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  • All die genannten Punkte sind schon stimmig, bis auf die von Dir genannte Gewalt. Ich weiß sehr wohl auf was Du hinaus willst, ich selbst hab es gerne auch mal etwas härter und lass mich auch gerne überraschen, von einer Situation in die mich mein Partner führt. Das weiß er aber auch und er darf es auch, wenn nicht reicht ein Signal von mir und er hört sofort auf.

    Wegen meiner Überreaktion meines Körpers in manchen Situationen, bin ich eine Weile zur Psychotherapeutischen Sprechstunde gegangen. Meine Psychologin hat es mir so erklärt. Der weibliche Körper reagiert nich selten mit Erregung, auch in Situationen, in denen wir es garnicht wollen es. Es ist ein Schutz der da aktiviert wird, der mich vor Schaden bewahren soll. Ich werde Feucht obwohl ich eigentlich Angst verspüre, oder mich unwohl fühle.
    Ja ich mag es auch mich zu unterwerfen, die Führung abzugeben und auch die Kraft des Partners zu spüren.

    Ich liebe Sex aber immer einvernehmlich nie unter Gewalt. Das ist Gesetz.
    Nicht ohne Grund hatte ich gesagt, das deine Fantasien eine Gratwanderung sind und leicht jemand labiles, oder unter Alkohol und Drogen, dazu verleiten können, aus der Fantasie, Wirklichkeit werden zu lassen.
    Genau das ist es, wovor ich als Frau Angst habe….

  • Graf Orlof Teil 3 !



    „Setz dich“, wobei diese Silben keinen Raum für Widerrede ließ.

    Er deutete mit einer zitternden Klaue auf den Stuhl unmittelbar zu seiner Rechten an dem riesigen Tisch. Es war nicht die distanzierte Förmlichkeit der anderen Sitze; dieser war nah, innerhalb des trüben Lichtkreises der Kerzen, der ihn umgab. Sie bewegte sich auf Beinen, die sich nicht wie ihre eigenen anfühlten, während die silberne Schleppe hinter ihr wie ein Geist flüsterte. Sie setzte sich auf die Kante des mit Samt gepolsterten Sitzes, ihre Haltung steif.

    Er beobachtete sie, seine feuchten Augen blinzelten nicht. Dann nickte er leicht in Richtung der Schatten.

    Aus in den Stein versteckten Torbögen traten Diener hervor. Sie waren still, die Augen niedergeschlagen, und bewegten sich mit einer fließenden Effizienz, die sich anfühlte, als wäre sie über Jahrhunderte einstudiert worden. Sie trugen silberne Platten, beladen mit Speisen: Schichten von glänzendem Kaviar, durchscheinende Scheiben geräucherten Fisches, wie Blütenblätter angeordnet, winzige gebratene Vögel mit vergoldeten Füßen, Porzellansuppenkessel, aus denen duftende Suppen dampften. Der Tisch, eine Ödnis aus poliertem dunklem Holz, verwandelte sich in eine Landschaft der Opulenz.

    Ein Diener legte ihr eine Serviette aus schwerem Leinen auf den Schoß. Ein anderer füllte ein Kristallglas mit Wein in der Farbe von gebranntem Honig. Der Duft von Trüffel, Butter und eingekochtem Wein erfüllte die Luft, reichhaltig und süßlich. Für ein paar verwirrende Augenblicke wurde Tina von dem Spektakel mitgerissen. Der schiere, unmögliche Überfluss war hypnotisierend. Nach dem Terror, der Erniedrigung und den Berührungen von Fremden fühlte sich das wie eine Belohnung an. Eine schwindelerregende, berauschende Belohnung. Ein schwacher, hysterischer Funke der Aufregung flackerte in ihrer Brust. Das war die Kehrseite der Medaille. Der Luxus, den Viktor versprochen hatte. Sie nahm eine schwere Silbergabel in die Hand, ihre Finger schlossen sich um das kühle Gewicht.

    „Nein“, krächzte der alte Graf.

    Sie erstarrte, die Gabel auf halbem Weg zu einem Stück dunklem Brot.

