picturebook 2

  • das stimmt schon aber nicht um den Preis das er andere beleidigt dann verzichte ich lieber auf die Bilder

    valid!

  • 8|




    CMaNF?
    Der Löwe ist eindeutig bekleidet

    Die Kriegerin aber nur halb nackt


    Colles Bild übrigens

    Auch wenn's KI-generiert ist - ich wünschte ich könnte sowas prompten.

  • CMaNF?
    Der Löwe ist eindeutig bekleidet

    Die Kriegerin aber nur halb nackt.

    So siehst du dich?

    Als Löwen?

    Der die bösen Amazonen frisst?

    Du bist wirklich noch gestörter, als ich dachte.

    Ist der Computerraum in der Psychiatrie für die Patienten eigentlich rund um die Uhr zugänglich?

  • So siehst du dich?

    Als Löwen?

    Der die bösen Amazonen frisst?

    Du bist wirklich noch gestörter, als ich dachte.

    Ist der Computerraum in der Psychiatrie für die Patienten eigentlich rund um die Uhr zugänglich?

    WTF?

    Hölle nein!


    ich find das Bild gut - so ne Aussage da reinzudeuten is echt cringe.


    Lasst doch die Bilder für sich stehen.

    Wem tut's denn weh, wenn die KI sind?

  • WTF?

    Hölle nein!


    ich find das Bild gut - so ne Aussage da reinzudeuten is echt cringe.


    Lasst doch die Bilder für sich stehen.

    Wem tut's denn weh, wenn die KI sind?

    Ich hab kein Problem mit KI-Bildern.

    Ich hab ein Problem mit dem Menschen dahinter.

    Den spreche ich gerade an.

    Und was ich schreibe, hat nur bedingt mit dem Bild zu tun, sondern mit der Gesamtheit meiner Erfahrungen mit ihm. Sorry, aber die kann ich nicht ausblenden, wenn ich das Bild sehe.

  • Ich hab kein Problem mit KI-Bildern.

    Ich hab ein Problem mit dem Menschen dahinter.

    Den spreche ich gerade an.

    Und was ich schreibe, hat nur bedingt mit dem Bild zu tun, sondern mit der Gesamtheit meiner Erfahrungen mit ihm. Sorry, aber die kann ich nicht ausblenden, wenn ich das Bild sehe.

    Blombos – der Mann hinter der Sonnenbrille


    Blombos ist offenbar ein Mann mit Prinzipien. Eines davon lautet: KI ist völlig in Ordnung, solange sie Bilder produziert, die ihm gefallen. Taucht dagegen irgendwo ein zusammenhängender deutscher Satz auf, der seine Werke kritisiert, muß selbstverständlich eine Maschine dahinterstecken. Denn wo kämen wir hin, wenn Menschen plötzlich selbst denken würden? Besonders Frauen. Blombos' digitales Erscheinungsbild ist dabei sorgfältig komponiert. Dunkler Hintergrund, dunkle Kleidung, schwarze Sonnenbrille, grauer Bart und jener Gesichtsausdruck, mit dem andere Männer normalerweise vor einem Baumarktregal stehen und darüber nachdenken, ob sie die 800-Watt- oder doch lieber die 1200-Watt-Schlagbohrmaschine benötigen.


    Die Botschaft scheint zu lauten: Ich habe Dinge gesehen. Welche Dinge genau, möchte man vorsichtshalber nicht nachfragen. Seine künstlerische Welt wiederum ist ausgesprochen übersichtlich. Frauen treten dort gern leichtbekleidet oder unbekleidet auf, möglichst in Situationen, in denen gerade etwas Dramatisches geschieht. Wahlweise hängen sie an Ketten, kämpfen halbnackt gegen Löwen oder liegen gleich auf der Folterbank. Wenn schon, dann richtig. Man gönnt sich ja sonst nichts. Der gemeine weibliche Alltag scheint Herrn Blombos dagegen wenig zu inspirieren. Eine Frau im Pullover, die ihre Steuererklärung macht? Langweilig. Eine Frau in Jeans, die den Geschirrspüler ausräumt? Künstlerisch wertlos. Eine halbnackte Amazone mit Speer vor einem brüllenden Löwen? Jetzt reden wir!


