Alles anzeigenMeiner auch. 😉
Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen.
Ich beobachte das so oft. Da gibt es so eine Projektion der eigenen Wünsche, oft auf jemanden, der diese Wünsche gar nicht erfüllen kann, oder will. Und dann heißt es: Wenn du mich liebst, änderst du dich. 😀
Ich hatte Glück. Ich wollte meinen Meister nie anders, als er ist. Genau deshalb, weil er so ist, wie er ist, liebe ich ihn ja.
Der gemeinsame Weg ist das eigentlich verbindende Glied in einer Beziehung. Wenn er fehlt, geht man auseinander, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass mein Meister mich zu Beginn an einer sehr kurzen Leine gehalten hat, und es bis heute zeitweilig immer noch tut. Ich habe meine Freiheit anders zu schätzen gelernt, seit sie mitunter sehr eingeschränkt war. Ich kann das Geschenk in ihr heute sehr klar erkennen. Und erst, seit ich das kann, habe ich das Gefühl, wahrhaft zu lieben. Im Moment lerne ich die dritte Komponente kennen, weil ich sehr oft alleine bin, ihn vermisse und mich manchmal einsam fühle.
Doch Liebe, Freiheit und Alleinsein gehören zusammen.
Wahre Liebe ist nur in völliger Freiheit möglich. Freiheit wiederum kann nur dann wirklich existieren, wenn es keine elementaren Abhängigkeiten gibt. Und die lassen sich nur dann vermeiden, wenn man kein Problem mit dem Alleinsein hat, wenn man sich selbst genügt, und die anderen zwar schätzt und achtet, aber nicht braucht. Mein Meister weiß das und führt mich mit der ganzen Kraft seiner Liebe durch diese Entwicklungsphasen hindurch.
Er sagt, dass nur der einsam ist, der die Abwesenheit des Anderen nicht ertragen kann. Wer wirklich alleine sein kann, spürt nicht die Abwesenheit des Anderen, sondern die eigene Anwesenheit, die eigene Präsenz im eigenen Leben.
Hab ich schon gesagt, wie dankbar ich dafür bin?
Hab ich? Egal. Ich kann das nicht oft genug sagen. 🙏
Alles Liebe
Nuée
Es scheint, dass dein Meister ein ziemlich kluger Mann ist. In jedem Fall hast du seine Worte schon längst zu deinen gemacht.