Betrifft: Hartz IV

  • Die Geschichte ist auch politisch interessant. Wird die finanzielle Notlage einer Familie (Hartz IV) in verwerflicher Weise ausgenutzt, indem die junge Frau sich zu sexuell geprägten Handlungen hingeben muss, die sie unter normalen Umständen ablehnen würde? Oder ist es umgekehrt löblich, wie der jungen Frau die Möglichkeit geboten wird, ihr körperliches Kapital, das in der Spannung zwischen den Geschlechtern liegt, geldbringend einzusetzen?
    Die Frage hat sich, soweit ich vor einiger Zeit Medien entnehmen konnte, auch schon praktisch gestellt: einzelne Arbeitsämter haben arbeitslosen Frauen auch Jobs in Erotikmassagesalons und ähnlichem vermittelt, was zu Aufschreien bei auf Menschen- und insbesondere Frauenwürde sensibilisierten Organisationen geführt hat.

  • Nicht nur mit Hartz IV sind viele in einer finanziellen angespannten Lage. Diskutieren wir allgemeiner!


    Wenn es nie ein anderer erfahren könnte/würde.
    Wenn keine Gefahr für einen selbst bestehen würde.
    Wenn keine negativen Spätfolgen zu erwarten sind. (Stocker, Krankheit, Ruf, Gefängnis ...)


    Wo sind dann die Grenzen? Ist es dann fast nur eine Frage des Geldes oder des Vorteiles!? Ab welcher Summe wird jemand schwach?


    Ich weis von mehreren Fällen. Hab mit zwei gesprochen und eine hat es so formuliert: “Es wird von mal zu mal leichter - aber es kommt ein Zeitpunkt an dem frau meint sie zerbricht!”.


    Ich haben moralische Skrupel solche Avancen zu machen und selber wurde mir noch keine gemacht.


    Stellt Euch mal die Frage:” Unter welchen Rahmenbedingungen - ich mich, ab welchen Geldbetrag oder Vorteil - verkaufen würde!

  • Chiemgauer, du stellst die richtigen Fragen. Die Frage, ab wann und zu welchen Bedingungen eine Arbeit als Sexworkerin (in engerem oder weiterem Sinn) angenommen wird, ist eine verdammt schwierige für eine Frau, die in einer Notlage ist. Dies beginnt nicht erst bei der Arbeit im Salon oder in der Stripteasebar. Diese Frage stellt sich bereits der Serviererin in einer Gaststätte, welche vom Wirt "aufgemuntert" wird, eine Bluse mit weitem Ausschnitt oder ein Hemd mit den drei obersten Knöpfen offen oder ein kurzes Röckchen zu tragen, um den männlichen Gästen "etwas Freude" für Auge zu bereiten. Oder ebenfalls der Serviererin, ob sie schweigen soll, wenn ein besoffener Gast ihr den Po tätschelt.
    Jedenfalls ist es nicht damit getan, eine solche Frau an ihre "Würde als Frau" zu erinnern und ihr offen oder versteckt den Vorwurf zu machen, sie sei ein Flittchen, wenn sie nicht die Kraft hat, sich gegen körperliche Übergriffe zur Wehr zu setzen oder wenn sie aus ihrer Lebenssituation heraus in einer Art Güterabwägung sich entschliesst, ihren Körper als Geldquelle einzusetzen. Prostitution kann (zu Recht oder zu Unrecht, allenfalls kurzfristig) als würdevoller erscheinen, als jeden Cent fünfmal im Geldbeutel herumdrehen zu müssen oder bei Bekannten und beim Sozialamt um die Mittel zur Bestreitung des minimalen Lebensbedarfs zu betteln und sich dann allenfalls noch anhören zu müssen, dieses oder jenes sei nicht lebensnotwendig und sie müsse eben lernen, Verzicht zu leisten.

  • Unser Image pflegen wir bei bzw für die Menschen die uns kennen oder kennen könnten. Der Anstand wird von der “Gesellschaft” - auch von Fremden, von uns eingefordert . Die Würde ist unser intimstes.


    Dies erklärt das unterschiedliche Verhalten - bei unterschiedlicher Anonymität bzw. Verschwiegenheit! Besonders bei Frauen.


    Im Bekanntenkreis unnahbar. Beim Weggehen gelöst. Im anonymen Urlaubsort ohne Hemmung!


    All dies wird bei unterschiedlicher Finanz- und Lebenslage neu/anders abgewägt. Eine Bekannte von mir hat das gemacht. Weil kein Vermieter einer Alleinerziehenden Mutter von zwei problematischen Kindern eine Wohnung vermieten wollte - war sie ihrem dann gelegentlich willig - mit Duldung dessen Ehefrau. Wie auch ihrem Chef, um einen anderen besserbezahlten, frauenfreundlichen Arbeitsplatz zu bekommen.


