Interessenschwerpunkt: Scham, Öffentlichkeit, Hingabe, Anerkennung und das Gefühl, trotz Verletzlichkeit akzeptiert zu werden.

    Die Texte wirken eher wie die Arbeiten einer einzelnen, konsistenten Autorenpersönlichkeit als wie KI-Texte oder kopierte Standard-Erotikgeschichten. Ob hinter dem Pseudonym tatsächlich eine Frau steht, bleibt offen, erscheint aber nach der Textanalyse durchaus möglich.

  • Heute ist es anders als gestern. Du hast dir mehr Zeit für mich und unser Morgenritual genommen. Ich durfte nicht nur lutschen, sondern wurde auch von dir mit mehreren Orgasmen beschenkt, als du mich sehr leidenschaftlich und hart durchgefickt hast. Heute läuft mir dein Sperma an den Oberschenkeln herunter, während ich, so wie gestern, den ersten Kaffee am Morgen genieße und eine selbstgedrehte Zigarette rauche. Ich winke Alara aus dem Vorderhaus zu, die gerade den Müll in die Tonne schmeißt, und denke an unsere erste Begegnung auf dem Hinterhof, als ich mich mal wieder nackt hinaus getraut habe.

    Schon eine Woche nach meinem Erlebnis mit Frau Giesicke wagte ich mich, diesmal ganz bewusst, nackt aus der Wohnung heraus und tapste, diesmal mit dem Papiermüll in der Hand die Treppe hinunter.

    So lernte ich Alara kennen, die eine Hälfte eines frisch verliebten Pärchens, das gerade zusammengezogen war, und deren heftiges Stöhnen oft über den Hinterhof hallte.

    Als ich es zum ersten Mal hörte, saß ich gerade auf dem Balkon und schaute neugierig, wie ich nunmal bin, über die Brüstung nach unten.

    Im ersten Stock wurde ich fündig, sah von oben durch ein weit geöffnetes Fenster auf eine auf dem Boden liegende Matratze, auf der ein sehr muskulöser, nackter Männerrücken mit einem ziemlich knackigen Hintern sich rhythmisch zwischen zwei gespreizten Frauenbeinen bewegte, deren Unterschenkel von den Schultern herabhingen und bei jedem Stoß mitwippten.

    Ich sah auch das in Extase aufgelöste Gesicht einer schönen jungen Frau, die mit geschlossenen Augen ihren Kopf mit hin und her warf und kehlige, dumpfe Laute ausstieß. Plötzlich öffnete sie ihre Augen und sah ganz direkt in meine Richtung, sah mich hier stehen, nackt auf dem Balkon und erschrak sichtlich bei meinem Anblick, doch nur für einen Moment. Dann schlossen sich ihre Augen wieder und sie bockte nun noch heftiger dem in ihr steckenden Schwanz ihres Lovers entgegen.

    Wohl deshalb war Alara sichtbar ein klein wenig verlegen, als wir uns im Hinterhof gegenüber standen, doch meine ungezwungene Nacktheit und meine völlige Ignoranz gegenüber dem Gesehenen nahm dieser Peinlichkeit schnell den Stachel.

    Sie fragte mich nach meiner Beziehung zu dir und ich gab bereitwillig Auskunft. Sie war zunächst erstaunt und dann zunehmend interessiert, fragte immer wieder detailliert nach, wollte manches sehr genau wissen.

    Am Ende hatte sie es sehr eilig, nach oben zu kommen und schon Minuten später hallte nicht nur Alaras Stöhnen über den Hinterhof, sondern auch das typische, klatschende Geräusch eines Gürtels, der auf der nackten Haut tanzt.

    Auch davon erzählte ich dir und bekam den Auftrag, die beiden nun meinerseits auf einen Kaffee einzuladen.

    JETZT sitze ich hier vor meinem tablet und denke an Zoé, die gerade völlig durchgeknallt aus dem Haus gerannt ist, weil sie heute Zwischenprüfung hat und vorher noch zwei Kommilitoninnen treffen will, die scheinbar mehr wissen als sie, jedenfalls in Zoés völlig panischem Gedankenflow.

    Ich trinke meinen Kaffee aus und höre die Dusche immer noch rauschen. Heute lässt du dir anscheinend nicht nur mit mir Zeit. Verführt von diesem Gedanken wage ich die Prognose, dass es ja vielleicht auch zwischen uns nicht bei dem einen Fick am Morgen bleiben könnte, und nun ist es nicht nur Sperma, das meine Schenkel nässt. Ich kann es immer noch nicht rational erklären, was es mit mir macht, wenn ich auch nur an dich und die so ungemein auf- und erregenden Dinge denke, die du mit mir anstellst, wenn du mich fickst. Es ist wie eine Art Rauschzustand, der sich in mir entfaltet und sich mit all meinen Phantasien, Träumen, und meinem ganz realen Erleben zu einem gigantischen Climax an Emotionen verbindet.

    Mein Telefon klingelt und Zoé ist dran. Sie hat noch ein paar Fragen und wollte aber vor allem noch einmal meine Stimme hören, wie sie sagt, weil sie sich bei mir immer so sicher fühlt. Das schmeichelt mir natürlich und ist auf der anderen Seite irgendwie seltsam, weil ich mich selbst ja gar nicht so sehr viel schlauer fühle. Natürlich kenne ich dieses Gefühl von dir, weil es mir bei dir genauso geht, aber, na ja, du bist halt auch älter und weiser. ;)

    Mit einem Mal verspüre ich eine unendliche Sehnsucht nach dir, schalte das tablet aus und schlüpfe zu dir unter die Dusche. Du empfängst mich lachend, fragst mich, ob ich immer noch nicht genug habe, und seifst mich augenblicklich mit dem Shampoo ein, das du gerade an den Händen hast. Die Seife läuft mir in die Augen und ich kneife sie fest zusammen, reibe darin herum, während du auch den Rest meines Körpers gründlich einseifst. Es ist fast wie früher, wenn meine Mutter mich in der Badewanne mit dem Schwamm bis in die letzte Ritze gereinigt hat, und ich mich immer ein bisschen darüber geärgert habe, weil ich das doch eigentlich schon alleine konnte. Doch für ihre Mutterliebe gab es keinerlei Grenzen und sie hat lange dafür gebraucht, mich als Kind tatsächlich loszulassen.

