El Regalo de Cumpleaños

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    Klasse! Es gibt Geschichten, die sind einfach zu schön, um sie nicht zu erzählen. Leider geschieht das oft in reiner Nacherzählungsabsicht, und dann fällt der Vergleich mit den Vorlagen und anderen "Cover-Versionen" nicht sehr günstig aus.


    Nicht so bei romanowskys neustem Geniestreich: Da stimmt einfach alles! Sauber und handwerklich perfekt geschrieben. Lebendig und anschaulich erzählt. Eine gewisse Spannung in der Handlung. Und eine Schlusspointe, die zwar nicht gerade unter die realistischsten zählt, aber dafür richtig Freude macht!


    Ten points, Mr. romanowsky. :D


    Nico S.

  • Eine wundervolle Geschichte, in der Tat! Chapeau!Bravo romanowsky! :] 
    Daß Nico das gefallen würde, wußte ich sofort. Irgendwie erinnert es ja auch an seinen Klassiker "Görtlers Christkind"!


    Es wäre schön, hätte der SB mehr solche Geschichten!


    baer

    Lector, intende,
    laetaberis!
    (Lieber Leser, paß auf, Du wirst Deinen Spaß haben! – Apuleus)

  • Stimme Nico und baer zu, auch mir gefällt diese angenehm flüssig erzählte Geschichte außerordentlich gut.


    Zurzeit wird sie allerdings ein wenig downgevotet. Das wird sicherlich nicht an den wenigen Rechtschreibfehlern liegen. Oder doch? ?(


    Sehr guter, in sich schlüssiger Aufbau, nachvollziehbare Handlung, bis auf das Geburtstagsgeschenk realistisch wirkend, authentisch. Auch ohne den "üblicherweise" entsprechenden Wortschatz erotisch und animierend – eine ganz und gar überzeugende Arbeit.


    Kein Wermutstropfen (!), aber sie hätte gerne auch etwas, sogar viel, sehr viel länger sein dürfen. ;)


    Kompliment! :]

  • Zitat

    Original von mausbacher
    [...]
    Zurzeit wird sie allerdings ein wenig downgevotet. Das wird sicherlich nicht an den wenigen Rechtschreibfehlern liegen. Oder doch? ?( 
    [...]


    Soll ich mal gucken was da los ist? Hm...


    LG, Peter

  • Zitat

    Original PeterCarsten
    Soll ich mal gucken was da los ist? Hm...


    Glaube eher nicht, es hält sich ja im Rahmen. Die Votings haben eben u. a. mal mehr und mal weniger auch mit Anti- oder Sympathie oder einfach nur mit Gefallen/Nichtgefallen zu tun. Danke trotzdem!

  • Danke für eure Kommentare. Etwas verwundert bin ich jedoch darüber, dass ihr mir die Schlusspointe nicht abkaufen wollt. Für mich ist sie zwingend notwendig um die Geschichte glaubhaft zu machen.
    Da gibt es eine junge Frau, die den Vater einer Jugendfreundin ausgerechnet an seinem Geburtstag besucht. Den Mann hat sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen. Sie entblättert sich vor seinen Augen und verführt den alten Mann, weil sie sich unsterblich in ihn verliebt hat.
    Ich bitte euch! Von so was kann man(n) träumen, aber in der Realität? Absolut unwahrscheinlich! Es sei denn:
    Sie wurde geschickt!
    Sie tut es für Geld, oder eben um eine Schuld abzutragen.
    Damit bekommt die auf den ersten Blick erotische Geschichte (durchaus gewollt) einen bitteren Nachgeschmack. Einsamer Mann, Tochter bastelt an ihrer Kariere und will ihr schlechtes Gewissen mit außergewöhnlichem Geschenk beruhigen.

  • Da hat Romanowsky absolut recht! Ein anderes ändere wäre unrealistisch, auch wenn auch dieses unwahrscheinlich scheint! Aber insgesamt natürlich mal wieder eine Romanovsky Geschichte vom feinsten. Wie liebe ich diesen Autor und seine Schreibereien! Selbstverständlich wie immer 10 Punkte für Romanowsky!