    Die Serviererin von “cove” und die Franziska, von der Hartz IV - Geschichte lassen ihre Reize begaffen um mehr Geld zu verdienen. Für andere!?


    Der vollständigkeitshalber noch - Angst und Erpressung. Zugegeben, die Übergänge sind fliessend.

  • Die erste logische Fortführung der Geschichte, Hartz IV von SimonTabs, wäre dass der Herr Alexander Jung, die Franziska, diesen Patrick anbietet. Für diese Nacht oder gleich ganz.


    Patrick könnte ein Erwachsener sein oder er ist z.B. ein verklemmter, schüchterner, unerfahrener Sohn oder Neffe von Herrn Jung, um den sich Franziska kümmern soll. Das ist aber - mehr als unwahrscheinlich.

    Die zweite wäre - dieser Patrick existiert gar nicht - ist ein Alibi, dass Franziska bei Herrn Jung übernachten kann.


    Wie weit Franziska dabei ihre Unschuld verliert bestimmt der Autor.


    Franziska hat sich selber in diese Situation hinein gefügt - da sie Angst hatte, ansonsten den Arbeitsplatz zu verlieren. Herr Jung könnte die Rolle eines Mäzens einnehmen. Der Autor könnte ein Spannungsfeld aufbauen! Franziska ist auf der emotionalen Schiene zu greifen.


    Zum Beispiel: Er verschafft Franziskas Vater einen Job. So dass ihre Familie wieder “ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben” führen könnte. Wenn sie sich ihm hingibt und sein Geliebte, oder seine Gespielin, oder seine Sklavin wird!


    Geben und Nehmen! Vermutlich Illegal.

  • Ist die Schülerin Franziska ihrem Autor Simon zu jung?


    Jetzt, wo ein Spannungsfeld sich aufbaut. Simon Tabs ködert seine Leser an - hört beim Höhepunkt auf und überläßt die Fantasie seiner Leser die Fortsetzung.

  • *seufz* Achja...diese alten Männerfantasien!
    Sie, jung, arm, verletzlich, Klein Kindchen, auf der Suche nach Schutz.
    ER reich, potent, der "Helfer in der not" üüüüüüüüberhaupt nicht eigennützig. Im gegenteil ---> Selbstloser Retter einer jungen Dame mit Anhang!
    *GÄÄÄHN*
    Immer das gleiche hier! So schöne harmlose nette und liebe Geschichten!
    (*schluchz* ...und sie wollte doch nur das Brot für ihre Familie*heul*)
    Ach, Kinders, GET REAL!

  • Männerfantasien !?


    Nee - Beschützerinstinkt mit Egoistischer Ausprägung!


    Und Franziska ht jederzeit eine Wahlmöglichkeit. Mitmachen - oder gehn.


    Franziska hat die Wahlmöglichkeit! Was sie raushandelt, könnten wir im nächsten Teil lesen.


    Wenn SimonTabs eine Fortsetzung schreibt.

  • SimonTabs hat eine weitere Version der Geschichte bei texxxt.de unter den Namen "Hartz IV - Franzis Job" eingestellt.


    Unterschiede sind: Franziska ist 18. Die Geschichte ist länger. Es wird beschrieben wie Franziska Herrn Jung und PJ bewirtet und ihr dabei immer wieder Po und Brüste, aus dem zu knappen Kleid, herausrutschen.


    Hier endet die Geschichte mit:


    "Gegen Mitternacht dann erhebt sich der Hausherr: „So, ich denke wir machen Schluß. Franziska, würdest du bitte meinem Gast das Gästezimmer zeigen!“


    Fortsetzung folgt..."



  • Stimmt, da war ich ein kleines Stück weiter. Das will ich euch nicht vorenthalten. Sobald ich die Geschichte weitergeschrieben habe, lass ich es euch wissen, aber irgendwie komm ich z.Zt. nicht wirklich sinnig weiter. Ich produziere nix wirklich lesbares. Sorry.

  • Teil 1


    Es war ok, die Dramaturgie, die Steigerung gefällt mir, auch wenn die Geschichte sehr vorhersehbar ist. Die Problematik mit Hartz IV ist etwas zu kurz gekommen.


    Der Ausdruck ist in Ordnung, aber noch etwas holprig.


    Teil 2


    Das ist keine Geschichte, sondern eine Szene - und sehr, sehr wenig. Immer wieder wird das arme, schüchterne Mädchen betont... naja...

    Kommentatorin aus Leidenschaft :-)

    Frei nach Erich Kästner (Theorie) und Klaus Mann (Praxis):

     Schreibe nur über Dinge, die du selbst erlebt hast. Aber pass auf, dass sich keiner wieder erkennt :P