    „Sie verkennen Ihren Platz, Fräulein.“ Er sah sie nicht an, sondern konzentrierte sich darauf, eine winzige Menge Kaviar auf einen Perlmuttlöffel zu schöpfen. „Der Stuhl dient Ihrer Haltung. Die Mahlzeit dient Ihrer Ernährung. Aber Ihre Position ist die der Unterwerfung.“

    Er winkte abweisend mit der Hand. Ein Diener entfernte rasch den Stuhl unter ihr. Tina schnappte nach Luft und stolperte leicht, als sie sich am Tischrand festhielt. Ein anderer Diener legte ein hartes, besticktes Kissen direkt auf den Boden zu Füßen des Grafen.

    „Da“, sagte er. „Knie nieder. Du wirst aus meiner Hand essen. Oder vom Boden. Deine Hände sind zum Dienen da, nicht zu deinem eigenen Vergnügen.“

    Der Funke der Aufregung erlosch, erstickt unter einer Welle kalter Demütigung. Die Pracht des Saals, das exquisite Essen – all das war nur eine reichhaltigere Kulisse für dasselbe Spiel. Sie sank auf das Kissen, das silberne Kleid legte sich um sie wie geschmolzenes Metall. Sie hielt den Blick auf die komplizierten Muster des Teppichs gerichtet, ein Kaleidoskop aus Jagdhunden und erlegten Hirschen.

    Das Abendessen ging weiter. Der Graf aß langsam und bedächtig und äußerte sich in die leere Luft hinein über den Jahrgang des Weins und die Herkunft des Wildbrets. Die Bediensteten reichten ihm einen Bissen nach dem anderen. Gelegentlich hielt er ein Stückchen Essen – ein Birnenstückchen, einen Käseschnitz – über die Armlehne seines Stuhls.

    „Öffne den Mund.“

    Tina neigte den Kopf nach hinten und öffnete den Mund wie ein Küken. Er ließ das Essen hineinfallen, wobei seine Fingerspitzen manchmal ihre Lippen streiften, die trocken wie Papier waren. Sie kaute, der Geschmack war wie Asche in ihrem Mund. Sie trank Wein aus einer flachen Schale, die auf dem Boden stand, und schlürfte daran wie ein Tier, um zu vermeiden, dass etwas auf das Kleid spritzte. Die Opulenz war nun eine Qual, jeder delikate Geschmack eine Schicht ihrer Erniedrigung. Sie war ein begehrtes Haustier bei einem üppigen Festmahl.

    Der Graf trank ein Glas eines klaren, goldenen Likörs aus, seufzte, und dann veränderte sich die Atmosphäre im Saal. Es war kaum wahrnehmbar. Die Diener hielten in ihrer ständigen Bewegung inne und wichen an die Wände zurück. Die flüsternde Stille wurde dichter. Die Lähmung des alten Mannes schien nachzulassen.

    Er hob die Hand, eine langsame, bedächtige Bewegung, und deutete auf die tiefsten Schatten am anderen Ende des Saals, jenseits der Reichweite der Kerzenleuchter.

    „Kommt“, rief er, wobei seine Stimme eine seltsame, metallische Kraft annahm.

    Aus der Dunkelheit lösten sich drei Gestalten und schlurften ins Licht. Sie waren nicht wie die gepflegten, stillen Diener. Dies waren Männer, geformt durch schwere Arbeit, älter, mit breiten, gebeugten Körpern, die gegen raue, schmutzige Tuniken und Hosen spannten. Sie rochen. Der Geruch erreichte Tina, noch bevor sie vollständig zum Vorschein kamen – eine kräftige Mischung aus Stallstroh, Pferdeschweiß, altem Mist und ungewaschener Haut. Ihre Gesichter waren rötlich und verwittert, die Nasen gebrochen, die Augen klein und glänzend vor einer vertrauten, hungrigen Trägheit. Sie waren die Schattenseite des Schlosses, seine vergessene Maschinerie, und sie hatten im Dunkeln gestanden und gewartet.

    Tinas Blut gefror zu Eis. Das Kniekissen kam ihr wie eine Falle vor.

    Die drei Stallknechte blieben ein paar Meter entfernt stehen, ihre massigen Körper versperrten das Kerzenlicht. Sie blickten den Grafen an, dann sie, und in ihren Gesichtern zeigte sich ein Ausdruck eifrigen, grausamen Verständnisses.

