Ich liebe diese frühen Morgenstunden, wenn noch Tau auf dem Gras liegt und die Oberfläche des Sees so glatt wie ein Spiegel ist, der mir mein eigenes Bild zeigt, als ich aus meinem Kleidchen schlüpfe. Einen Slip trage ich nicht, von einem BH ganz zu schweigen, denn ich habe heute darauf verzichtet und mich dabei ganz verwegen gefühlt. Und so stehe ich nun splitterfasernackt in der noch frischen Morgenluft und mich fröstelt ein wenig, doch ich weiß, wenn ich erst einmal drin bin, geht es besser. Ich bewege mich schnell, als ich ins Wasser hineinstakse und, nach einem letzten, tiefen Einatmen stürzte ich mich kopfüber in das spiegelglatte Nass. Ich schwimme und plansche ausgelassen herum und genieße die morgendliche Erfrischung, als plötzlich ein Schnauben meine Aufmerksamkeit erregt. Wer kann das sein?
Hufgetrappel nähert sich und ich beeile mich aus dem Wasser und zu meinem Kleidchen zu kommen, doch es ist schön zu spät. Ein hünenhafter Reiter bricht durch das Dickicht und kommt genau zwischen dem Seeufer und dem Baumstumpf zum Stehen, auf dem mein Kleidchen liegt.
“Was haben wir denn da?” fragt er grinsend, während ich versuche, im flachen Wasser so weit unterzutauchen, dass die wichtigsten Körperteile bedeckt sind. Er lacht darüber, rauh und schallend laut. Dann lenkt er sein Pferd ins Wasser hinein, bleibt genau vor mir stehen.
“Dein Vater schickt mich.” sagt er grinsend. “Ich soll dich so schnell wie möglich nach Hause bringen.”
Jetzt erkenne ich ihn. Er ist der neue Vormann, den mein Vater letzte Woche eingestellt hat. Ich hatte ihn nur von weitem gesehen und er hatte mich nicht besonders interessiert.
Er streckt mir die Hand entgegen.
“Kommst du oder muss ich dich holen?”
“Aber mein Kleid…” versuche ich zu protestieren, doch ich löse damit nur erneutes Gelächter aus.
“Dein Vater hat ganz genaue Anweisungen gegeben und von einem Kleid war da nicht die Rede.”
Ich konnte es kaum glauben.
Ich sollte nackt zurück auf die Ranch gebracht werden?
Ich starre auf die mir dargebotene Hand und kämpfe innerlich mit mir, doch der Blick des Mannes sagt mir, dass er zu allem entschlossen ist.
Ich lasse mich von ihm auf das Pferd hinauf und vor sich auf den Sattel ziehen, und spüre das glatte Leder an den rosigen Lippen meines Geschlechts, die sich beim zurechtruckeln auf dem Sattel daran reiben. Noch nie zuvor habe ich nackt auf einem solchen Sattel gesessen, und es ist beschämend, dies nun in Gegenwart dieses in Grunde genommen ja völlig fremden Mannes zu tun.
Ein leises Schnalzen bringt das Pferd in den Trab und uns und vor allem mich mit jedem weiteren Schritt näher zur Ranch. Als wir die Hügelkuppe erreichen, hinter der es über freies Gelände bergab auf die Ranch zu geht, steigt plötzlich Panik in mir auf und ich versuche, zu flüchten, doch die Hände des Vormanns greifen wie zwei Schraubstöcke nach meinen Oberarmen und verhindern dieses Vorhaben.
“Hey, kleines Kätzchen, hiergeblieben, oder willst du, dass ich dich fessle?” raunt er mir ins Ohr und ich muss mir selbst eingestehen, dass mich die Situation ziemlich erregt. Seine männliche Aura, sein fester Griff, seine Unnachgiebigkeit, meine Wehrlosigkeit, nackt vor ihm auf dem Sattel…
Das alles macht etwas mit mir, mit dem ich nicht im Traum gerechnet habe.
Ich werde nass und wehre mich gleich noch ein bisschen mehr, um danach noch mehr, noch kraftvoller von ihm festgehalten zu werden. Meine Scham glitscht dabei auf dem Leder des Sattels herum und meine Knospen sind ohnehin schon die ganze Zeit über steil aufgerichtet. Ob er das wohl bemerkt?
Ich werde es herausfinden.