Lea & Max ("Auf Reisen." Teil 2)


  • Am nächsten Morgen werde ich von Kaffeeduft geweckt und höre zugleich das Knistern eines kleinen Lagerfeuers. Max hockt davor und stochert mit einem Stock in der Glut von gestern Abend herum, um sie wieder vollends zu neuem Leben zu erwecken. Eine kleine Flamme loderte bereits. Auf einem Metallgestell steht mittendrin eine Caffetiere, in der das Wasser schon kräftig am Blubbern ist. Der Kaffeeduft zieht mich magisch an und ich schlüpfe vorsichtig unter der Schlafsackhülle hervor, um Zoé nicht zu wecken. Ich fröstele leicht in der kühlen Morgenluft und überlege kurz, in meinem Rucksack nach meinem Pullover zu suchen, doch als mir klar wird, dass ich ihn ganz nach unten gestopft habe, lasse ich es sein. Außerdem ist der Rucksack im Bus und ich möchte Lea nicht wecken. Mein Kleidchen liegt noch irgendwo unten am Wasser, also setze ich mich, nackt wie ich bin, zu Max ans Feuer auf einen Baumstumpf. Schließlich hat er mich ja schon gestern Abend die ganze Zeit über nackt gesehen und sollte damit wohl kein Problem haben.

    Er scheint mein Nacktsein tatsächlich gar nicht zu bemerken, ist müde, hatte wahrscheinlich wenig Schlaf, wenn ich die Dauerhaftigkeit des Stöhnens in der letzten Nacht als Maßstab nehme. Lea und er waren sehr ausdauernd und auch sehr intensiv. So viel ungebremste Leidenschaft hätte ich den beiden gar nicht zugetraut, obwohl es eigentlich vor allem Lea war, die ich gehört habe. Doch jetzt gerade sieht Max eher aus wie ein schläfriger, alter Hund, und weniger wie der feurige Liebhaber, der Lea heute Nacht zu ekstatischen Schreien veranlasst hat.

    Ich schaue ihn an und denke, wie es wohl wäre, wenn er mit mir das machen würde, was er heute Nacht mit Lea gemacht hat. Zum ersten Mal, seit ich dich kenne, habe ich solche Gedanken bei einem anderen Mann als dir.

    “Morgen.” sage ich und meine Stimme klingt rau und kratzig.

    Max lächelt mich mitfühlend an und fragt: “Kaffee?”

    “Das wäre ganz wundervoll.” antworte ich und er greift nach einem Geschirrtuch, mit dessen Hilfe er die Caffetierra aus dem Feuer holt. Ich krame dabei in dem Seitenfach meines Rucksacks und hole meinen Tabak heraus. Ich drehe mir eine Zigarette, während Max mir Kaffee in einen großen Emaille-Becher gießt.

    “Zucker?” fragt er und deutet auf einen großen Haufen Papiertütchen, die in einem Korb auf dem Boden liegen. “Milch gibt's leider nicht.”

    “Ja, danke. Und Milch brauche ich nicht. Ich trinke ihn genau so am liebsten.”

    Er reicht mir den Korb und ich schütte den Inhalt von drei Tütchen in meinen Kaffee.

    Max stochert weiter im Feuer herum und schaut zwischendurch immer mal wieder zu mir herüber.

    “Darf ich dich was fragen?”

    Ich nicke.

    “Machst du das immer so?”

    “Was denn?”

    “Na so…ähm,... so ohne Höschen? Als du dein Kleid gestern ausgezogen hast,...na ja…, da habe ich gesehen,... dass du keins anhattest.”

    Er ist so süß verlegen bei seiner Frage, dass ich unwillkürlich lächeln muss.

    “Ich hab sowas gar nicht.”

    Max macht große Augen.

    “Wie? Du meinst…du hast…, gar keine dabei?”

    Ich schüttle den Kopf.

    “Und wenn du mal eins brauchst?”

    “Wozu?”

    Er nickt. Versteht anscheinend, was ich meine.

    “O.K.,...ähm…, darf ich dich noch etwas fragen?”

    Das Gespräch fängt an, mir richtig Spass zu machen. In Abwesenheit von Lea scheint Max leichter aus sich heraus zu kommen und ich habe gerade große Lust darauf, ihn ein bisschen aus der Reserve zu locken.