    „Die Kandidatin bedarf einer weiteren … Begutachtung“, verkündete der Graf, als würde er eine Kutsche bestellen. „Ihre mündliche Gehorsamkeit ist ungetestet. Ihre Demut muss vertieft werden. Sorgt dafür.“

    Einer von ihnen, ein Mann mit einem fettigen, graumelierten Bart und einem riesigen Bauch, grinste und entblößte schwarze Lücken zwischen seinen Zähnen. „Jawohl, Herr Graf.“

    Sie bewegten sich mit einer verblüffenden, koordinierten Schnelligkeit. Zwei von ihnen zogen Tina an den Armen auf die Beine. Der dritte, der Bärtige, fummelte an den Schnürsenkeln seiner Hose herum. Sein Geruch, der Geruch von ihnen allen, umhüllte sie – ein säuerlicher, animalischer Gestank, der ihr Übelkeit bereitete.

    „Bitte“, flüsterte sie, das Wort war dem Grafen zugedacht. Er sah nur zu, nippte an seinem Schnaps, sein Gesichtsausdruck zeugte von akademischem Interesse.

    Der bärtige Mann packte eine Handvoll ihres aufwendig frisierten Haares und riss ihren Kopf nach vorne. „Mach den Mund weit auf, Prinzessin.“ Sein Schwanz war dick, unbeschnitten und schmutzig und roch scharf nach Urin und Schweiß. Sie presste die Augen zusammen, als er seinen Schwanz in ihren Mund schob. Der Geschmack war widerlich, salzig und bitter.

    Er stieß grob zu, traf ihren Rachen, sodass sie würgen und röcheln musste. Die anderen beiden lachten und umklammerten ihre Arme fest.

    Als der erste Mann fertig war, grunzend und mit einem Erguss im Mund, stieß er sie von sich. Sie hustete heftig, würgte, Speichelfäden und Samen tropften von ihrem Kinn auf den silbernen Satin ihres Mieders.


    „Nun die anderen“, wies der Graf sanft an. „Untersuchen Sie sie gründlich.“

    Der zweite Mann, kleiner, aber kräftig gebaut, drehte sie um und drückte ihren Kopf in seine nackte Poritze. „Leck, Prinzessin!“ Der Befehl war eindeutig. Die Aufgabe war schlimmer. Der Schmutz war intim, überwältigend. Sie gehorchte, ihr Verstand zerbrach, distanzierte sich von der Handlung. Sie wurde zu einem Objekt, das eine Funktion erfüllte, ihr Bewusstsein verengte sich auf die körnige Textur, den stechenden Geschmack, das Geräusch ihres rauen Atems und den gelegentlichen Schluck des Grafen.


    „Genug“, sagte der alte Graf nach einer Weile. „Fahren Sie mit der Kernuntersuchung fort.“


    Sie zwangen sie auf Hände und Knie auf den kalten Marmorboden, mitten im verstreuten Prunk des Dinners. Die silberne Schleppe ihres Kleides wurde von ihren schweren Stiefeln zertreten. Der bärtige Mann kniete hinter ihr und riss den zarten Stoff über ihren Rücken und seine rauen, schwieligen Finger stocherten in ihrer Lustgrotte herum, und dann drang er mit einem brutalen Stoß in sie ein. Ihr Schrei wurde vom Boden erstickt.

    Sie wechselten sich ab. Einer nach dem anderen, jeder gewalttätiger als der vorherige, kämpften um die zwei Löcher, mit roher Effizienz. Die polierte Bühne und die muskulösen Darsteller der Premiere waren ein düsteres Ballett dagegen gewesen. Dies war ein Schlachthaus. Das Stöhnen, das Klatschen von Fleisch, die derben Witze in einem gutturalen Dialekt – es war die Zerstörung jedes letzten Anscheins von Zeremoniell. Ihr Anus schmerzte oder war es doch ihre Vagina, sie verlor den Überblick. Sie verlor die Zeit. Sie wurde zu einer rohen, gebrauchten Hülle, jeder Stoß eine Zerstörung.


