Der Pfad vom Bergsee führt uns zurück ins Tal, und statt zum Campingplatz biegen wir auf den schmalen Uferweg ab, der sich durch den Kiefernwald schlängelt. Nora geht voraus, ihre Schritte sicher auf dem weichen Boden aus Nadeln und Moos. Jule neben mir, ihre Schulter streift gelegentlich meine, wenn der Weg zu eng wird. Die Dunkelheit hat sich vollständig über den See gelegt, nur durchbrochen vom Sternenlicht, das durch die Lücken im Blätterdach fällt. Der Geruch von feuchter Erde und harzigem Kiefernholz liegt schwer in der Luft.
„Wir gehen nicht zurück", sagt Jule. Keine Frage. Ich blicke sie an, aber sie schaut auf den Weg.
Nora bleibt stehen an einer Lichtung, die zum See hin offen ist. Das Wasser reflektiert den Sternenhimmel wie flüssiges Quecksilber. Sie dreht sich um, stellt sich vor einen alten, moosbewachsenen Baumstamm und verschränkt die Arme. Nicht bedrohlich. Abwartend.
Jule bleibt stehen. Sie wendet sich mir zu. Das schmale Lederband um ihren Hals fängt einen Streifen Mondlicht, der Metallring schimmert.
„Miststück", sagt sie, und ihre Stimme ist leiser als sonst, vorsichtiger, als würde sie etwas aus einem Regal nehmen, das zerbrechlich ist. „Ich möchte dir etwas sagen. Über Nora und mich."
Ich stelle mich hin, meine Ledertasche an der Schulter, die Wollfasern meines Strickkleids warm gegen meine Haut. Der See rauscht leise am Ufer, eine sanfte, ununterbrochene Bewegung.
„Wir sind nicht nur zusammen", sagt Jule. „Wir sind offen. Wir suchen. Nach Menschen, nach Erfahrungen, nach Dingen, die wir allein nicht finden können." Sie streicht sich eine schwarze Haarsträhne hinter das Ohr. Ihre Finger zittern nicht, aber sie bewegen sich langsamer als sonst. „Nora hat mir das Band gegeben, als wir beschlossen, dass diese Reise nicht nur ein Urlaub sein soll. Es ist ein Versprechen. Nicht an Exklusivität. An Ehrlichkeit."
Nora sagt nichts. Sie beobachtet mich mit ihrer ruhigen, grauen Aufmerksamkeit, die ich in den letzten Tagen kennen gelernt habe – die Art, wie sie Dinge registriert, ohne sie zu bewerten, wie sie stillhält, während andere reden, und dann das sagt, woran man nicht vorbeikommt.
„Warum erzählst du mir das?", frage ich.
Jule tritt näher. Kiefernnadeln knirschen unter ihren Wanderschuhen. „Weil du nicht urteilst. Weil du zuhörst, wie andere atmen. Weil du –" Sie stockt. Zum ersten Mal seit ich sie kenne, sucht sie nach Worten. „Weil du in den letzten Tagen etwas geöffnet hast. Ich sehe es. Nora sieht es auch."
Ich schaue zu Nora. Sie nickt. Einmal, knapp, bestimmt.
„Wir möchten", sagt Jule, und jetzt ist die Zögerlichkeit verschwunden, ersetzt durch die gerade, offene Direktheit, die ich an ihr kenne, „dass du dich uns anschließt. Heute Nacht. Hier."
Das Rauschen des Sees füllt die Stille zwischen uns. Ein Uhu ruft irgendwo im Wald, weit weg und doch schmerzhaft nah in der Stille. Die Luft ist kühl, und ich spüre sie an meinem Hals, an meinen Handgelenken, dort, wo die Ärmel meines Strickkleids nicht ganz schließen.
„Was bedeutet das?", frage ich, und meine Stimme ist so ruhig, wie ich sie aus dem Archiv kenne – diese professionelle, gemessene Stimme, die ich jahrzehntelang benutzt habe, um Distanz zu wahren.
Nora löst sich vom Baumstamm. Sie geht auf uns zu, stellt sich hinter Jule, legt eine Hand auf ihre Schulter. Jule lehnt sich in die Berührung, eine fließende, geübte Bewegung, wie etwas, das tausendmal geübt wurde.
„Es bedeutet", sagt Nora, und ihre Stimme ist tief und präzise, jedes Konsonant scharf geschnitten, „dass wir dich in etwas einführen möchten, das du dir vielleicht nie erlaubt hast. Lust. Kontrolle. Die Aufgabe von Kontrolle." Ihre Hand gleitet von Julés Schulter zu ihrem Hals, ihre Finger legen sich um das Lederband, nicht fest, nur ruhend. Jule schließt für einen Moment die Augen. „Jule und ich haben diese Welt zusammen betreten. Wir wissen, was wir tun. Und wir sehen, dass du etwas in dir trägst, das hinaus will."