  • Aber Du wirst sie doch wohl jetzt hoffentlich nicht in Frage stellen Deine Geschichte.....


    Vllt ist es das was sie ausmacht.


    Wobei das mit dem Schluß = bitter stimmt.


    Für manchen ist es so. Für den anderen bittersüß.


    Und nein - real finde ich sie nicht.
    Dennoch anspruchsvoll !

    Die großen Augenblicke sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut hätten.

  • Einen "bitteren Nachgeschmack" kann ich hier nicht nachvollziehen, Romanowsky.


    Hier wird doch lediglich ein gesellschaftliches Tabu ausgeblendet, das es uns in unserer heutigen Zeit verbietet, sexuelle Lust und Erleben einfach als etwas angenehmes zu empfinden und anzunehmen.


    Diesen Punkt ausgeblendet, ist es einfach eine sehr liebevolle Geste der Tochter, die um die Einsamkeit ihres Vaters weiß und ihm damit ein wunderbares Geschenk macht.
    Ein schönes, aufregendes oder spannendes Erlebnis zu verschenken ist heute sogar durchaus trendy ;)
    Wäre vielleicht ja mal was für Jochen Schweitzers Programm :D


    Das ganze mutet eben nur deshalb so surrealistisch an, weil die Gesellschaft ihren Jugendwahn mittlerweile als selbstverständlich nicht mehr hinterfragt und somit Verbindungen (auch lockere oder kurzfristige) zwischen "alt" und jung als wenn schon nicht verboten, so doch als ziemlich schräg ansieht.


    Und die weibliche Hauptfigur in dieser Erzählung machte auch keineswegs den Eindruck als täte sie nicht gern, was sie tut ;)

    Hier gibt es Leute, die im Namen der political Correctness ehrliche Menschlichkeit vernichten um sich zu profilieren.


    So lange diese wandelnde Beleidigung hier sein Unwesen treibt, bin ich hier weg!
    Ciao

  • Da ist noch was hinzuzufügen. ;)


    Den bitteren Nachgeschmack kann ich durchaus nachvollziehen, wenngleich er jedoch nicht zwingend erlesen werden muss, er nichtsdestotrotz sehr plausibel und auch am wahrscheinlichsten ist. Die Gedanken der Leserschaft sind unabhängig vom Gewollten des Autors aber frei, müssen es für die eigene Fantasiewelt gar sein.


    Ob jung oder alt spielt für mich da keine große Rolle, gesellschaftliche Konventionen hin oder her. Tabus setzt man sich meist selbst, und wenn sie wirklich auferlegt sein sollten, können sie gleichermaßen auch wieder abgelegt werden. Was interessiert mich die Gesellschaft, wenn ich weiß, was ich will und in der Lage bin, mein Leben und damit mich mit allem Drum und Dran zu leben/lieben?


    Ein wenig unrealistisch war für mich das Geschenk an sich. In meiner Gedankenwelt verschenkt eine Tochter zum einen nicht mal eben eine Nacht mit ihrer Freundin dem Vater zum Geburtstag, aus welchen Gewissensgründen oder Schuldgefühlen auch immer, zum anderen gäbe sich die (hier beschriebene) Freundin nicht unbedingt dafür her.


    Realitätsfremd oder nicht – ich maße mir nicht an, dies allgemeingültig beurteilen zu können – die Geschichte ist genauso wunderschön!

  • Hier in Bella Italia nennt man so etwas "amicizia con beneficio". Irgendeiner bezahlt immer, oder? Das muss doch nichts Schlechtes sein! Auch eine Ehefrau erwartet eine Kompensation! ;)


    Cordiali saluti della città di Romeo e Giulietta! :]


    baer

    Lector, intende,
    laetaberis!
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von baer66 ()

  • Hier im verträumt-romantischen Mausbach, unweit der schönsten und wohlhabendsten Metropole der Region, nennt man das schlicht Prostitution.