    Schließlich waren sie fertig. Sie traten zurück, schlossen ihre Hosen und spuckten Tina ins Gesicht. Sie lag zusammengebrochen auf der Seite, um die Trümmer ihres Körpers gekrümmt. Ihr schönes Kleid war zerrissen, mit Schmutz und Flüssigkeiten beschmiert. Sie zitterte unkontrolliert, jeder Muskel erschöpft, jede Grenze ausgelöscht. Sie war ein zerbrochenes Wesen auf dem schwarzen Stein.


    Der Graf beobachtete sie, nickte langsam und winkte dann den Stallknechten ein letztes Mal, fast beiläufig zu.


    Der bärtige Mann kicherte. Er öffnete seine Hose erneut, ebenso die anderen beiden. Sie standen in einem groben Kreis über ihr.


    Der erste heiße, stechende Strahl Urin traf ihren Nacken und durchnässte ihr Haar. Der zweite spritzte über ihren Rücken und färbte den silbernen Satin dunkelgelb. Der dritte ergoss sich über ihr Gesicht. Es war warm, profan, eine letzte Taufe des Besitzes. Sie erleichterten sich an ihr mit befriedigten Stöhnen und markierten so das von ihnen verwüstete Gebiet. Der Ammoniakgeruch vermischte sich mit den noch vorhandenen Düften von Speisen und Parfüm.

    Als der letzte Tropfen versiegt war, drehten sie sich um und zogen sich beschämt in die Schatten zurück, aus denen sie gekommen waren. Ihr Lachen verhallte in der bedrückenden Stille der Halle. Der Graf stellte sein Glas mit einem leisen Klicken ab. Er blickte auf den zitternden, uringetränkten Haufen zu seinen Füßen.

    „Ausreichend“, verkündete er. „Das Vorstellungsgespräch läuft. Karell wird sie ins Bad führen.“

  • Verleumdung, Diskreditierung, Beleidigungen und am Ende der Geschichte eine Frau, die nur noch "ein zitternder, uringetränkter Haufen zu seinen Füßen ist."?

    Mir reicht's hier. 🤮

    Ich habe meine Geschichte hier rausgenommen, denn ich möchte nicht mit so etwas in Verbindung gebracht werden.

    Allen, die die hier dargestellten Visionen teilen, wünsche ich noch viel Vergnügen.

    Mein Avatar wurde von Zoé mit Hilfe von KI kreiert. Dazu musste sie mich mit Worten beschreiben.😵‍💫

    Ich finde, es ist ganz gut geworden, auch wenn die Person auf dem Bild mir nur sehr ähnlich sieht.😉

  • Graf Orlof Teil 4:



    Die Tür zum Speisesaal knallte schwer und dumpf und verschloss das Bild der Verwüstung. Karells Hand auf ihrem Arm war nicht sanft, aber anders als die krallenden Hände der Stallknüppel. Es war ein fester, unpersönlicher Druck, der eher führte als zerrte. Tina bewegte sich neben ihm her, wie eine Schlafwandlerin in einem beschmutzten silbernen Kleid. Ihr Körper war eine Landkarte der Schmerzen, ein ausgehöhltes Gefäß. Der kalte Verschluss war verschwunden, doch eine tiefere, beschämendere Leere blieb. Der Geruch – ihre eigene Haut trug nun den stechenden Ammoniakgeruch ihrer Markierung. Er haftete an ihrem Haar, ihrem Hals, den feuchten Flecken auf dem Kleid. Sie fixierte die unter ihr vorbeiziehenden Steinplatten, ein grauer Schleier. Sie stiegen nicht die große Treppe hinauf. Stattdessen führte Karell sie durch einen niedrigen, gewölbten Durchgang hinter einem Wandteppich, in die Adern des Schlosses, die nur den Bediensteten vorbehalten waren. Die Luft wurde kühler, feuchter. Das Blattgold und das polierte Holz der Verzierungen wichen grob behauenem Stein, dessen Mitte von Generationen von Schritten glatt geschliffen war. Die einzigen Geräusche waren das Schleifen von Karells Stiefeln, das Rascheln ihres eigenen, kaputten Zuges und das ferne, anhaltende Seufzen des Schlosses selbst.