Mein Herz schlägt schneller, aber mein Gesicht bleibt still. Ich habe gelernt, still zu bleiben, wenn alles in mir laut wird. Die Archivarin in mir katalogisiert: zwei Frauen, Nacht, Wald, ein Angebot. Aber unter der Katalogisierung pulsiert etwas anderes, etwas, das nicht in Ordnung zu bringen ist.
„Ich bin siebenundfünfzig", sage ich.
Jule lächelt. „Ich weiß. Ich habe deine Geschichten gehört, Miststück. Von der Bibliothek, von Ks Blog, von dem Gefühl, dass dein Leben ein Regal ist, in dem alles an seinem Platz steht. Und dass dieser Platz dich erstickt."
Sie hat recht. Und dass sie recht hat, macht mir Angst. Nicht vor ihr. Vor der Genauigkeit, mit der sie mich liest.
„Ich weiß nicht, was ihr von mir erwartet", sage ich.
Nora löst ihre Hand von Julés Hals. Sie tritt an mir vorbei, und ich wende den Kopf, um ihr zu folgen. Sie geht zum Ufer, wo der Boden aus kleinen, runden Kieseln besteht, die im Mondlicht blass schimmern. Sie setzt sich auf einen flachen Stein, der über den See ragt.
„Komm her", sagt sie. Nicht laut. Nicht sanft. Ein Befehl, der sich wie eine Einladung anfühlt.
Ich gehe. Meine Wanderschuhe knirschen auf den Kieseln. Jule folgt mir, und ich spüre ihre Präsenz hinter mir wie Wärme von einem Feuer.
Ich stehe vor Nora. Sie blickt zu mir auf. Im Mondlicht sind ihre Augen heller als sonst, fast silbern.
„Setz dich", sagt sie.
Ich setze mich auf den Stein neben sie. Der Granit ist kühl durch mein Kleid hindurch. Der See liegt vor uns, still und dunkel, und der Himmel darüber ist so voller Sterne, dass er zu einer festen Masse aus Licht zu werden scheint.
„Miststück", sagt Nora, und sie sagt meinen Namen so, als wäre er etwas, das sie auf der Zunge zergehen lässt. „Ich werde dir etwas fragen. Du musst nicht antworten. Aber wenn du antwortest, antworte ehrlich."
Ich nicke.
„Gehst du manchmal in dich und spürst etwas, das dich erschreckt? Etwas, das nicht in dein Bild von dir selbst passt?"
Das Ufer. Die Sterne. Julés Atem hinter mir. Und mitten in dieser Stille bröckelt etwas in mir, eine Mauer, die ich so sorgfältig aufgeschichtet habe, Schicht für Schicht, Jahr für Jahr, aus Kompetenz und Ordnung und der ständigen, leisen Überzeugung, dass Kontrolle dasselbe ist wie Sicherheit.
„Ja", sage ich.
Nora legt ihre Hand auf meine. Ihre Finger sind kühler als die Nachtluft, schmal und präzise. „Das ist alles, was wir wissen wollten."
Jule setzt sich auf meine andere Seite. Drei Frauen auf einem Stein über einem See, und die Welt um uns herum besteht nur aus Wasser und Sternen und dem Geruch von Kiefern.
„Wir machen das nicht leichtsinnig", sagt Jule. „Nora und ich, wir haben Regeln. Wir haben Worte, die alles stoppen. Wir haben gelernt, aufeinander zu achten. Und heute achten wir auf dich." Sie legt ihre Hand auf mein Knie, über dem Stoff des Strickkleids. Die Berührung ist leicht, fast nichts, und doch spüre ich sie bis in die Wurzeln meiner Zähne. „Wenn du nein sagst, gehen wir zurück. Trinken Wein. Reden über Bücher. Nichts ändert sich."
„Und wenn ich nicht nein sage?"
Nora drückt meine Hand. „Dann vertraust du uns. Und wir zeigen dir etwas."
Ich schaue auf den See. Das Wasser bewegt sich in einem Rhythmus, der älter ist als alles, was ich kenne. Meine Hände, die jahrzehntelang alte Dokumente berührt haben, die vorsichtig waren, die wussten, dass ein falscher Druck etwas unwiederbringlich zerstören kann – diese Hände liegen jetzt zwischen den Händen von zwei Frauen, die mir etwas anbieten, das ich nie gesucht habe und das mir doch vorkommt wie etwas, das immer auf mich gewartet hat.
„Ich habe Angst", sage ich. Nicht, weil sie es wissen müssen. Weil ich es aussprechen muss, um es zu überqueren.