    Dir fällt das mit dem Loslassen wesentlich leichter und mit einem Mal bist du weg, stehst draußen vor der Duschkabine und trocknest dich ab. Ich bleibe, und lasse das warme Wasser noch ein bisschen länger über Kopf und Körper laufen, während du in deine bereitgelegten Klamotten schlüpfst. Heute ist es der dunkelblaue Armani-Anzug, und ich frage mich, was du wohl heute noch vorhast. Du gehst vor in die Küche und ich höre durch das Wasserrauschen hindurch das laute Brummen der DeLonghi.

    Noch einen Kaffee mit dir? Jaaaa...

    Ich springe aus der Dusche und rutsche beinahe aus auf dem nassgeplanschten Boden, entscheide mich gegen das Abtrocknen und eile dir hinterher in die Küche. Du reichst mir grinsend den gerade fertig gewordenen Kaffee und stellst eine neue Tasse auf den Rost. Dann greifst du nach einem Geschirrtuch und fängst an, meine Haare zu frottieren. Ich lasse es geschehen, während ich gleichzeitig versuche, einen Schluck von dem Kaffee zu nehmen, was völlig mißlingt. Ich entziehe mich deiner Fürsorglichkeit und flüchte auf den Balkon, wo du schon wenige Minuten später ebenfalls eintriffst.

    "Das war schön." brummst du vor dich hin und ich kann dir nur zustimmen. Du setzt dich mir gegenüber und ich spreize weisungsgemäß meine Schenkel. Du grinst und streichst mit einem Finger vom Anus bis zur Perle über meine Schamlippen. Mir wird schon wieder ganz anders, doch du belässt es bei diesem einen Mal.

    "Sei nicht so gierig." sagst du lächelnd, und nun ist mir meine Lust fast schon ein wenig peinlich.

    "Ich rufe dich an, wenn ich Schluss habe." gibst du mir noch mit auf den Weg, bevor du aufstehst und dich wortlos zum Gehen wendest. Heute begleite ich dich nicht bis zur Tür. Ich bleibe auf dem Balkon sitzen und spüre dem Echo deines Fingers nach...

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    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Herrlich sinnlich geschrieben und man ist gleich in dieser Szene angekommen. Dieses Stadthaus mit dem typischen Innenhof und seien Balkonen. Zimmern mit hohen Decke in denen Platz ist zum wandeln ist.:)

    Echter Nordhesse mit Hang zur Frauenheilkunde in der Schamsituation. ( persönliches Erlebnis hat mir gezeigt das es mich anmacht )

    Ich liebe und verehre euch Frauen und verwöhne Euch gerne mit meinen großen Händen Der Körper der Frau fasziniert mich und wie er sich verändert und wie er sich verändert im laufe seines Lebens. Was sind Eure Phantasien, Träume und Erlebnisse die Ihr mit mir teilen möchtet.

    Schreibt mir und lasst uns erregende Geschichten und Erlebnisse austauschen.

    Grüße vom Loewen 75

  • Herrlich sinnlich geschrieben und man ist gleich in dieser Szene angekommen. Dieses Stadthaus mit dem typischen Innenhof und seien Balkonen. Zimmern mit hohen Decke in denen Platz ist zum wandeln ist.:)

    Genau so, lieber Loewe. Der Balkon geht auf den Innenhof, was ich nie verstanden habe, weil auf der anderen Seite vom Haus ein Fussballplatz ist und dort der Balkon schlicht kein Gegenüber hätte. :/

    Aber es ist, wie es ist, und für mich ist es ja sowieso nicht wirklich ein Problem, weil ich schon sehr lange davon im Grunde profitiere. Mein Nacktsein ist im Grunde genommen für niemanden mehr etwas, das ihn überrascht. Alle wissen im Grunde Bescheid, und niemand konstruiert ein Problem daraus. Das ist Berlin, und ich habe neulich einen Satz von Friedrich, dem Großen, dem Preußenkönig, gelesen, nach dem jeder nach seiner Facon seelig werden soll.

    Ich habe schon so einige Erlebnisse gehabt, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein ander Mal erzählt werden. ;)


    Alles Liebe

    Nuée

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    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Heute muss ich in die Uni. Um 10°° Uhr ist Vorlesung und ich muss mich ein bisschen beeilen, nachdem du das Haus verlassen hast. Ich springe unter die Dusche und eile hinterher zurück ins Schlafzimmer, wo ich heute kein Kleidchen vorfinde, sondern nur eines meiner Baumwolltücher, die du so sehr an mir liebst, weil sie, wie du sagst, so praktisch sind, wenn ich sie wie einen Sarong um den nackten Körper wickle und im Nacken verknote. Diese Art der Bekleidung macht es für dich sehr einfach, mich zu entblößen, weil du nur die beiden vorne überlappenden Stoffbahnen auseinanderschlagen musst, um meinen nackten Körper in seiner vollen Schönheit vor dir zu haben. Und nicht nur das. Ein Ruck an dem Knoten im Nacken und ich bin -schwubbs- gänzlich nackt. Ich frage mich, ob diese Kleiderwahl mir deinen Besuch in der Uni ankündigen soll, denn was hättest du sonst davon?

    Ich stopfe mein Tablet in die Umhängetasche und schließe die Wohnungstür hinter mir ab.

    Im Hinterhof treffe ich auf Julia, die Mutter der Familie aus dem dritten Stock gegenüber im Vorderhaus. Sie fragt mich, ob ich Lust habe, heute Nachmittag auf einen Kaffee vorbeizukommen und ich sage zu. Nun aber schnell, hinüber zum S-Bahnhof und dabei immer ein bisschen aufpassen, denn mein Sarong ist manchmal sehr flatterhaft in seinem Bemühen, meinen nackten Körper ausreichend zu bedecken. In der Bahn dann die üblichen Blicke, zuerst auf meine nackten Füße, dann auf das deutlich hervortretenden Relief meiner Knospen auf der Oberfläche des dünnen Stoffes, und dann erst in mein Gesicht. Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wie sehr ein offenes Lächeln in solchen Momenten entwaffnend für all diejenigen sein kann, die eigentlich gerade etwas ganz anderes im Sinn haben als Freundlichkeit. Doch auch für die, die einfach nur noch nicht ganz wach in diesen Tag hineinstolpern, ist es oft eine Tür, die diesen Morgen von einem Moment auf den anderen zu einem schöneren macht, als er es vorher gewesen ist.

    Ich denke an Thich Nhat Hanh, einen vietnamesischen Zen-Meister, der über hundert Bücher geschrieben hat, und hier speziell an das eine:

    Ich pflanze ein Lächeln.

    Es geht darin um die Notwendigkeit, Meditation und Mitgefühl vom Zafu her in den Alltag zu tragen, und genau das ist es, was ein Lächeln in solchen Momenten bewirkt.