    Nach dem Abstieg über eine spiralförmige Steintreppe betraten sie einen Teil des Schlosses, der uralt und urtümlich wirkte. Der Flur öffnete sich zu einem riesigen, gewölbten Raum – dem Baderaum. Es war eine von Menschenhand geschaffene Höhle, deren Wände aus rohem Kalkstein bestanden, durchzogen von Mineralien, und eine stetige, langsame Feuchtigkeit verströmten. Feuerschalen brannten mit einer niedrigen, orangefarbenen Flamme, deren Licht über die feuchten Oberflächen tanzte und lange, monströse Schatten warf. Die Luft war erfüllt vom Duft feuchter Erde, altem Zedernholz und darunter ein süßlicher Hauch von Lavendel und etwas Medizinischem, wie Myrrhe.

    In der Mitte des Raumes standen mehrere Marmorbecken, die in den Boden eingelassen waren. Eines der Becken dampfte, seine Oberfläche war von Öl und verstreuten Blütenblättern getrübt. Zwei Frauen warteten daneben, die Rücken gerade, die Hände über schlichten grauen Schürzen gefaltet. Sie waren älter, ihre Gesichter glatt und ausdruckslos wie Flusskiesel. Sie blickten nicht auf Tinas Gesicht, sondern nur auf ihre Aufgabe. Karell ließ ihren Arm los. „Sie werden dich vorbereiten“, sagte er mit tiefer, grollender Stimme in dem riesigen Raum. Er ging nicht weg. Er stellte sich am Eingang auf, ein monolithischer Wächter im flackernden Licht. Die Frauen näherten sich. Ihre Bewegungen waren synchron, effizient. Wortlos griffen ihre Hände nach den Verschlüssen des silbernen Kleides. Ihre Finger waren schnell, kalt. Sie zogen das beschmutzte Gewand von ihrer Haut und ließen es mit einem feuchten Klatschen auf den nassen Boden fallen. Sie reagierten weder auf den Zustand des Kleides noch auf ihren eigenen. Sie waren so unpersönlich wie der Stein selbst. Wieder nackt, zitternd in der feuchten Luft, wurde Tina zu dem dampfenden Becken geführt. Eine Hand drückte auf ihre Schulter und führte sie hinein. Das Wasser war fast schmerzhaft heiß. Es durchfuhr sie wie ein Schock, ein stechender Kontrast zu der kalten Demütigung, die ihr bis ins Mark gegangen war. Sie sank hinein, die Hitze brannte auf den wunden, gequälten Stellen und ließ sie scharf einatmen. Lavendelblüten wiegten sich an ihrem Kinn. Dann begann das Schrubben. Die Frauen nahmen jeweils ein raues Leinentuch und ein hartes Stück Seife, das stechend nach Lauge und Kräutern roch. Methodisch arbeiteten sie, die eine begann an ihrem linken Arm, die andere an ihrem rechten. Es gab keine Zärtlichkeit, keine Rücksicht auf ihre Empfindlichkeit. Das Tuch schabte über ihre Haut und rötete sie. Sie schrubbten ihren Hals, ihr Schlüsselbein, die Stellen, wo der Urin getrocknet und verkrustet war. Sie schrubbten ihren Rücken in breiten, rauen Kreisen. Sie wuschen ihr Haar, zogen ihren Kopf zurück, um ihn unterzutauchen, ihre kräftigen Finger massierten ihre Kopfhaut mit einer Kraft, die sich weniger wie Reinigung als vielmehr wie Bestrafung anfühlte. Sie löschten alles aus. Jeder Fleck, jeder Geruch, jede sichtbare Spur dessen, was im Saal geschehen war. Doch als ihre rauen Hände über ihre Brüste, ihren Bauch und zwischen ihre Beine glitten und mit brutaler, klinischer Gründlichkeit schrubbten, verstand Tina. Sie wuschen nicht die Übergriffe weg. Sie wuschen ihre Reaktion darauf weg. Sie machten sie sauber für das Nächste. Die Hitze, der Schmerz des Schrubbens – es war eine weitere Schicht der Unterwerfung. Sie schloss die Augen und trieb im glühenden Wasser, ließ sie ihre Gliedmaßen bewegen, ihren Kopf neigen, sich dem Wasserstrom öffnen. Ihr Geist zog sich immer weiter zurück, ein kleines, stilles Wesen, tief verborgen in einer Hülle aus geschrubbter, reiner Haut.

