Das klingt sehr interessant, ist für mich als Yogini vielleicht genau das, was ich immer gesucht habe. Ich sehe es wie Ela und denke dass wir Mädchen uns wehrhafter machen sollten.💪
Hat die Kampfkunst, von der du sprichst, einen Namen, der mir da Orientierung bieten kann?
Der Oberbegriff für die chinesischen Kampfküste ist schon seit Jahrzehnten im Westen, und von dort witzigerweise mittlerweile reimportiert auch in China, Kung Fu oder Gongfu.
Unter diesem Oberbegriff gibt es zahlreiche verschiedene philosophische und regionale Stile.
Wie EvaEngel schon sagte, ist Tai Chi oder Tai Chi Chuan - manchmal auch Taiji bzw. Taijiquan geschrieben - ein aus bereits seit der Antike praktizierten Meditations- und Bewegungstechniken entwickelter Kampfkunststil, der darauf ausgelegt ist, durch Konzentration, Atmungsweise und komplexe Bewegungsabläufe zu einer innerlich ruhigen und unerschütterlichen Abwehr von Angriffen zu kommen, die den Angreifer ermüdet und letztlich zu einem vom Verteidiger auszunutzenden Fehler treibt.
Ich erlerne zum Vergleich dazu seit ca. 25 Jahren einen Stil des Shaolin Kung Fu, der - immer noch im Rahmen des friedliebenden Grundkonzepts der chinesischen Kampfkunst, versteht sich - konzeptionell darauf ausgelegt ist, einen Angreifer durch den relativ offensiven Einsatz überlegener Stärke und Geschwindigkeit bereits auszuschalten, noch bevor dieser seinen eigenen Angriff voll entfalten kann.
Wushu hingegen meint meistens einen im Gegensatz zu den traditionellen Kampfküsten, aus denen er unter dem Eindruck des Hongkong-Kinos und seiner westlichen Ableger (Bruce Lee, Jackie Chan u. ä.) entwickelt wurde, wettkampffähigen Kampfsport, der dabei besonderen Wert auf den Schauwert seiner Kämpfe für das Publikum legt.
Allerdings gibt es auch Kampfkunstschulen, die Kung Fu etwa unter der Bezeichnung "traditionelles Wushu" - in Abgrenzung zum oben beschriebenen "modernen Wushu" - lehren.