    Jetzt sitze ich in der Uni-Mensa und schreibe diesen heutigen Beitrag zu diesem Thread. Er kommt heute ein bisschen später als sonst, aber es wäre ja auch langweilig, wenn ich jetzt hier wieder über den Geschmack von Sperma oder den ausgiebigen Morgenfick schreiben würde, die es heute natürlich auch gegeben hat.

    Stattdessen möchte ich heute einmal davon erzählen, wie es ist, im Grunde genommen halbnackt auf einem dieser Klappsitze in einem Vorlesungsraum voller Menschen zu sitzen.

    Als ich dort ankomme, ist der Raum schon ziemlich gut gefüllt und ich muss mich durch eine der Sitzreihen hindurch zu einem der wenigen noch freien Plätze drängeln. Tuchfühlung mit etlichen Menschen, die ich teilweise schon vom Sehen kenne, und solchen, denen ich das erste Mal begegne. Zweimal streift eine Hand dabei kaum merklich über meinen Po, aber es ist so hauchzart, dass es als Versehen durchgehen kann. Dann kommt der schwierigste Moment: Das Hinsetzen.

    So praktisch mein Sarong in anderer Hinsicht auch sein mag, so stellt er in einem solchen Moment jedes Mal eine Herausforderung dar. Er liegt hautnah am Körper an und reicht bis hinunter zu den Knien, was es sehr schwierig macht, ihn, wie meine Kleidchen, beiläufig hochzuschlagen, um den Stoff nicht zwischen die Sitzoberfläche und meinen nackten Po geraten zu lassen. Seit ich mit knapp vierzehn Die Geschichte der O gelesen, ach was sage ich, verschlungen habe, ist mir diese beiläufige Geste in Fleisch und Blut übergegangen, doch hier nützt sie mir herzlich wenig. Ich muss den Saum des Sarongs regelrecht mit beiden Händen nach oben raffen, und das ist dann doch ziemlich auffällig, abgesehen davon, dass der Klappsitz auch noch festgehalten sein will. Aber inzwischen verfüge ich auch in dieser Hinsicht über einiges an Übung und schaffe es, ohne großes Aufsehen zu erregen. Wie von selbst öffnen sich nun meine Schenkel, natürlich nicht ganz so weit, wie zu Hause, aber immerhin bis hin zu den Armlehnen, und ich spüre sofort den leisen Hauch der Raumluft an den immer noch feuchten Lippen meines Geschlechts, doch natürlich wird jedwede Sicht darauf durch die vor mir befindliche Sitzreihen versperrt. Die Exhibitionistin in mir ist darüber ein bisschen enttäuscht und redet meinem Hirn sehr nachdrücklich ein, darüber nachzudenken, stattdessen den Knoten im Nacken zu öffnen. Links und rechts neben mir sitzen zwei ziemlich gut aussehende Jungs und sie beschreibt sehr plastisch eine Situation, in der ich vollkommen nackt zwischen ihnen in diesem Hörsaal sitze, aber das Mädchen in mir überstimmt sie an diesem Punkt sehr klar und bestimmt. Das hier ist keine Spielwiese für solche Experimente, sondern ein Ort, der für meine Zukunft entscheidend sein kann, und deshalb reiß dich zusammen, Nuée. CMNF findet hier definitiv nicht statt!

    Mein Handy vibriert und dein Foto erscheint auf dem Display. Ich rufe die what's app auf und lese: “Komm in der Pause in die Mensa.”

    Und hier sitze ich nun und schreibe, während ich auf dich warte. Was hast du mit mir vor? Was wirst du dieses Mal mit mir anstellen?

    Die Tür zur Mensa öffnet sich und ich sehe dich hereinkommen, energetisch wie immer und bis zu den Ohren lächelnd. Du kommst auf mich zu und ich erhebe mich erwartungsfroh von meinem Plastikstuhl. Der Stoff meines Sarongs gleitet auf der Rückseite meiner Oberschenkel herunter und bedeckt meinen nackten Hintern wieder vollständig. Du nimmst mich in den Arm und flüsterst mir ins Ohr:

    “Gib mir nur einen guten Grund, warum ich nicht jetzt, hier und sofort über dich herfallen soll.”

    Ich weiß, dass du keine Antwort erwartest und küsse dich stattdessen so inbrünstig, wie es mir nur möglich ist und schmiege mich dabei sehr eng an dich. Deine Hände streifen die Stoffbahnen zwischen uns beiseite und ohne, dass die anderen hier in der Mensa es sehen können, reiben sich nun meine nackten Brüste an dem Revers deines Jacketts. Dein Knie drängt sich zwischen meine Schenkel und reibt sehr energisch an den Lippen meines Geschlechts, bringt mich innerlich zum Beben und es gelingt mir nur mit Mühe, nicht laut aufzuseufzen. Von außen gesehen gibt es hier wohl nur einen sehr intensiven Kuss, doch mich bringt das ganze schon beinahe an den Point of No Return. Die Situation bringt die Exhibitionistin auf Hochtouren und die Reibung deines Knies an meiner Perle lässt auch das Mädchen weiche Knie bekommen. Doch bevor es in die Verlegenheit gerät, hier mitten in der Uni-Mensa einen lautstarken Orgasmus zu erleben, zieht sich dein Knie von meinem Lustzentrum zurück und hinterlässt ein wieder einmal bis kurz vor den Höhepunkt stimuliertes, klatschnasses Geschlecht, das mich nun wohl durch den weiteren Tag begleiten wird.

    Dein Grinsen ist noch breiter geworden, als du dich von mir löst und dich meinem Klammergriff entwindest.

    “Wann hast du heute Schluß?” fragst du leise, und ich antworte: “Um Sechs.”

    “O.K., dann erwarte ich dich um 18³° Uhr im Café Einstein.”

    Ich nicke, immer noch mit weichen Knien, und du wendest dich zum Gehen, lässt mich in diesem Zustand einfach so zurück, und ich setze mich wieder hin, um diesen Text zuende zu schreiben.

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Heute ist es ziemlich frisch auf dem Balkon, gerade einmal 16°C und auch leicht windig. Ein grauer Tag, und ich bin ein wenig frustriert, weil nun auch noch das Wetter mich im Stich lässt. Aber der Kaffee und die Zigarette müssen trotzdem sein. Es ist erstaunlich, wie schnell mich diese Gewohnheit in den Griff bekommen hat. Es hat mit Zoés Einzug hier begonnen, eine Reminiszenz an alte Zeiten, die wir an gemeinsamen Abenden wieder aufleben ließen, und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.

