Kein Wunsch ist es, was ich hier beitragen kann, sondern ein Erlebnis vom Frühjahr letzten Jahres.
Es war gegen Ende April noch einmal richtig kalt geworden, ein verspäteter Wintereinbruch. Meine Frau (wir sind ein lesbisches Paar) hat vorgeschlagen, zum Saisonabschluss noch einmal in die Sauna zu gehen.
Als wir im Garderoberaum vor den Schränkchen standen und bereits die Oberbekleidung abgelegt hatten, kam ein junges Paar herein. Beim ersten Anblick hat es mich schon durchzuckt, der Mann war einer meiner Mitarbeiter. Ihm ging es wohl nicht anders, als er da seine Vorgesetzte stehen sah, nur noch mit Slip und BH bekleidet. Schnell hatten wir uns gefangen. Er hat uns freundlich begrüßt und hat mir seine Freundin vorgestellt, ich ihm meine Frau. Da in der Dienststelle bekannt ist, dass ich mit einer Frau verheiratet bin, war das für ihn auch nicht überraschend.
Während die beiden ihre Winterjacken auszogen und in ihre Schränkchen hängten, blieb uns beiden nichts anders übrig als unsere letzten Kleidungsstücke, eben BH und Höschen, auszuziehen. Jetzt stand also die Chefin splitternackt vor ihrem Mitarbeiter. Wir sind aus dem Umkleidebereich schnell verschwunden und sind zum Duschen gegangen. Im Lauf des Abends in der Sauna sind wir den beiden noch ein paarmal begegnet, die jetzt selbstverständlich auch beide nackt waren.
Am Montagmorgen im Dienst habe ich ganz belanglos gefragt: „Seid ihr am Freitagabend noch länger geblieben? Wir waren diesmal gar nicht so lang da, weil wir noch schön Essen gehen wollten.“ Er hat darauf geantwortet, dass sie beide bis zum Schluss geblieben sind. Mit dieser kleinen Unterhaltung war die Angelegenheit erledigt. Das Erlebnis war jetzt einfach in den Rahmen einer ganz normalen Freizeitbegegnung gestellt.