    Als sie zufrieden waren, zogen sie sie aus dem Bad. Das Wasser strömte in Strömen von ihr ab. Sie trockneten sie mit dicken, groben Handtüchern ab, mit denselben flinken, effizienten Bewegungen. Ihre Haut leuchtete rosa und fühlte sich überall wund an, als wäre ihr eine Schicht abgerissen worden.


    Aus einer einfachen Holztruhe holte eine der Frauen ein Kleidungsstück hervor. Es war ein Unterkleid, genäht aus einem so feinen Stoff, dass er fast durchsichtig war, ein blasser Cremeton, der kaum etwas verhüllte. Es glitt ihr über den Kopf, der Stoff hauchzart und kühl auf ihrer erhitzten Haut. Es hing gerade von ihren Schultern bis zur Mitte ihrer Oberschenkel, völlig schlicht, völlig enthüllend. Es war die Uniform einer Kandidatin zwischen den Prüfungen. Ihrer Würde beraubt, ihrer Identität beraubt, selbst des Anscheins von Schamgefühl beraubt.


    Karell bewegte sich. Er deutete mit dem Kopf auf einen weiteren gewölbten Durchgang im hinteren Teil des Baderaums. Die Mägde traten zurück, ihre Aufgabe erfüllt, ihre Blicke warnend.


    Er führte sie weder zurück zu den Bädern noch hinauf zum Speisesaal. Stattdessen gingen sie tiefer in einen anderen Flügel, in dem die Gänge breiter und die Decken höher wurden. Die Steine waren hier mit prächtigen, dunklen Wandteppichen bedeckt, die Jagdszenen darstellten und im flackernden Fackelschein fast lebendig wirkten. Die Luft verlor ihre feuchte Kühle und wurde wärmer, erfüllt vom Duft von Bienenwachs und getrocknetem Lavendel.

    Karell blieb vor zwei riesigen, geschnitzten Eichentüren stehen. Er stieß sie ohne anzuklopfen auf.

    Der dahinterliegende Raum war kolossal. Ein Kamin, so groß, dass man darin stehen konnte, beherbergte ein knisterndes, üppiges Feuer. Dessen Licht tanzte über die mit tiefblauer Seide behängten Wände und glitzerte auf einer überwältigenden Anzahl von Gegenständen: vergoldete Spiegel, Kristallkaraffen, kleine Uhren unter Glasglocken, Porzellanfiguren, die in zartem Lachen erstarrt waren. Ein dicker, gemusterter Teppich dämpfte ihre Schritte. In der Mitte des Raumes stand ein Bett. Es war ein gewaltiges, hoch aufragendes Gebilde aus dunklem Holz, verhüllt von schweren Samtvorhängen, die mit goldenen Kordeln zurückgebunden waren. Die Matratze war hoch mit Decken und Kissen bedeckt, die unglaublich weich aussahen.


    „Schlaf“, sagte Karell und deutete auf das Bett. „Du wirst nicht gestört.“

    Er erklärte nichts. Er stand einfach nur da und wartete, bis sie gehorchte. Der Prunk war ein Schock, ein körperlicher Schlag nach der Steinzelle, dem Waschbecken und dem Marmorboden. Es fühlte sich gefährlicher an als die offene Feindseligkeit des Speisesaals. Wie in Trance bewegte sie sich auf das Bett zu, ihre nackten Füße sanken in den Teppich. Die Laken waren kühl, das Leinen so fein, dass es sich wie Wasser anfühlte. Sie zog die schwere Decke über sich, deren Gewicht ihr spürbaren Trost spendete. Ihr Körper, stundenlang wie eine Feder angespannt, entspannte sich einfach. Das Feuerlicht zeichnete warme Umrisse auf den Baldachin darüber. Sie war bewusstlos, bevor Karells Schritte verklungen waren und die Tür mit einem leisen, letzten Klicken ins Schloss fiel.