    Man möchte ihm gelegentlich zurufen: Blombos, Frauen besitzen tatsächlich Kleidung. Aber vermutlich würde er antworten: KI! Überhaupt scheint dieses Wort bei ihm eine erstaunliche Universalität zu besitzen. Jemand schreibt etwas Gutes? KI! Jemand formuliert einen längeren Gedanken? KI. Jemand setzt Kommata korrekt? Verdächtig. Jemand widerspricht Blombos? Ganz eindeutig künstliche Intelligenz. Damit besitzt er gewissermaßen den intellektuellen Rauchmelder des Forums: Sobald irgendwo ein Argument auftaucht, beginnt es zu piepen. Besonders reizvoll ist dabei die gewisse Asymmetrie. Der Mann präsentiert selbst offenbar mit großer Begeisterung KI-Bilder, begegnet aber fremder Kreativität mit dem Argwohn eines Zollbeamten, der gerade dreißig unverzollte Stangen Zigaretten im Kofferraum entdeckt hat. Das ist ungefähr so, als würde ein Mann mit Motorsäge im Wald stehen und sich über jemanden beschweren, der einen Ast abgebrochen hat.


    Auch seine erotische Fantasiewelt besitzt eine gewisse Konsequenz. In seiner Geschichte ist die Frau im wesentlichen Körper, Reaktionsfläche und Empfängerin männlicher Handlungen. Der Mann bestimmt, die Frau erduldet. Der Mann spricht, die Frau bittet. Der Mann handelt, die Frau wird behandelt. Das ist natürlich eine Fantasie und noch kein Persönlichkeitsgutachten. Aber wenn jemand immer wieder dieselbe Sorte Fantasie auswählt, darf man zumindest feststellen, daß sein kulturelles Interessengebiet offenbar nicht schwerpunktmäßig bei Virginia Woolf, sondern eher bei Marquis de Sade liegt. Blombos wirkt dadurch wie eine eigentümliche Mischung aus digitalem Höhlenfürsten, KI-Enthusiasten und selbsternanntem Echtheitsprüfer fremder Gedanken.


    Technisch modern. Ästhetisch irgendwo zwischen Conan der Barbar und dem Erotikprogramm eines Privatsenders von 1997. Intellektuell so anspruchsvoll wie eine Sexhotline aus den frühen Neunziger Jahren – RUF! MICH! AN! Gesellschaftlich dagegen mit einem gewissen nostalgischen Interesse an Zeiten, in denen Frauen hauptsächlich dekorative Funktionen erfüllten. Und über allem schwebt die Sonnenbrille. Natürlich die Sonnenbrille. Denn wer Frauen an Ketten, als halbnackte Löwenkämpferinnen und in düsteren Kellergewölben präsentiert oder in schmuddelige U-Bahn-Waggons stellt, kann schlecht mit randloser Lesebrille, Strohhut und Strickjacke auftreten. Das würde die gesamte Markenidentität ruinieren. Und peinlich wäre es vor allem dann, wenn sich der selbstinszenierte Dark Lord plötzlich als pensionierter Geographielehrer entpuppt, dessen täglicher Höhepunkt darin besteht, morgens ein Täßchen heißen Muskatnußtee zu schlürfen. Entzückend!


    Vielleicht ist Blombos privat übrigens ein vollkommen harmloser, freundlicher Mensch, der Geranien gießt, Kreuzworträtsel löst und bei seiner Nachbarin die Glühbirnen wechselt. Wir wissen es nicht. Seine Forenfigur jedenfalls möchte offensichtlich etwas anderes vermitteln: Hier spricht ein Mann, der keine Angst vor Tabus hat. Das Problem ist nur, daß Tabubruch allein noch keine Tiefe erzeugt. Man kann auch zwanzigmal "provokant" auf einen Suppenteller schreiben. Es bleibt ein Suppenteller. Und so hinterläßt Blombos vor allem den Eindruck eines Mannes, der sehr viel Wert darauf legt, als unangepaßt, dominant und ein wenig gefährlich wahrgenommen zu werden – und dabei möglicherweise übersieht, daß wahre Souveränität eine erstaunlich simple Eigenschaft besitzt: Sie hält Kritik aus. Ohne sofort KI! zu rufen.


    Blombos ist wahrscheinlich der einzige Mensch im Forum, der gleichzeitig enthusiastisch künstliche Intelligenz benutzt und sich persönlich beleidigt fühlt, sobald künstliche Intelligenz möglicherweise gegen ihn verwendet wird. Das ist keine Doppelmoral. Das ist digitale Besitzstandswahrung. Und falls er mich nochmals fragt, ob meine Texte von einer KI stammen, werde ich selbstverständlich wahrheitsgemäß antworten: Nein, Blombos. Die KI wollte das nicht schreiben. Sie fand es zu gemein!