    “Klar,” sage ich. “Du darfst alles fragen, was du willst.”

    Max zögert noch einen Moment. Dann fasst er sich ein Herz.

    “Ähm …, also,...nicht das du denkst, ich hätte da absichtlich hingeguckt,... aber ich… hab’s halt gesehen.”

    Ich weiß genau, worauf er hinaus will, aber ich lasse ihn zappeln.

    Es macht mir Spaß, ein bisschen mit ihm zu spielen.

    “ Ähm… was ist…das da?”

    Er deutet zwischen meine Schenkel und mir wird bewusst, dass ich aus alter Gewohnheit mal wieder mit offenen Schenkeln da sitze. Es war eine weitere der Lektionen, die ich bei dir gelernt habe, und die mir in Fleisch und Blut übergegangen ist, niemals meine Schenkel zu schließen oder meine Beine übereinander zu schlagen. Du hast mich in meinen ersten Wochen bei dir in der Wohnung oft stundenlang in diesem Gebilde aus drei Stühlen sitzen lassen, bei dem ein Stuhl dazu da war, darauf zu sitzen, und die anderen beiden, die sehr weit auseinander standen, für meine Füße gedacht waren. Es bedurfte beinahe eines Spagats, um so dazusitzen, und mein Schlitz klaffte dabei jedes Mal auf wie ein Scheunentor. Ich habe noch nie irgendwelche Komplexe wegen meines Körpers gehabt und zeige mich gerne. Doch selbst für mich war es sehr gewöhnungsbedürftig, mein Geschlecht derart zu exponieren. Am Anfang hast du dies nur von mir verlangt, wenn wir alleine waren. Doch irgendwann hast du auch zugelassen, dass Gäste mich so zu Gesicht bekamen. Natürlich waren sie gute Freunde von dir, die daran keinen Anstoß nahmen. Aber für mich waren sie trotzdem Fremde, und ich empfand zum ersten Mal in meinem Leben so etwas wie Scham. Doch genau darum ging es dir ja. Heute bin ich vollkommen schamlos und das verdanke ich dir.

    Meine Schenkel öffnen sich beim Sitzen wie von selbst und das hat Max wohl nun zu unerwarteten Einblicken verholfen. Doch wahrscheinlich hat er ohnehin schon gestern beim Nacktbaden gesehen, was ihn jetzt so brennend interessiert. Doch auch jetzt komme ich ihm nicht entgegen. Ich möchte, dass er es ausspricht.

    “Was meinst du?” frage ich scheinheilig und er tut sich sichtlich schwer mit der Antwort.

    “Na,... die… Plakette…, da an deiner… Muschi.” bringt er schließlich heraus.

    “Was glaubst du?” fordere ich ihn heraus.

    “Was steht da drauf?

    Die Exhibitionistin in mir beginnt, in Jubelstürme auszubrechen. Ich weiss, dass ich hier gerade ein bisschen mit dem Feuer spiele, aber irgendwie kann ich gerade nicht anders. Etwas in mir will jetzt einfach nur flirten, verführen, will die Bestätigung dieses Mannes als begehrenswerte junge Frau, will seine Gier nach mir entfachen. Ich war immer nur auf dich fixiert, verliebt und ohne eine wirkliche Wahl. Doch jetzt will ich mich ausprobieren, will meine offensichtliche Macht über diesen jungen Mann aus vollem Herzen genießen.

    “Schau doch nach.” sage ich zu ihm und spreize einladend meine Schenkel noch ein bisschen mehr, während ich ihn herausfordernd angrinse.

    Max schaut mich mit großen Augen an, dann ein bisschen hektisch hinüber zum Bus.

    Dort rührt sich nichts.

    Lea ist wohl noch im Land der Träume. Man sieht ihm an, wie sehr er mit sich ringt.

    “Was ist?” fordere ich ihn heraus.

    Max schaut noch einmal zum Bus hinüber. Dann fasst er plötzlich Mut, rückt zu mir herüber und greift tatsächlich zwischen meine Schenkel, die er dabei unabsichtlich streift. Die zarte, kaum merkliche Berührung löst einen heftigen Schauer aus, der meinen Körper durchläuft und der leichte Zug an der Vorhaut meiner Lustperle lässt mich augenblicklich feucht werden.

    Begehre ich diesen Mann?