    Sonnenlicht. Es war das Erste, was sie wahrnahm – echtes, goldenes Sonnenlicht, das auf die blaue Seidendecke fiel. Sie blinzelte, desorientiert, ihr Verstand mühte sich, das luxuriöse Zimmer mit den Erinnerungen der vergangenen Nacht in Einklang zu bringen. Für ein paar kostbare Sekunden gab es nur die Wärme und die Weichheit. Dann überkam sie alles mit voller Wucht, eine kalte Flut, die ihr den Magen zusammenkrampfte. Doch das Sonnenlicht blieb, eine unbestreitbare Tatsache.

    Auf einem niedrigen Stuhl am Fußende des Bettes lagen frische Kleider bereit. Keine Uniform, kein hauchzartes Unterkleid. Ein Kleid aus tief smaragdgrüner Wolle, fein gewebt, mit passendem Mantel. Saubere, schlichte Unterwäsche. Strümpfe. Robuste Lederschuhe. Die Normalität dessen war völlig bizarr.


    Als sie sich aufsetzte, öffnete sich die Tür. Ein anderes Dienstmädchen trat ein, jünger als die ausdruckslosen Frauen aus den Bädern. Sie schenkte ihr ein schüchternes Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte. „Ich werde Ihnen beim Anziehen helfen, gnädiges Fräulein. Danach werde ich Sie zum Frühstück begleiten.“

    Der Vorgang verlief ruhig und effizient. Das Wollkleid war weich, die Passform überraschend gut. Es bedeckte sie vom Hals über die Handgelenke bis zur Mitte der Wade. Sie fühlte sich darin wie in einer Rüstung. Das Dienstmädchen bürstete ihr Haar und band es schlicht mit einem dunklen Band zusammen. Es wurden keine Worte gewechselt. Als sie fertig war, führte das Mädchen sie hinaus, nicht durch das Labyrinth der Dienergänge, sondern durch die Haupthallen des Schlosses. Sonnenlicht strömte durch hohe Fenster und erhellte Porträts und Rüstungen. Es war eine andere Welt. Der Frühstücksraum war klein und gemütlich, mit einem runden Tisch für zwei Personen an einem Fenster mit Blick auf einen nebligen Garten. Und da war er. Der junge Graf. Viktor. Er stand auf, als sie eintrat, sein Blick zeugte von offener, warmherziger Besorgnis. Er sah genauso aus wie an jenem ersten Tag – gutaussehend, zugänglich, ein Hoffnungsschimmer.


    „Tina“, sagte er und zog ihr einen Stuhl zurecht. „Bitte, setzen Sie sich. Sie müssen hungrig sein.“ Es wurde Tee serviert. Ein weiterer Teller mit Eiern, Schinken, warmem Brot und Konfitüre. Die Gerüche waren intensiv, menschlich. Sie starrte auf das Essen, dann auf ihn.


    „Ich … ich verstehe nicht“, flüsterte sie mit heiserer Stimme.


    „Iss erst“, drängte er sie sanft. „Dann reden wir.“


    Sie aß. Sie konnte nicht anders. Das Essen war echt und gut, und ihr Körper verlangte danach. Er aß mit ihr und unterhielt sich leicht über das Wetter, den Garten vor dem Fenster. Die Normalität war wie ein löchriges Fliegengitter, und die Schrecken der letzten Nacht drangen durch jedes Loch. Schließlich legte sie die Gabel hin. Die Stille dehnte sich aus.


    „Letzte Nacht …“, begann sie, die Worte blieben ihr im Hals stecken.


    Er beugte sich vor, seine grauen Augen ernst. „Erzähl es mir.“


    Und sie tat es. Die Worte sprudelten in einem abgehackten, leisen Schwall heraus. Der Befehl, niederzuknien. Das Essen aus seinen Händen. Die Stallhände, die aus der Dunkelheit auftauchten. Ihre rauen, übelriechenden Hände. Ihr Missbrauch an ihr. Die letzte, erniedrigende Taufe. Sie sah ihn nicht an, während sie sprach, sondern konzentrierte sich auf einen Riss in der Holztischplatte. Sie erzählte ihm alles, die klinischen Details und die aufsteigende, erdrückende Scham.


    Als sie geendet hatte, kehrte Stille ein, nur unterbrochen vom leisen Zwitschern eines Vogels draußen. Sie wappnete sich für ihr Mitleid, ihren Ekel, ihre kalte Analyse.