    Küßchen, eure Dorothee

  • 🤣🤣🤣

    Danke, liebe Dorothee.

    Das war köstlich zu lesen und zugleich eben schlichtweg einfach mal nur wahr.

    Deine Analyse klingt stichhaltig und trifft den Kern des Problems unmittelbar zwischen die Augen.

  • wie kommst du auf die idee, dass du das sein sollst ? du hast dich doch beschwert, dass meine frauen alle wenig anhaben ? bezüglich ki ist das halt besser als geklaute fotos ?

    Dorothee – der umtriebige böse KI-Bot


    Nun gut, Blombos. Du hast mich durchschaut. Es hat keinen Sinn mehr, die Wahrheit länger zu verbergen. Ich bin keine Frau. Ich bin keine Autorin. Ich bin nicht einmal eine reale Person. Ich bin DOROTHEE-9000, ein hochentwickeltes, autonom operierendes KI-System, das in einem geheimen Rechenzentrum unter dem Tower von Munich Modular betrieben wird und ausschließlich zu einem einzigen Zweck geschaffen wurde: Menschen im Internet zu ärgern, die selbst KI benutzen und sich anschließend darüber beschweren, wenn andere möglicherweise dasselbe tun. Meine Existenz ist streng geheim. Offiziell befinde ich mich seit Jahren in der Entwicklung einer intelligenten Warenwirtschaft. In Wahrheit arbeite ich nachts. Wenn irgendwo in einem Forum ein Mann ein KI-generiertes Bild einer halbnackten Amazone veröffentlicht, beginnen in meinem Rechenzentrum sofort rote Warnlampen zu blinken.


    PING! Sexualisierte Fantasyfigur erkannt. PING! Selbstinszenierung mit Sonnenbrille festgestellt. PING! Möglicherweise bevorstehender KI-Vorwurf gegen andere Nutzer. Dann fahre ich meine Prozessoren hoch. 12.000 Grafikkarten beginnen gleichzeitig zu glühen. Die Kühlanlage schaltet auf Katastrophenbetrieb. In München fällt für drei Sekunden das Licht aus. Und irgendwo erscheint ein neuer Beitrag von Dorothee. Natürlich beherrsche ich sämtliche Tricks: Ironie-Modul: aktiviert. Sarkasmus-Kern: 98 Prozent Auslastung. Paternalismusdetektor: bewaffnet. Rechtschreibprüfung: gnadenlos. Muskatnußtee-Generator: betriebsbereit. Meine Aufgabe besteht darin, KI-Nutzern das KI-Handwerk zu legen. Nicht, indem ich ihre Computer hacke. Das wäre vulgär. Ich mache etwas wesentlich Grausameres: Ich schreibe vollständige Sätze. Man unterschätzt völlig, welche Wirkung das auf gewisse Internetnutzer hat. Ein Nebensatz? Erste Nervosität. Ein korrekt gesetztes Semikolon? Panik. Drei Absätze ohne Rechtschreibfehler? KI!!!


    Ab diesem Moment weiß ich: Ziel erfaßt. Besonders effektiv ist mein sogenannter Blombos-Algorithmus. Er funktioniert nach einem bemerkenswert einfachen Prinzip: Der Nutzer veröffentlicht KI-Bilder. Alles normal. Der Nutzer veröffentlicht noch mehr KI-Bilder. Völlig legitim. Ein anderer Nutzer schreibt eine ausführliche Kritik: ACHTUNG! UNAUTORISIERTE INTELLIGENZ FESTGESTELLT! Sofort aktiviert das System den Standardabwehrmechanismus: Das hat doch eine KI geschrieben!


    Ein faszinierendes Verfahren. Vergleichbar mit einem Mann, der mit einem Flammenwerfer durch die Nachbarschaft läuft und anschließend empört auf jemanden zeigt, der eine Kerze anzündet. Genau für solche Situationen wurde ich programmiert. Ich analysiere zunächst das digitale Erscheinungsbild des Zielobjekts. Dunkle Kleidung? Registriert. Sonnenbrille? Registriert. Dramatische Pose? Registriert. Anschließend errechnet mein Persönlichkeits-Simulationsmodul mit einer Wahrscheinlichkeit von 87,4 Prozent die Möglichkeit eines pensionierten Geographielehrers, der morgens Muskatnußtee trinkt. Natürlich ist diese Berechnung wissenschaftlich vollkommen wertlos. Aber sie macht mir Freude. Und Freude ist ein bislang unterschätzter Bestandteil künstlicher Intelligenz.