    Heute Nacht hatte ich einen Traum. Ich saß im Hörsaal der Uni mit weit gespreizten Schenkeln vor einem gut gefüllten Auditorium und rieb meine Perle vor allem Augen zu einem gigantischen Orgasmus. Schon seit Samstag hast du mich, was das angeht, immer wieder bis kurz vor den freien Fall getrieben, um dann doch im letzten Moment noch abzubrechen. Am Freitag Abend im Café Einstein hast du mich das letzte Mal gefickt, nackt und vor den Augen des Personals, das gerade dabei war die Stühle hochzustellen, und viel zu müde, um zu protestieren.

    Doch seitdem hast du mich nicht mehr angerührt, hattest dazu ohnehin ja kaum wirklich Gelegenheit, weil du ständig unterwegs warst. Vier Tage ohne jedwede sexuelle Aktivität, von meinem Weckdienst einmal abgesehen, und ich bin so untervögelt, dass ich alles dafür tun würde, endlich kommen zu dürfen. Wenn du mir das Szenario aus meinem Traum vorschlagen würdest, könnte ich für nichts garantieren.

    Doch es kommt, so wie eigentlich immer, ganz anders als gedacht.

    Du kommst aus dem Badezimmer und trägst zu meinem Erstaunen nur deinen seidenen Kimono, als du dich mit gegenüber in den Korbsessel fallen lässt. Ich serviere dir deinen Kaffee, setze mich wieder hin, und dann tue ich etwas, das ich bislang nur auf deine Anweisung hin getan habe. Ich hebe meine Füße an und lege die Kniekehlen meiner Schenkel über die hohen Armlehnen des Sessels. Nun sitze ich maximal gespreizt vor dir und das mehr als feuchte Glitzern meiner rosigen Lippen fleht förmlich um Befriedigung.

    Du grinst.

    “So dringend?” fragst du und ich nicke, geradezu bettelnd, mit dem niedlichsten Augenaufschlag, zu dem ich in der Lage bin..

    “Tu dir keinen Zwang an.” sagst du so, als wäre das nie ein Problem gewesen, und ich verfluche dich innerlich für diese dreiste Verharmlosung meiner letzten Tage.

    Natürlich hast du mir diese Option auch vorher schon beinahe täglich angeboten, aber ich war bislang immer davor zurückgeschreckt. Jetzt denke ich an Alara und ihr im Hinterhof widerhallendes Stöhnen und wie von selbst finden meine Finger den Weg hin zu meinem Lustzentrum, zu meiner sehnsuchtsvoll wartenden Perle, zu den erwartungsfroh geöffneten Lippen, und es dauert nicht allzu lange, bis ich nun meinerseits den Hof mit Tönen fülle, die nur sehr bedingt menschlich, aber sehr kreatürlich klingen. Ich falle wieder einmal regelrecht in Trance, vergesse alles um mich herum, und nach dem dritten Orgasmus höre ich auf, zu zählen.

    Als ich meine Augen wieder öffne, sitzt du mir immer noch breit grinsend gegenüber.

    Ich komme nur sehr langsam wieder runter, habe immer noch einen Puls wie eine Sprinterin nach dem Zieleinlauf, und keuche wie eine dieser alten Dampflokomotiven.

    “Na endlich.” schmunzelst du. “Ich dachte schon, dieses Tabu bleibt für immer bestehen.”

    Ich traue meinen Ohren nicht. Hast du all das ganz bewusst inszeniert?

    “Hast du Alara und Luca schon zum Kaffee eingeladen?”

    Ich schüttele den Kopf und mir wird bewusst, dass deine diesbezügliche Anweisung schon zwei Wochen her ist.

    “Tu es bitte noch in dieser Woche. Es ist wichtig für deine Entwicklung.”

    Ich nicke erneut, wieder einmal sprachlos vor deiner offensichtlichen Klarheit in deinem Handeln. Du begleitest mich Schritt für Schritt zu meinem wahren Selbst und siehst mich in einer Art und Weise, die mehr über mich zu wissen scheint, als ich selbst.

    “Heute muss ich nirgendwo hin.” sagst du und mein Herz macht vor lauter Überraschung und Freude einen durch und durch spürbaren Hüpfer.

    “Was hältst du davon, wenn wir wieder ins Bett gehen und all das nachholen, was wir in den letzten Tagen verpasst haben?”

    Jetzt tanzt mein Herz geradezu vor Freude und ich starre dich beinahe ungläubig an.

    Du wartest meine Antwort nicht ab, stehst einfach auf und gehst hinein. Ich sitze noch für einen Moment wie paralysiert auf meinem Sessel, doch dann hieve ich meine Beine von den Armlehnen und tapse hinter dir her. Ich finde dich im Schlafzimmer, malerisch hingestreckt auf das Bett, und ich denke wieder einmal, wie schön du doch bist. Deine honigbraune Haut schimmert geradezu im Kontrast zu den seidenen, schneeweißen Laken, dein durchtrainierter, muskulöser Körper straft dein tatsächliches Alter Lügen, und deine kornblumenblauen Augen scheinen von Innen her zu leuchten, strahlen Vitalität und Lebensfreude aus. Dein graumeliertes, schulterlanges Haar gibt dir die Aura eines Weisen, und die vielen Lachfältchen um die Augen zeugen von deinem unschlagbaren Humor, der sich sehr oft vor allem in deinen Momenten der Selbstironie äußert. Ich krabble auf das Bett und verspüre dabei wieder einmal jene Dankbarkeit, dass ich die sein darf, die du lieben kannst.

    Ich küsse und lecke mich deine Beine hinauf bis zu deinem schon angenehm halbsteifen Schwanz und lasse ihn zum zweiten Mal an diesem Morgen in meinem Mund verschwinden. Doch diesmal lutsche ich ihn nur, bis er steil wie ein Mast vor mir aufragt. Dann klettere ich über deinen Unterleib und lasse mich auf ihm nieder. So nass, wie ich bin, hat er keinerlei Mühe, in mich hinein zu flutschen und als ich beginne, mich auf ihm zu bewegen, weiß ich dass es diesmal keine Grenze, kein Stopschild und keine Frustration geben wird. Unsere Körper beginnen, miteinander zu tanzen, werden ein einziges Wirrwarr aus Händen, Armen, Beinen und Geschlechtern, werden Drehungen und Wendungen, heftige Stöße und sanftes Wiegen, doch vor allem ein unaufhörlicher Flow an ineinanderströmender Liebe.