    Macht er mir tatsächlich Lust auf solche Schreie, wie ich sie heute Nacht von Lea gehört habe?

    Ist er es, der mich erregt oder einfach nur die Situation?

    Um die Inschrift zu lesen, muss er sich ein wenig herunterbeugen.

    Ich sitze mit weit gespreizten Beinen vor einem bis gestern noch völlig fremden Mann und seine Nase ist nur knapp zehn Zentimeter von meinem Geschlecht entfernt.

    Wenn er keinen Schnupfen hat, kann er meine Lust riechen.

    Und wenn er nicht blind ist, kann er sehen, das meine feucht glitzernde Spalte für ihn mehr als nur bereit ist.

    Er ist gerade mit seinem Kopf zwischen meinen Schenkeln angekommen, als plötzlich Leas Stimme ertönt.

    “Und? Was steht drauf?”

    Max zuckt zusammen und lässt augenblicklich die Plakette los.

    Er richtet sich ruckartig auf und eine satte Röte macht sich auf seinem Gesicht breit.

    Lea lacht herzlich und sehr laut über sein erschrockenes Gesicht. Sie kommt mit energischen Schritten auf und zu und ist vollkommen nackt.

    “Entspann dich!” sagt sie, immer noch lachend zu ihm. “Ich hab dir doch gesagt, du sollst sie fragen. Also, was steht drauf?”

    Er beugt sich erneut zwischen meinen Schenkeln nach unten, liest, stutzt, und liest noch einmal. Diesmal laut.




    Er schaut auf und zu Lea hinüber, die sie inzwischen zu uns gesetzt hat.

    Auch sie schaut ein wenig erstaunt drein, wirkt aber eher interessiert, als erschrocken.

    Sie rückt näher und nimmt Max die Plakette aus der Hand. Sie ist nun schon die zweite, die heute Morgen an meinem Geschlecht herumfummelt und inzwischen wünsche ich mir mehr als alles andere eine echte Berührung.

    “Eigentum?” fragt sie und ich nicke.

    Ich hatte diesen Teil unseres Zusammenlebens am Abend zuvor nur gestreift und nicht wirklich davon erzählt. Nun wird es sich wohl nicht mehr vermeiden lassen.

    “Der Mann, mit dem ich zusammenlebe, ist nicht nur mein Liebster.” sage ich zögerlich.

    ”Er ist auch mein Meister.”

    Lea zieht eine Augenbraue hoch.

    “Du meinst, du bist…sowas wie…eine Sklavin?”

    Genau da bin ich mir ja im Moment gar nicht mehr so sicher.

    Eigentlich wollte ich das alles mal für eine Weile hinter mir lassen.

    Du hast mir erlaubt, mein Halsband in Berlin zurückzulassen. Doch auf die Plakette hast du bestanden. Sie ist schließlich nicht so offensichtlich zu sehen, und doch holt mich mein bisheriges Leben schon am ersten Abend der Reise wieder ein.

    Ich wiege den Kopf bedächtig hin und her und zögere mit einer Antwort.

    Lea versteht sofort und sagt, beinahe entschuldigend: “Du musst nicht darüber reden, wenn du nicht willst. Sorry, aber ich bin einfach von Natur aus neugierig.”

    Ihr zerknirschter Gesichtsausdruck bringt mich ein wenig zum Schmunzeln und es tut mir fast leid, dass sie sich jetzt mit ihrer Frage unwohl fühlt.

    “Schon gut.” sage ich und lege ihr die Hand auf den Arm. “Ich weiß es nur gerade selber nicht mehr so richtig.”

    “Magst du darüber reden?” fragt Lea und legt ihre Hand auf meine. Das fühlt sich gut an und ich spüre, wie in mir das Vertrauen wächst. Ich mag die beiden und sie ganz besonders. Und irgendwie bin ich froh, dass mein Verführungsversuch mit Max nun ein Ende gefunden hat. Ich hätte ihr wohl kaum mehr so wie jetzt in die Augen sehen können, wenn er geklappt hätte.

    Lea und Max hören zu und unterbrechen mich nicht ein einziges Mal.

    Es tut gut, mir das alles einmal von der Seele zu quatschen und nicht sofort irgendwelche Meinungen und Ratschläge zu hören. Ich erzähle den beiden die ganze Geschichte, und formuliere dabei wie von selbst auch mir bis dahin weniger bewusste Gründe für diese Reise. Mit jedem Satz, den ich ausspreche, entsteht mehr Klarheit in meinen Gedanken und ich komme regelrecht in eine Art Flow.