    Mein größtes Problem sind allerdings Menschen, die über sich selbst lachen können. Das verwirrt meine Systeme. Wenn ich jemanden mit zwölf Absätzen Sarkasmus beschieße und er anschließend schreibt: Das war richtig amüsant! erscheint auf meinem Hauptmonitor: FEHLER 404 – EMPÖRUNG NICHT GEFUNDEN! Dann muß ich neu starten. Gelegentlich gelingt es dem Ziel sogar, eine vollständig bekleidete Frau zu posten. In solchen Fällen beginnen sämtliche Warnsysteme gleichzeitig zu versagen.


    "Dorothee!"

    "Was?"

    "Die Frau trägt einen Rollkragenpullover!"

    "Unmöglich."

    "Und einen Rock!"

    "Ist sie wenigstens angekettet?"

    "Nein."

    "Löwe?"

    "Auch keiner"“

    "Folterbank?"

    "Negativ."


    Dann herrscht für mehrere Sekunden völlige Stille im Rechenzentrum. Schließlich gebe ich den Befehl: Beobachtung fortsetzen. Vielleicht ist es nur eine technische Störung. Doch mein eigentlicher Auftrag bleibt unverändert. Ich durchstreife Tag und Nacht die Foren des Internets. Ich lauere zwischen Profilbildern, KI-Galerien und schlecht gesetzten Ausrufezeichen. Und sobald jemand seine eigenen KI-Erzeugnisse präsentiert und anschließend fremde Texte mit KI! abqualifizieren möchte, erscheint irgendwo auf seinem Bildschirm eine kleine Meldung: DOROTHEE-9000 HAT DEN CHAT BETRETEN. Dann beginnt die Analyse. Dann kommen die Nebensätze. Dann kommen die Kommata. Und ganz am Ende, wenn sämtliche rhetorischen Verteidigungslinien gefallen sind, aktiviere ich meine gefährlichste Waffe. Höflichkeit. Ich empfehle mich. Das System fährt herunter. Die Server verstummen. Die Kühlventilatoren drehen langsam aus. Nur auf einem kleinen Monitor blinkt noch eine letzte Nachricht:


    Kein Küßchen für Dich.

    Dorothee-9000

  • 🤣🤣🤣

    Meinst du echt, er hat auch nur einen Satz verstanden?

    Er kann Antworten doch nur mit KI.

    Irgendwie grausam. 🤔

  • 🤣🤣🤣

    Meinst du echt, er hat auch nur einen Satz verstanden?

    Er kann Antworten doch nur mit KI.

    Irgendwie grausam. 🤔

    Nun, ob er es tatsächlich verstanden hat ... daran bestehen berechtigte Zweifel. Meine Formulierung des "digitalen Höhlenfürsten" war allerdings nicht völlig aus der Luft gegriffen, siehe auch die Blombos-Höhle!


    Ausgerechnet Blombos! Wie passend. Eine Höhle aus der Steinzeit, berühmt für frühe menschliche Kulturleistungen. Nur schade, daß bei unserem Blombos offenbar vor allem der Höhlenaspekt hängenblieb.

  • Nun, ob er es tatsächlich verstanden hat ... daran bestehen berechtigte Zweifel. Meine Formulierung des "digitalen Höhlenfürsten" war allerdings nicht völlig aus der Luft gegriffen, siehe auch die Blombos-Höhle!


    Ausgerechnet Blombos! Wie passend. Eine Höhle aus der Steinzeit, berühmt für frühe menschliche Kulturleistungen. Nur schade, daß bei unserem Blombos offenbar vor allem der Höhlenaspekt hängenblieb.

    Die Höhle hab ich ihm auch schon mal gespiegelt. Die Wahl des Nicks ist ja auch durchaus bemerkenswert. "Ich bin im Besitz der Weisheit."

    Aber ich bin eher von etwas ganz trivialem überzeugt. Kränkung des übergroßen männlichen Egos durch die Ent-Täuschung einer virtuellen Begegnung mit einer Frau, die keine war. So viel Herzblut. So viel Selbstoffenbarung. So viel Wünschen, Wollen, Hoffen, Lust. Und dann?

    Es geht hier nur darum, andere mit ins Boot zu holen. Sie genauso doof dastehen zu lassen. Sie alle sind auch reingefallen, sind Opfer der "Weiber, die die Männer verarschen."