    Momente wie dieser sind es, die ich tief in meinem Inneren ersehne, doch ich weiß auch, dass dazu eben auch ihre Entbehrung gehört, dieses Hinfiebern darauf in den Zeiten der Abstinenz, so wie es die letzten Tage wieder einmal gewesen sind. Du hast mich ganz schön zappeln lassen, aber wenn es dann, so wie jetzt, passiert, ist es ein so eruptives, unvergleichliches geschehen, dass es jeden frustrierten Moment im Vorfeld wert ist.

    Jetzt sitzen wir uns erneut auf dem Balkon gegenüber. Ich rauche noch eine vor dem Losgehen und du schaust mir lächelnd dabei zu, wie ich diese Zeilen in die Tasten klimpere. Du warst schon unter der Dusche und bist bereits vollständig angezogen, weil wir noch in unserem Kiezcafé frühstücken gehen wollen.

    Ich habe dich gebeten, mir noch Zeit für diesen Text zu geben und du hast schmunzelnd eingewilligt. Ich weiß, dass du nicht wirklich verstehst, warum mir das so wichtig ist, aber ich weiß, dass du weißt, dass ich es gerade irgendwie brauche, mich als Schreiberlinchen auszuprobieren.

    “Es tut mir leid.” sagst du auf einmal und ich bin wie vom Donner gerührt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass du auf dieses Thema noch einmal eingehen würdest. Und mit einer Entschuldigung schon einmal gar nicht.

    “Ich kann diese Geschäftsreise leider nicht verschieben. Ich habe es versucht, aber es sind zu viele sehr beschäftigte Leute daran beteiligt.”

    Ich nicke, und spüre bei aller Einsicht immer noch den Stachel der Enttäuschung.

    Du fragst: “Hast du gestern mit Zoé etwas alternativ geplant?”

    Wieder nicke ich.

    “Wir wollen mit dem Zelt an die Algarve. Nur den Flug nach Faro und dann einfach los.”

    Jetzt nickst du und schaust mich einen Moment lang nachdenklich an.

    “Gut.” sagst du dann und stehst langsam auf.

    “Mach nicht mehr so lange. Ich habe Hunger.”

    Im Schlafzimmer wartet heute ein kurzes Strickkleidchen aus Kaschmir auf mich, denn es ist immer noch relativ frisch, wenn auch nicht mehr ganz so wie am Morgen bei meinem ersten Besuch auf dem Balkon. Und auch das Grau ist inzwischen zu einem Mix aus Wolken und blauem Himmel geworden, am Himmel und in meinem Herzen.

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Ich nicke, und spüre bei aller Einsicht immer noch den Stachel der Enttäuschung.

    Du fragst: “Hast du gestern mit Zoé etwas alternativ geplant?”

    Wieder nicke ich.

    “Wir wollen mit dem Zelt an die Algarve. Nur den Flug nach Faro und dann einfach los.”

    Du wirst sehen, dass wird mega. Jean kennt in Lagos einen von den DJ's in einem der angesagtesten Clubs. Er hat ihm schon geschrieben und wir kommen jeden Abend umsonst rein, wenn wir wollen. 🤗

    (Mein Avatar wurde von mir mit KI generiert)


    Wir ändern nicht, was bereits geschehen ist.

    Wir ändern, wie es in uns lebt.

  • Du wirst sehen, dass wird mega. Jean kennt in Lagos einen von den DJ's in einem der angesagtesten Clubs. Er hat ihm schon geschrieben und wir kommen jeden Abend umsonst rein, wenn wir wollen. 🤗

    Muss Jugend schön sein, eine Clubnacht mit Euch beiden und ich wäre platt wie ne Briefmarke😵‍💫. Die Zeiten sind längst vorbei 🙈

    Echter Nordhesse mit Hang zur Frauenheilkunde in der Schamsituation. ( persönliches Erlebnis hat mir gezeigt das es mich anmacht )

    Ich liebe und verehre euch Frauen und verwöhne Euch gerne mit meinen großen Händen Der Körper der Frau fasziniert mich und wie er sich verändert und wie er sich verändert im laufe seines Lebens. Was sind Eure Phantasien, Träume und Erlebnisse die Ihr mit mir teilen möchtet.

    Schreibt mir und lasst uns erregende Geschichten und Erlebnisse austauschen.

    Grüße vom Loewen 75

  • Muss Jugend schön sein, eine Clubnacht mit Euch beiden und ich wäre platt wie ne Briefmarke😵‍💫. Die Zeiten sind längst vorbei 🙈

    Ach, lieber Loewe. Wahrscheinlich wird es gar nicht so wild, wie du es dir gerade vorstellst. O.K., Zoé ist da echt 'ne wilde Hummel, aber mich zieht es dann doch eher in die Natur und an die einsamen Orte. Wir werden also einen Kompromiss zwischen Party & Kater und Natur & Stille finden müssen.😉

    Alles Liebe

    Nuée

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    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Heute beginnt die WM und Zoé und ich fiebern schon dem Sonntag entgegen, an dem es dann für Deutschland so richtig losgeht. Wir sind schon seit der EURO 2012 bewusst dabei, damals noch als Kinder und später dann als Jugendliche im Vereinsheim des Dorfes, und seit Berlin und der EURO 24 natürlich dann bei den großen Public-Viewing Events. Auch diesmal haben wir uns mit Freunden aus der Uni verabredet, und auch Alara und Luca aus dem Vorderhaus wollen mit dabei sein. Ich habe sie gestern noch aufgesucht und sie für heute zu uns eingeladen, so wie du es mir aufgetragen hattest, und sie haben, ein wenig erstaunt, aber auch sehr erfreut darüber, sofort zugesagt. Dabei kamen wir auch auf die WM zu sprechen und ich erfuhr, dass Alara bis zu ihrem Umzug nach Berlin selbst Fußball gespielt hat und hier noch auf der Suche nach einem Verein ist. Sie ist gerade total happy über die Qualifikation der Frauen-Nationalmannschaft und hofft nun, dass die Männer diesmal auch weiter kommen als bis in die Vorrunde.