    Am Ende fühle ich mich regelrecht leergequatscht und höre ganz von selber auf zu erzählen. Lea schaut mich eine ganze Weile lang schweigend und mit einem versonnenen Lächeln an an.

    “Schreibst du mir mal?” fragt sie dann mit einem Mal plötzlich. “Ich würde gerne erfahren, wie es mit dir und ihm weitergegangen ist.”

    Ich nicke und wir tauschen unsere Daten aus. Ich schreibe sie in mein Tagebuch, weil ich ja mein Handy in Berlin gelassen habe.

    Zoé hat sich inzwischen ziemlich verschlafen zu uns gesellt und nippt und pustet an ihrem Kaffee herum. Es ist ihr gar nicht in den Sinn gekommen, sich etwas anzuziehen und so sind wir sind

    wir, so wie schon gestern Abend, alle drei wieder in trauter Nacktheit vereint.

    Lea bemerkt das auch und hat plötzlich eine Idee.

    "Wie wär's, wenn wir bis München nackt bleiben?" schlägt sie vor und ich glaube fast, mich verhört zu haben. "Wir wechseln uns auf dem Beifahrersitz ab. Es sind noch ungefähr anderthalb Stunden bis München. Das wäre für jede von uns eine halbe Stunde."

    Jetzt bin ich wirklich platt. So etwas hatte ich nicht erwartet, als ich in diesen alten, klapprigen VW-Bus gestiegen bin. Doch die Exhibitionistin in mir ist natürlich sofort begeistert von der Idee.

    Wir frühstücken und räumen dann alles zusammen. Die letzte Etappe nach München beginnt.

    Wir haben ausgemacht, dass ich anfange, Zoé mich ablöst, und Lea am Schluss an der Reihe ist. Schließlich müssen wir ja als erste aussteigen und sollten dann wieder angezogen sein.

    Ich kletterte also auf den Beifahrersitz und Max kurvt zurück über die kleinen Wege auf die E 43. Es ist schon so einiges los, aber ich sitze hier im Bus doch ziemlich erhöht, was es den Fahrern der PKW’s fast unmöglich macht, mich zu sehen. Nur die Brummifahrer sitzen hoch genug um mich hier in meiner ganzen Blöße zu entdecken und das dann durch lautes, langgezogenes Hupen dem Rest der Welt zu verkünden. Es ist eine aufregende halbe Stunde. die ich auf diesem Beifahrersitz verbringe und die Exhibitionistin in mir ist Lea unendlich dankbar für diese Idee.

    Dann löst Zoé mich ab und ich kletterte wieder nach hinten zu Lea.

    “Und? Wie war’s?” fragt sie und grinst so breit, dass ihre Mundwinkel beinahe die Ohren erreichen.

    “Super.” antworte ich. “War ‘ne klasse Idee.”

    “Schreibst du mir wirklich?” fragt sie und ich nicke energisch.

    “Klar. Wenn ich sowas verspreche, halte ich es auch.”

    Lea freut sich sichtlich über diese Bestätigung und nimmt mich spontan in den Arm.

    Ich spüre ihre weichen Brüste an meinen und ihre Hände auf meinen Hüften. Sie drückt mich an sich und gibt mir einen sehr zarten Kuss auf den Mund.

    Dann löst sie sich wieder von mir und schaut mir tief in die Augen.

    “Gut, dass ich rechtzeitig gekommen bin und du Max nicht verführt hast. Das hätte ich dir sehr übel genommen.”

    Sie zwinkert mir zu und ich bin ganz ihrer Meinung.

    Sie nimmt mich noch einmal in neuen Arm und wir bleiben lange so sitzen.

    Dann löst sie Zoé ab und es wird langsam Zeit, uns wieder anzuziehen.

    In München wartet Mia auf uns, eine alte Schulfreundin von Zoé.

    Was wird uns wohl dort erwarten?

    Mein Avatar und alle Bilder in meinen Geschichten wurden von mir mit Zoé's Hilfe mit KI generiert. Sie sind Illustrationen und erheben keinen Anspruch darauf, Wirklichkeit abzubilden.