„Gut", sagt Nora. Sie hebt ihre freie Hand und streicht mir eine graue Haarsträhne aus der Stirn. Die Berührung ist so unerwartet zärtlich, dass ich den Atem anhalte. „Angst bedeutet, dass es wichtig ist."
Jule steht auf. Sie stellt sich vor mich, ihre Silhouette gegen den Sternenhimmel. Sie zieht ihr T-Shirt über den Kopf, langsam, und legt es gefaltet auf den Stein. Unter dem Sternenlicht ist ihre Haut dunkel, die Konturen ihres Körpers klar und weich zugleich. Sie trägt keinen BH. Ihre Brüste sind klein und fest, die Brustwarzen hart in der kühlen Luft.
„Wir fangen langsam an", sagt sie. Sie kniet sich vor mich, zwischen meine Knie. Ihre Hände legen sich auf meine Oberschenkel, und ich spüre ihre Wärme durch den Wollstoff. „Nur das, was du willst."
Ich schaue zu Nora. Sie sitzt neben mir, aufrecht und aufmerksam, und ihre Augen haben eine Intensität, die mir den Atem raubt – nicht wild, nicht aggressiv, sondern die Intensität von jemandem, der genau weiß, was er tut.
„Schau mich an", sagt Jule. Ich senke den Blick zu ihr. Ihre dunklen Augen sind nah, so nah, dass ich die einzelnen Wimpern sehen kann, die feine Linie ihrer Brauen, den kleinen Mund, der sich öffnet, als sie spricht. „Darf ich dich küssen?"
Mein Mund ist trocken. Meine Hände, die zwischen Noras Fingern liegen, zittern. Ich nicke.
Jule küsst mich. Ihre Lippen sind warm und weich und schmecken nach Rotwein und nach etwas, das ich nicht benennen kann – etwas Erdiges, etwas, das zu dieser Nacht und diesem Wald und diesem See gehört. Sie küsst mich nicht fordernd, nicht eilig. Sie küsst mich wie jemand, der eine Tür öffnet und wartet, ob man hindurchgeht.
Ich gehe hindurch.
Meine Lippen öffnen sich, und Julés Zunge streift über meine Unterlippe, ein winziger Geschmack, ein Versprechen. Ich stöhne, und der Ton ist fremd in meinen Ohren, tief und rau, ein Ton, den ich von mir selbst nicht kenne. Jule lächelt gegen meinen Mund.
„Da bist du", flüstert sie.
Noras Hand löst sich von meiner. Ich spüre, wie sie aufsteht, wie sich der Stein neben mir leicht bewegt. Dann spüre ich ihre Hand in meinem Nacken, unter dem kurzen grauen Haar, fest und sicher. Nicht ziehend. Haltend. Besitzergreifend.
„Du gehörst jetzt uns", sagt Nora, und ihre Stimme ist so nah an meinem Ohr, dass ich ihren Atem spüre, warm gegen die kühle Haut. „Beide. Für diese Nacht."
Jule küsst mich wieder, tiefer diesmal, ihre Zunge gleitet in meinen Mund, und ich öffne mich ihr, mein Atem beschleunigt, meine Hände, die sich auf ihre Schultern stützen, greifen fester. Noras Finger in meinem Nacken wandern nach unten, über meinen Hals, über den Stoff meines Kleides, und ich spüre, wie sie das Kleid an der Seite fasst und nach oben schiebt.
„Wir nehmen das hier weg", sagt Nora. Keine Frage.
Ich hebe die Arme. Jule löst sich von meinem Mund, und Nora zieht das Strickkleid über meinen Kopf. Die Nachtluft trifft meine Haut, und ich fröstle – nicht nur von der Kühle. Von der Nacktheit. Von der Verletzlichkeit. Ich trage einen schlichten weißen Baumwoll-BH und meine dicken wolligen Socken, und sonst nichts.
Jule atmet ein. „Du bist schön", sagt sie, und in ihrer Stimme liegt etwas, das nicht nur Bewunderung ist, sondern auch Staunen, als hätte sie nicht erwartet, was sie sieht.
Ich will etwas sagen, etwas Rationelles, etwas, das die Spannung bricht, aber Nora legt mir einen Finger auf die Lippen. „Still", sagt sie. „Du denkst zu viel."
Sie öffnet meinen BH. Ihre Finger sind geübt, die Bewegung schnell und präzise, und der BH fällt zur Seite. Meine Brüste sind frei, groß und weich, die Brustwarzen in der kühlen Luft hart und dunkel. Jule senkt den Kopf und küsst eine, und ich keuche auf, weil die Empfindung – der warme Mund auf der empfindlichen Haut, die Zunge, die über die Brustwarze kreist – so unerwartet intensiv ist, dass es durch meinen ganzen Körper schießt.