    Der gestrige Tag mit dir hat mir gut getan. Du hast dir für mich sehr viel Zeit genommen und wir konnten über viele Dinge reden, die vorher zwischen Tür und Angel viel zu kurz gekommen waren. Inzwischen bin ich auch nicht mehr so enttäuscht darüber, dass du unseren Urlaub so kurzfristig gecancelt hast, denn Zoé tut wirklich alles, um mich für unser gemeinsames Abenteuer zu begeistern. Aus ihrer Zeit in der WG kennt sie wirklich erstaunlich viele Leute, die wiederum Leute kennen, die Leute kennen…usw., und stellt irgendwie auf wundersame Weise Verbindungen zu Menschen entlang der gesamten Algarve her, die uns zu wirklich ganz wundervollen Events vom Whale-Watching bis zum Surf-Lehrgang verhelfen sollen. Und natürlich kennt Jean, so wie in Lagos auch an anderen Orten die Leute, die uns in die angesagten Clubs hineinbringen. Apropos Jean. Das ist das wohl größte Geschenk, das sie mir macht. Sie trennt für die Dauer dieser drei Wochen das fast Untrennbare, lässt Jean in Berlin zurück, nur um mir über meine Frustration hinweg zu helfen. Als ich, genau deswegen, Bedenken äußerte, wurde sie richtig sauer, und ich habe verstanden, dass sie mir auch ein bisschen was zurückgeben möchte für die Unterstützung nach ihrem überstürzten Auszug aus der WG, in der sie nicht mehr bleiben konnte.

    Weißt du noch, sie sie damals vor unserer Tür stand, heulend und mit einem kleinen Rucksack, in dem sich nicht mehr befand, als das Allernötigste, das sie bei ihrem Auszug schnell darin verstauen konnte. Sie war dort an eine absolute Grenze gestoßen, an die sie ihr Arschloch von damaligen Freund getrieben hatte, und hat wirklich lange gebraucht, um sich davon zu erholen.

    Jetzt sitze ich ihr und Jean gegenüber, und ich bin ein bisschen neidisch, wenn ich dabei zusehe, wie sie ihn, nackt auf seinen Schoß geschmiegt, mit einem Nutella getränkten Croissant füttert, und seine Hand dabei lässig zwischen ihren Schenkeln ruht. Du hast es heute Morgen schon wieder eilig gehabt, doch es steht mir nicht zu, dich dafür zu kritisieren. Schließlich bist du es, der es uns ermöglicht, hier in einer so mega entspannten WG zusammenleben zu können, ohne uns irgendwelche Sorgen machen zu müssen. Ich bin dankbar dafür, dass du zuerst Zoé, und nun auch immer häufiger Jean hier beherbergst, ohne das auch nur im Geringsten in Frage zu stellen. Doch es macht mich trotz allem ziemlich traurig, dass aus unseren gemeinsamen Wochen auf dem Boot diesmal nichts wird. Ich zehre immer noch von den Eindrücken von unserem Bootstrip im letzten Jahr, und ich hatte mich sehr darauf gefreut, viele weitere hinzuzufügen.

    Ich lasse die beiden Turteltäubchen alleine und gehe erst einmal unter die Dusche, wo ich so lange bleibe, dass irgendwann Zoé an die Tür klopft und fragt, ob alles in Ordnung ist.

    “Ja, klar! Alles gut!” antworte ich und höre selbst, dass es nicht sonderlich überzeugend klingt.

    Als ich aus dem Badezimmer komme, ist Jean verschwunden und Zoé erwartet mich alleine auf dem Balkon. Wir trinken Kaffee und drehen gerade quasi synchron die zweite Zigarette des Tages. Wieder einmal merke ich, dass es auch dieses Ritual des Drehens ist, das mich an das Rauchen bindet. Es hat so etwas wunderbar Beruhigendes, Meditatives. Zoé scheint es genauso zu gehen, denn sie ist voll und ganz auf das Tun ihrer Hände fokussiert. Schweigend basteln wir zuende, als es plötzlich an der Tür klingelt. Wir schauen uns verwundert an. Keine von uns erwartet um diese Zeit Besuch. Ich lege meine fertig gedrehte Kippe auf den Tisch und tapse hinein und zur Wohnungstür.

    Arne steht davor, die Vater der Familie aus dem dritten Stock unter uns, und er müsste die Augen schon zu machen, um nicht unwillkürlich auf meine Brüste zu gucken, bevor er sich fängt und zu dem Grund seines Hierseins kommt.

    “Hi. Sorry, dass ich dich so überfalle, aber es ist wirklich ein Notfall. Julia ist für eine Woche in Hamburg und ich habe spontan ein Casting herein bekommen für eine Serie bei RTL, das ich ziemlich gut gebrauchen kann. Es ist hier in Berlin, aber es überschneidet sich mit der Abholzeit in der Kita. Könnte vielleicht eine von euch Ronja von der Kita abholen und da sein, wenn Leo aus der Schule kommt?”

    “Ja, klar!” sage ich und freue mich schon auf die beiden, die mir in den letzten Monaten richtig ans Herz gewachsen sind.

    Weißt du noch, wie wir Julia, Arnes Frau, unten beim Inder begegnet sind?

    Sie saß mit ihrer Familie am Nachbartisch und auf dem Weg nach drinnen zur Toilette hielt sie an unserem Tisch inne.

    “Hey.” sagte sie und lächelte mich freundlich an.

    “Weißt du eigentlich, dass du das Idol unserer Kinder bist.”

    Ich war überrascht. Ich und Idol? Das schien mir nicht so Recht zu passen. Doch Julia fuhr fort: “Die sind nämlich auch am allerliebsten nackt und immer, wenn wir sie bitten, sich beim Rausgehen etwas anzuziehen, sagen sie: “Aber die Frau, die immer nackig ist, macht das auch nicht.” Natürlich versuchen wir ihnen dann zu erklären, dass das halt nicht immer und überall geht, aber letzte Woche habe ich sie im Hinterhof alle beide dabei erwischt, als sie splitterfasernackt auf dem großen Trampolin herumhüpften. Sie waren dabei so unglaublich glücklich und ausgelassen, so frei und unbefangen, dass ich es einfach nicht über’s Herz brachte, sie zu reglementieren.

    Ich habe Arne davon erzählt und wir haben lange darüber gesprochen.

    Im Grunde finden wir es toll, dass sie so frei und unbefangen sind, aber wir machen uns auch Sorgen, dass sie dadurch in Gefahr geraten.”

    Ich verstand ihre Sorge und machte mir gleichzeitig Gedanken darüber, dass allzu große Vorsicht für die Kinder auch leicht zum Gefängnis werden kann.

    Wir sprachen an diesem Abend lange miteinander, auch dann noch, als du und auch Arne und die Kinder schon längst hinauf gegangen waren, und es ist mir wohl gelungen, Julia ein wenig von ihrer Angst zu nehmen.