    Sex gegen Dienst- oder Sachleistungen als monetäre Äquivalente sind nichts anderes als Geschäfte, Kompensationsgeschäfte, derivative Geswitche mit Tarnkappencharakter. Und ja, es soll tatsächlich unter Eheleuten auch "tausch-käuflichen" Sex geben.


    So präferiere ich persönlich, dass Fredirike, wenn sie schon nicht grundsätzlich auf ältere Herren steht, eine alte Schuld abzutragen hat und sich eben nicht gegen ein entsprechendes Entgelt bezahlen, also prostituieren lässt. ;)


    Romanowskys Gedanke der finanziellen Entlohnung ist m. E. nicht wirklich glaubhaft mit der sympathischen Protagonistin unter einen Hut zu bringen.

  • Zitat

    Original von romanowsky
    Danke für eure Kommentare. Etwas verwundert bin ich jedoch darüber, dass ihr mir die Schlusspointe nicht abkaufen wollt. Für mich ist sie zwingend notwendig um die Geschichte glaubhaft zu machen.


    "Abgekauft" habe ich sie dir nur in sofern nicht, als ich sie eben für eine recht unwahrscheinliche halte. Ansonsten finde ich sie interessant, ungewöhnlich und im Rahmen einer Fiktion durchaus stimmig. Also nix per se an den Haaren Herbeigezogenes. Ich habe ja selbst hier schon in meiner Shame-Island-Interpretation "Alles Übungssache" den Sex mit der Freundin der Tochter zu einem wesentlichen Faktor im Storyverlauf gemacht - allerdings eben in der expliziten Kunstwelt von Shame Island.


    Was mir - nach längerem Überlegen - daran als unrealistisch in einem strengen Sinn einfiele, ist eben genau das Problem, das ich in der o.g. Story auch teilweise anspreche: Eine Freundin der Tochter, die der Vater von Kindesbeinen an kennt, ist fast genauso tabu wie die eigene Tochter (was in der traurigen Realität ja auch nicht immer funktioniert). Und dieses Tabu ggf. wird von beiden Seiten empfunden.


    Ich habe selbst schon erlebt, wie die Freundinnen der Tochter - im Pubertätsalter - meiner (Ex-) Freundin sich in Haushalt/Alltagsleben eingefügt haben. Da herrschte eine gegenseitige Vorsicht, die unterschwellig durchaus ein Bewusstsein der Un/Möglichkeiten dieser Konstellation beinhaltete. Was anderes wäre es vielleicht, wenn die Freundin in deiner Story eine Studienkollegin wäre, die der Vater auch erst als junge Frau kennengelernt hatte.


    Aber um das nochmal klar zu sagen: Ich halte deine Pointe zwar "auf dem letzten Meter" für unrealistisch, aber insgesamt eine gelungene und interessante Idee, diese Story abzuschließen. Ich hatte gerade erst kürzlich das - geringe - Vergnügen, eine Story mit ähnlichem Verlauf (junge Frau flüchtet sich bei miesem Wetter zu einem Bekannten, muss ihre Kleider trocknen etc.) aus meinem Verlag zu lesen, also eine, die als E-Book produziert ist, und die war - in jeder Hinsicht - erkennbar schwächer.


    Also: super Story, Herr romanowsky! :D


    Nico S.

  • Irgendwie interessant, Nico ^^
    Ich hätte nicht gedacht, dass du in manchen "Glaubensfragen" so fest positioniert bist, dass du Anderes gar als unrealistisch betrachtest :D


    Doch kann ich dir versichern, dass es Zeiten gibt, in denen das Tabu - von beiden Seiten aus - so manches Mal gern gebrochen würde... und manchmal auch wird...
    Das kommt eben ganz drauf an, ob "die Kleine" es erfolgreich fertigbringt, dass ER sie überhaupt als sexuelles Wesen wahrnimmt.
    Grundvoraussetzung ist natürlich auch, dass sie beide für die/den jeweils andere/n eine attraktive Erscheinung darstellen.
    Ich kannte jedenfalls seinerzeit keine einzige Mitschülerin, die nicht insgeheim irgendeinen mehr als erwachsenen Mann begehrt hat. Und diese waren durch die Bank weg in ähnlichen "Tabu-Positionen"; sei es der Sportlehrer, der Tanzlehrer, oder eben auch der Vater einer Freundin.
    Und erzähl DU mir nicht, ein erwachsener Mann würde gar nicht auf die Idee kommen, diese Mädchen genießen zu wollen ;)
    Die meisten halten sich doch lediglich zurück, weil es a) verboten ist und b) zu viel auf dem Spiel steht...