    „Tina“, sagte er mit sanfter Ehrfurcht in der Stimme. „Das ist … bemerkenswert. Wirklich.“

    Sie fuhr herum. Er lächelte, ein aufrichtiges, bewunderndes Lächeln.


    „Die Methoden meines Onkels sind streng, ein Überbleibsel einer älteren Sensibilität. Aber ihr Zweck ist die Verfeinerung. Den alltäglichen Willen zu brechen, damit der stärkere Geist hervortreten kann.“ Er griff über den Tisch, seine Fingerspitzen streiften sanft ihren Handrücken. „Du hast durchgehalten. Du hast dich gefügt. Du bist nicht zerbrochen. Ich wusste, dass du diese Eigenschaft in dir trägst.“

    Sie starrte auf seine Hand auf ihrer. Seine Berührung war warm, trocken. Das Lob war wie ein Schlüssel, der sich tief in ihr in einem Schloss drehte und eine Tür zu einer verwirrten, beängstigenden Erleichterung öffnete.


    „Dann … ist es vorbei?“ Die Hoffnung war zerbrechlich, gefährlich.


    Viktors Lächeln wurde sanft, fast entschuldigend. „Es gibt noch eine letzte Prüfung. Heute Abend. Es ist der letzte Schritt, Tina. Der Höhepunkt.“ Er drückte ihre Hand. „Aber heute gehört dir. Sieh es als Ruhepause. Einen Tag, um neue Kraft zu schöpfen, um in der Sonne zu wandeln.“

    Er stand auf und bot ihr seinen Arm an. „Willst du mit mir gehen?“

    Wie betäubt nahm sie ihn an. Die Wolle seines Ärmels fühlte sich weich unter ihren Fingern an. Er führte sie aus dem Frühstückszimmer, nicht in die prunkvollen Hallen, sondern durch eine Seitentür hinaus in die frische Morgenluft. Sie gingen durch formale Gärten, vorbei an stillstehenden Brunnen, und auf Pfade, die in die weitläufigen Felder und Wälder des Anwesens führten. Er erzählte von dem Land, seiner Geschichte, und deutete auf einen Falken, der hoch oben kreiste. Er war charmant, aufmerksam, ein perfekter Begleiter. Das Sonnenlicht funkelte durch die kahlen Äste des Waldes, und für einen Moment vergaß sie fast alles um sich herum. Die saubere Luft in ihren Lungen, der feste Boden unter ihren neuen Schuhen, die Anwesenheit eines Mannes, der ihr nicht wehtat – all das ergab eine zerbrechliche, wunderschöne Lüge.


    Doch der Schatten des Schlosses ließ sie nie ganz los. Die Erinnerung an die Gewaltsamen, der Geschmack des Stalls, der Geruch ihrer eigenen Haut danach – all das lag unter der Oberfläche jedes ruhigen Augenblicks. Er fragte nicht mehr danach, und sie schwieg. Sie gingen in einer Blase erzwungenen Friedens, während die Sonne ihren Lauf nahm.


    Dann begann das Licht zu verblassen, es färbte sich von Gold über Orange zu einem kalten, tiefen Blau. Die Temperatur sank. Wie durch ein stilles Einverständnis drehten sie sich um und gingen zurück zum Schloss.


    Die vielen Fenster des Schloßes wirkten wie dunkle Nischen im Stein, doch als sie näher kamen, flackerten in einigen von ihnen Lichter auf.


    „Heute Abend“, sagte Viktor mit tiefer, ernster Stimme, als der große Eingang vor ihnen aufragte, „braucht es dein absolutes Vertrauen. Deine vollkommene Hingabe an den Prozess. Es wird eine Herausforderung auf andere Weise sein. Aber nach heute Abend, Tina, ändert sich alles.“ Er hielt ihr die Tür auf. Die warme, stille Luft des Schlossinneren umhüllte sie und trug die vertrauten Düfte von altem Stein, Wachs und etwas anderem mit sich – etwas leicht Metallisches, wie Vorfreude. Die prächtigen, ehrfurchtgebietenden Hallen verschlangen sie erneut. Der Tag war vorbei.