    Von diesem Tage an waren wir Freundinnen und ich habe sie bisher schon zweimal besucht. Sehr zur Freude der Kinder saß ich in ihrer Küche und wurde von ihnen mit Fragen gelöchert. Sie waren ein bisschen enttäuscht, weil ich mir ein Kleidchen übergezogen hatte, und noch mehr, als sie erfuhren, dass ich draußen auf der Straße eigentlich immer etwas anhatte. Andererseits waren sie hellauf begeistert davon, als sie hörten, dass ich immer barfuß unterwegs war, was ein weiteres Reizthema zwischen ihnen und ihren Eltern war. Julia verdrehte lachend die Augen, als sie sich sofort triumphierend an sie richteten, um meine Regel zu der ihren zu machen. Doch das Schönste für mich ist, dass Julia und Arne ihre Angst um ihre Kinder ein wenig zurückgeschraubt haben und sie so sein lassen, wie sie eben sein wollen.

    Ich kehre zurück an den Frühstückstisch und berichte Zoé von dieser Begegnung. Sie grinst, als ich von den verstohlenen Blicken erzähle und sagt nur: “Männer.”

    Damit ist alles gesagt und auch ich muss wieder einmal feststellen, dass ich es bemerkenswert finde, wie sehr so etwas im Grunde genommen Standard ist.

    Es ist wie eine Art Reflex. Dabei ist Julia wirklich eine wunderschöne junge Frau, die ganz bestimmt nichts zu wünschen übrig lässt. Aber es scheint da tatsächlich so etwas wie einen Jägerinstinkt zu geben, der automatisch auf bestimmte Reize reagiert.

    Wir räumen den Frühstückstisch ab und machen uns fertig für die Uni. Heute fahren wir mal zusammen, weil Zoé nicht bis auf die letzte Sekunde an Jean kleben muss.

    Wieder einmal ein ganz normaler Morgen, und doch auch wieder einmal einer, der auf seine Art besonders ist. Ich denke an Thich Nhat Hanh, den Zen-Meister, der einmal schrieb:

    “Ich wache auf und lächle. Vierundzwanzig brandneue Stunden liegen vor mir.”

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Oh, Mann!

    Meine Mama würde sagen:

    Laatsch und Bommel selig vereint in der Beschränktheit ihrer geistigen Horizonte.

    Schade, dass ich keine Banane dabei habe. 😄

    (Mein Avatar wurde von mir mit KI generiert)


    Wir ändern nicht, was bereits geschehen ist.

    Wir ändern, wie es in uns lebt.

  • Beitrag von Blombos ()

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  • Oh, Mann!

    Meine Mama würde sagen:

    Laatsch und Bommel selig vereint in der Beschränktheit ihrer geistigen Horizonte.

    Schade, dass ich keine Banane dabei habe. 😄

    🤣🤣🤣

    Schönen Gruß an deine Mama. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

    Diese Erzählungen sind so schön, dass ich sie gelesen habe, wie ich ganz teure und gute Schokolade esse:

    Ganz langsam, um lange was davon zu haben. 🥰

    Leider geht es auch hier nicht weiter. Urlaub?

  • 🤣🤣🤣

    Schönen Gruß an deine Mama. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

    Diese Erzählungen sind so schön, dass ich sie gelesen habe, wie ich ganz teure und gute Schokolade esse:

    Ganz langsam, um lange was davon zu haben. 🥰

    Leider geht es auch hier nicht weiter. Urlaub?

    Noch nicht. 😉

    Danke für deine wirklich sehr poetischen Worte, aber es hat nur einfach keinen Spaß mehr gemacht, mein Innerstes nach Außen zu kehren und dann solche Kommentare zu ernten. 😒

    Kritik ist ja O.K., aber so etwas

    mann wie unsexy, "frauen" als sportbegeisterte ! es gibt nichts dümmeres als fussbal, ein richtiges bekenntnis zum proletentum !

    Da gibt es auch andere Meinungen.


    tja, die japaner wissen wie man fussball richtig spielt ! :D

    zerschreddert einfach den Thread weg von der Geschichte zu einer Gruppenwichserei pubertärer Jungs, die an einer Geschichte gar nicht wirklich interessiert sind.

    Der eine von beiden hat gerade Pause und deshalb schreibe ich vorerst einmal weiter.


    Ein ganz normaler Morgen (Fortsetzung)


    Heute ist es wieder schön und Zoé und ich machen uns schon früh auf an den See.

    Es ist dort um diese Zeit noch nicht so viel Betrieb und es herrscht eine Stille, die man förmlich greifen kann. Für mich ist das beinahe der schönste Teil des Tages, Zeit für meinen Yoga und für eine ausgedehnte Meditation am Ufer mit Blick auf das spiegelglatte Wasser, das noch nicht von unzähligen Schwimmern aufgewühlt wird.

    Zoé ist heute ausnahmsweise schon vor mir fertig und seufzt ein paar Mal demonstrativ ungeduldig, als ich noch dies und das suche und in meinen Rucksack packe. Doch wir wollen ja den ganzen Tag dort bleiben und da gibt es so manches, das ich im Laufe des Tages gerne dabei haben werde.

    Als ich mich schließlich in eines meiner Baumwolltücher wickle und meinen Rucksack schultere, atmet sie laut hörbar aus, und wir müssen beide lachen, weil wir wissen, dass es sonst eben genau umgekehrt ist.

    Einen Teil des Weges fahren wir mit der Bahn und dann das letzte Stück durch den Wald mit den Rädern. Auch hier erweist sich der Sarong als das nahezu perfekte Kleidungsstück für eine Nudistin wie mich, da er sich, wenn man ihn nicht mit dem Po am Sattel festhält und ihn seiner Flatterhaftigkeit überlässt, während der Fahrt vorne öffnet. Um diese Zeit sind nur sehr wenig Leute unterwegs, ein paar Jogger und ein paar Gassigeher, und so fahre ich, von ein paar wenigen Momenten abgesehen, mehr oder weniger nackt durch den Wald. Zoé, die von ihrem kurzen Neckholderkleidchen vergleichsweise brav verhüllt wird, amüsiert sich köstlich über die Glotzanfälle der Passanten, wenn es mir einmal nicht schnell genug gelingt, das Tuch wieder so zu drapieren, dass es zumindest das Nötigste bedeckt. Kurz hinter der Kiesgrube, einem Ökobiotop auf dem Weg zum See, begegnen wir dann sogar einer ganzen Gruppe von Nordic-Walking-Aktivisten, die uns in stoischem Gleichklang der Bewegungen entgegen kommen. Leider geht der Weg von da an bergab bis zum See und ich habe gerade die Bremsen losgelassen, um den Rest des Weges ohne jedwede Kraftanstrengung zu bewältigen. Das Tachometer zeigt 30 km/h, was sich auf einem Fahrrad ziemlich schnell anfühlt, und ich wage nicht, meine Hände von der Lenkstange zu lösen. Ich rausche mit wehendem Sarong an den älteren Herren vorbei und höre neben mir Zoés glucksendes Lachen, die sich auch dann noch nicht wieder ein kriegt, als wir schon längst an der Kopfseite der Wiese angekommen sind.