    Hier gibt es Leute, die im Namen der political Correctness ehrliche Menschlichkeit vernichten um sich zu profilieren.


    So lange diese wandelnde Beleidigung hier sein Unwesen treibt, bin ich hier weg!
    Ciao

  • Zitat

    Original von Leseratte
    Und erzähl DU mir nicht, ein erwachsener Mann würde gar nicht auf die Idee kommen, diese Mädchen genießen zu wollen ;)
    Die meisten halten sich doch lediglich zurück, weil es a) verboten ist und b) zu viel auf dem Spiel steht...


    Auf die Idee kommen ... eben. Ideen hab (und hatte) ich auch schon viele. ;)


    Wie oft soll ich noch wiederholen, dass ich die Story als insgesamt absolut Spitze empfinde und ihr ... was extrem selten vorkommt ... 10 Punkte gebe?


    Ich schildere in meinen Kommentaren einen subjektiven Eindruck und erhebe nirgends den Anspruch auf Unfehlbarkeit. Und ich bezeichne das Ende als durchaus gelungen und nachvollziehbar. Weshalb ich ... obwohl ich mich um eine sehr differenzierte und abgestufte Sicht bemühe ... mich dann nach einem simplen Schwarzweiß-Schema als "fest positionierter" Glaubenstäter bezeichnet finde, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.


    Nico S.

  • Zitat

    Original Leseratte zu NicoS
    Und erzähl DU mir nicht, ein erwachsener Mann würde gar nicht auf die Idee kommen, diese Mädchen genießen zu wollen ;)
    Die meisten halten sich doch lediglich zurück, weil es a) verboten ist und b) zu viel auf dem Spiel steht...


    Warum hast du nur so ein "eingefahrenes" Meinungsbild von den meisten Männern?


    Zugegeben, Mädchen im pubertären Alter können einen Gewissen Reiz auf viele Männer ausüben. Dass diese sich dann aber aus den von dir genannten Gründen nur zurücknehmen, halte ich doch für sehr einseitig, wenn nicht sogar in gewisser Weise männerabschätzig gedacht.


    Insoweit pflichte ich Nicos Tabuisierungsargumentation durchaus bei und reihe mich damit gerne in die Phalanx "fest positionierter Glaubenstäter" ein.


    Aber hier geht es jetzt nicht mehr um die Story. ;)

    Die begehrenswerteste aller Frauen ist die, mit der ich weinen kann.



    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von mausbacher ()

  • Nico, das war keineswegs beleidigend gemeint ;)



    Mausi, abgesehen davon, dass ich in der Tat nicht die allerbeste Meinung zum männlichen Geschlecht ansich habe - und auch durchaus (aus meiner Sicht) Ausnahmen bestätigen möchte - hat das gesagte ansich keineswegs etwas mit geringschätzender Meinung zu tun...
    Nicht zuletzt ist es doch die "moralische Fehlbarkeit", die wiederum dem weiblichen Geschlecht den Spaß an diesem Spiel bringt ;)


    Ich habe festgestellt, dass es wohl viel eher die Männer selbst sind, die geringschätzig über ihr eigenes Wesen denken.
    Anscheinend kommt es den Wenigsten in den Sinn, dass sie nicht Jäger und Weibchen die Opfer sind, die sich ihrer ständig erwehren müssen, sondern dass das Weibchen meist genauso gerne Schweinereien machen will... nur halt nicht unbedingt immer mit den Männchen, die das gerade wollen ;)

    Hier gibt es Leute, die im Namen der political Correctness ehrliche Menschlichkeit vernichten um sich zu profilieren.


    So lange diese wandelnde Beleidigung hier sein Unwesen treibt, bin ich hier weg!
    Ciao