Ich gebe dir recht mit dem gestörten Frauenbild.
Aber wenn das Thema einseitige weibliche Nacktheit ist, dann sind diese Frauen eher in einer Szene anzutreffen, wo es um Dominanz und Unterordnung geht.
Sicher gibt es da 100.000 Ausnahmen.
Deshalb sind hier in diesem Forum auch etliche Möchtegern-Doms.
Allerdings dachte ich ursprünglich, allein des Namens nach, dass es überwiegend um das Schamgefühl geht.
Das wiederum setzt nicht zwingend Nacktheit voraus.
Wenn ich das falsch sehe und ich bin recht neu hier, dann klärt mich diesbezüglich auf.
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Auf der Homepage von schambereich.org steht folgendes:
"Die Themen von Schambereich
Die Webseite Schambereich beschäftigt sich mit der Erotik in Situationen einseitiger weiblicher Nacktheit (CMNF steht für "Clothed Male, Naked oder Nude Female" und bedeutet aus dem Englischen übersetzt "bekleideter Mann, nackte Frau"). Im Gegensatz zu exhibitionistischen -, voyeuristischen -, oder BDSM Seiten wird hier versucht, die Erotik, die in den einzelnen Situationen zu finden ist, unvoreingenommen und jedesmal [sic] aufs Neue zu ergründen."
Das habe ich in Meta-Diskussionen darüber, welche Themen und Inhalte auf diese Plattform passen bzw. gehören und welche nicht, stets so ausgelegt, als dass Schambereich sich eben nicht als jeweils ausschließliche Exbitionismus-, Voyeurismus- oder BDSM-Seite versteht, sondern all diese - und alle nur irgendwie denkbaren anderen - Betrachtungsweisen, Spielarten, Zusammenhänge usw. einseitiger weiblicher Nacktheit - gleichermaßen und gleichberechtigt hier ihren Platz haben.
Insofern sind BDSM und D/s also definitiv Aspekte der "Erotik in Situationen einseitiger weiblicher Nacktheit", die hier in Form von realen Erfahrungsberichten oder fiktiven Geschichten, Diskussionen und Umfragen, graphischen Darstellungen usw. ausdrücklich behandelt werden können, dürfen und sollen.
Dabei aber sind doch, wenn man es einmal genau betrachtet, eigentlich auch diese beiden Begriff letztlich nur so etwas wie grobe Über-Kategorien, die wiederum eine breite Vielfalt an Themen, Motiven, Konstellationen, Praktiken, Einstellungen usw. erfassen:
Während ich persönlich z. B. keinerlei Interesse daran habe, egal in welcher Rolle in der Realität an entsprechenden Spielen teilzunehmen, beschäftigen mich durchaus von mir selbst erdachte, oder gesehene oder gelesene Szenen oder Geschichten, in denen Machtgebrauch (oder sogar -missbrauch) bzw. Ohnmacht, Scham, Erniedrigung u. ä. die oder eine zentrale Rolle spielen. Als Lesbe aber natürlich rein zwischen Frauen, und außerdem mit mir in der Rolle einer sozusagen unsichtbaren Beobachterin, die nach freiem Belieben mal mit der einen, und mal mit der anderen Seite sympathisiert und mitfühlt.
Zugleich mag ich aber genauso die Vorstellung von Situationen einseitiger weiblicher Nacktheit in rein romantischen, zärtlichen Kontexten.
Das sind nun lediglich zwei eigene, persönlichen Beispiele, welche Gedanken, Fantasien, Vorlieben eine Frau auf diese Plattform locken können, die - obwohl Macht/Ohnmacht und Scham in ihnen sogar durchaus eine Rolle spielen - nichts damit zu tun haben, selbst devot bzw. submissiv oder zeigefreudig zu sein.
Viele andere Beispiele werden hier leider niemals geschildert, sondern die Frauen, die sie uns erzählen könnten, registrieren sich erst gar nicht, oder melden sich nicht zu Wort - weil sie das Auftreten und Verhalten gewisser Männer abschreckt, für die Frauen nur ein Recht haben, Mitglied dieser Plattform bzw. dieses Forums zu sein, wenn sie sich ihnen als gefällige Lustobjekte zur Verfügung stellen, und ihnen insbesondere kostenlos eigene Nacktfotos zeigen.
Diese widerwärtige Einstellung rechtfertigen diese Typen bevorzugt mit dem vermeintlichen Axiom, Frauen, die sich hier beteiligten, müssten doch unterwürfig und zeigefreudig sein, denn was sollten sie sonst hier wollen?
Und wehe den Frauen, die sich tatsächlich als entsprechend veranlagt vorstellen oder zu erkennen geben, bei denen hauen diese Möchtegern-Doms dann erst so richtig auf die redensartliche Kacke, weil sie natürlich nicht den blassesten Schimmer haben von dem Respekt und Vertrauen, der Bereitschaft, Regeln zu akzeptieren und Grenzen zu achten, die eine Dom/Sub-Beziehung erfordern.
Für sie sind die Begriffe BDSM bzw. D/s nämlich bloß billige Rechtfertigungen ihrer zutiefst primitiven, frauenverachtenden Einstellung.