    “Hast… du… den Typen… mit dem Trachtenhut… gesehen?” prustet sie los, kaum dass wir angehalten haben und von den Rädern steigen.

    Ich weiß beim besten Willen nicht, wovon sie redet, denn ich habe mir die Männer aus der Gruppe nicht wirklich angeschaut.

    “Der ist beinahe… kollabiert,... als er… dich gesehen hat.”

    “Na, das wollen wir doch nicht wirklich hoffen.” denke ich und hieve mein Rad über die Baumstämme hinweg, die die Begrenzung zur Wiese bilden.

    Wir folgen dem Trampelpfad hinunter an den See und schlagen den Weg zu unserem Lieblingsplatz ein, doch als wir dort ankommen, dröhnt uns laute Techno-Musik entgegen. Eine Gruppe von jungen Leuten hat sich dort niedergelassen und zwei Zelte künden davon, dass sie offenbar die Nacht hier verbracht haben. Ungeachtet der Tatsache, dass der See in einem Naturschutzgebiet liegt, und offenes Feuer im Wald sowieso nicht erlaubt ist, haben sie ein züngelndes Lagerfeuer entfacht, und überall auf der Wiese liegen leere Bierflaschen, Plastikverpackungen von Grillfleisch und -würstchen, und anderer Müll herum. Die Techno-Musik übertönt alles, was mir hier an diesem Ort so heilig ist, den Gesang der Vögel, das Raunen des Windes, das Plätschern des Wassers, und ich frage mich wieder einmal, warum Menschen einen stillen Ort aufsuchen müssen, um ihn dann mit ihrem Lärm zuzudröhnen. Sie sitzen angezogen auf einer als FKK-Area ausgeschriebenen Grünfläche und machen Party an einem Ort, der nicht für ihresgleichen gedacht ist. Leider weiß ich aus Erfahrung, dass es in der Regel nicht allzu viel nutzt, an die Vernunft oder gar die Rücksichtnahme solcher Leute zu appellieren, doch Zoé ist da natürlich mal wieder ganz anderer Meinung.

    Sie marschiert schnurstracks auf die Typen zu, baut sich vor ihnen auf und schreit gegen die laute Musik an.

    “Habt ihr sie noch alle? Das hier ist ein Naturschutzgebiet!”

    In der Runde der Lagerfeuergruppe gibt es kaum Resonanz auf ihren Auftritt.

    Nur einer hebt mit glasigen Augen den Kopf und sagt lallend:

    “I don’t care.”

    Die Dumpfheit in seinem Blick macht mich wieder einmal betroffen. Er ist in etwa in meinem Alter und jetzt schon innerlich so tot, dass er nichts mehr spüren kann.

    Zoé wendet sich wutschnaubend ab und greift nach ihrem Handy. Sie ruft bei der Polizei an, doch man sagt ihr, dass momentan alle verfügbaren Kräfte anderweitig im Einsatz sind, man sich aber unverzüglich um den Vorfall kümmern würde. Wütend wirft sie ihr Handy ins Gebüsch und ich sehe ihr an, dass sie kurz davor ist, selbst tätig zu werden. Ich gehe auf sie zu und nehme sie in den Arm.

    “Hey.” sage ich. “Lass nicht zu, dass die uns den Tag versauen. Lass uns schwimmen gehen.”

    Es ist fast wie eine Fügung des Schicksals, dass in diesem Moment Deva und Natan auftauchen, zwei Ureinwohner des Sees, die schon immer hier waren und es wohl auch noch nach mir sein werden.

    Sie erfassen mit einem Blick die Situation und wenden sich beruhigend an Zoé.

    “Du kannst hier gerade gar nichts tun. Kühl dich mal ein bisschen ab und geh mit Nuée schwimmen. Wir passen auf eure Sachen auf.”

    Zoé ist noch viel zu sehr unter Strom, um diese Botschaft zu hören, doch ich ziehe meinen Sarong aus und breite das Tuch auf der Wiese aus. Dann trete ich auf sie zu und greife nach dem Saum ihres Kleidchens. Sie murrt ein bisschen, doch dann hebt sie die Arme und ermöglicht es mir, ihr den dünnen Stoff vom Körper zu streifen. Nun stehen wir beide nackt auf der Wiese und mir wird klar, warum Zoé sich so gegen diesen Moment gewehrt hat. Nackt inmitten von zehn angezogenen Männern ist für sie immer noch schwierig. Ich nehme sie an der Hand und ziehe sie hinter mir her ins Wasser. Sie watet ein Stück hinein. Dann lässt sie meine Hand los und stürzt sich kopfüber in das spiegelglatte Wasser. Sie taucht lange und kommt erst in der Mitte des Sees wieder an die Oberfläche. Ihre Beine peitschen auf die Oberfläche des Sees ein und sie strampelt sich den Frust regelrecht von der Seele. Dann brüllt sie quer über den See: “Wo bleibst du!” und wendet sich der Plattform im See zu, die dort zum Verweilen einlädt. Ich folge ihr und hoffe, dass es ihr gelingt, sich wieder zu fangen.

    Die Plattform haben wir ganz für uns alleine und ich kann sehen, wie gut ihr das tut.

    Ihr Körper hört langsam auf zu zittern und ich rücke noch ein wenig dichter an sie heran.

    Sie schmiegt sich an mich und knurrt in meine Achsel hinein.

    "Ich hasse solche Typen, die nur sich selber und ihr Bedürfnis sehen und denen alle anderen scheissegal sind. Wie wird man so?"

    Ich habe keine Antwort für sie, weil das auch für mich, trotz Studium, auch immer noch letztlich ein Rätsel bleibt.

    Nach einer ganzen Weile schwimmen wir wieder ans Ufer zurück und die Typen sind, wie durch ein Wunder, verschwunden.

    Ich schaue zu Deva hinüber und sie weist mit einer Bewegung ihres Kinns auf Natan.

    Der alte Mann hat es wohl Mal wieder geregelt.

    Ich lasse mich auf meinem Tuch nieder und drehe mir eine Zigarette.

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