„Verdammt", sage ich, und das Wort kommt von irgendwo tief in mir, aus einem Ort, den ich jahrzehntelang versiegelt habe.
Nora lacht leise hinter mir. „Da ist sie", sagt sie. „Die, die nicht katalogisiert."
Jule saugt an meiner Brustwarze, und ihre Hand massiert die andere Brust, und ich spüre, wie sich mein Becken hebt, wie meine Schenkel sich öffnen, ohne dass ich es befehle. Nora kniet sich hinter mich, und ich spüre ihren Körper an meinem Rücken, ihre Brüste durch den Stoff ihres Hemdes, ihre Hände, die über meine Rippen gleiten, über meinen Bauch, bis zum Bund meiner Socken.
„Darf ich?", fragt Nora, ihre Finger unter dem Bund.
„Ja", sage ich, und meine Stimme bricht auf dem Konsonanten.
Nora zieht die Socken aus, langsam, eine nach der anderen, und ich spüre ihre Finger an meinen Waden, an meinen Knöcheln, an den Fußsohlen, und jeder Berührungspunkt sendet ein Signal nach oben, in meinen Kern, der warm und nass wird.
Ich sitze jetzt nackt auf dem Stein, zwischen zwei Frauen, unter einem Sternenhimmel, und die Kühle der Nacht und die Wärme ihrer Körper vermischen sich auf meiner Haut wie zwei Sprachen, die ich gleichzeitig spreche.
Jule richtet sich auf. Sie öffnet ihre Jeans, zieht sie aus, dann ihre Unterwäsche. Sie steht vor mir, nackt, ihre schlanke Figur im Mondlicht, der Schatten zwischen ihren Schenkeln dunkel und verheißungsvoll. Das Lederband um ihren Hals schimmert.
Nora steht auf, zieht ihr Hemd aus, dann ihre Hose. Sie ist schlank und muskulös, ihre Brüste klein und rund, und zwischen ihren Beinen ist eine feine aschblonde Behaarung sichtbar.
Sie kommen auf mich zu. Jule von vorn, Nora von der Seite.
„Auf den Rücken", sagt Nora.
Ich lege mich auf den Stein. Er ist kühl und rau unter meinem Rücken, und der Sternenhimmel dreht sich über mir wie ein riesiges Rad. Jule kniet sich über mich, ihre Schenkel auf beiden Seiten meines Gesichts, und ich sehe ihr Geschlecht vor mir – feucht, dunkel, duftend nach Moos und Salz und etwas Blumigem.
„Du musst nicht –", beginnt Jule, aber Nora sagt: „Sie will."
Und ich will. Ich hebe den Kopf und strecke die Zunge heraus und lecke über Julés Schamlippen, und der Geschmack explodiert in meinem Mund – salzig, süß, nass. Jule stöhnt auf, und ihre Hüften senken sich tiefer, und ich öffne meinen Mund und ziehe sie an mich, sauge an ihren Schamlippen, lasse meine Zunge zwischen sie gleiten, bis ich ihre Klitoris finde, hart und geschwollen unter meiner Zunge.
„Verdammt, Miststück", keucht Jule, und ihre Hände greifen nach meinem Haar, halten meinen Kopf fest, während sie sich gegen meinen Mund reibt. „Du machst das so gut."
Noras Hände sind auf meinen Schenkeln, schieben sie auseinander, und dann spüre ich ihren Mund – warm, nass, präzise – auf meiner eigenen Muschel. Ihre Zunge teilt meine Schamlippen, und ich schreie auf in Julés Muschel weil die Empfindung so überwältigend ist, so präzise, als hätte Nora eine Karte meiner Nervenenden und folgte ihr Punkt für Punkt.
Wir sind ein Dreieck aus Körpern und Münden und Händen, auf einem Stein über einem See, und die Sterne sehen zu. Jule reitet mein Gesicht, ihre Muschel trieft auf meine Zunge, und Nora leckt mich, ihre Zunge tief in meiner Öffnung, dann über meine Klitoris, dann wieder hinein, und ich komme, und es ist wie ein Erdbeben, das von meinem Zentrum aus nach außen rollt, durch meine Beine, durch meinen Bauch, durch meine Brüste, und ich schreie, und mein Schrei geht in Julés nasse Muschel, und Jule kommt auch, ihre Säfte laufen über mein Kinn, über meine Wangen, und sie zittert über mir.
Nora richtet sich auf. Ihr Gesicht ist nass von mir, glänzend im Mondlicht, und sie leckt ihre Lippen. „Mehr", sagt sie.
Ich keuche. Mein Körper zittert. Aber Noras Augen sagen mir, dass das erst der Anfang war.
Jule rollt sich von mir und legt sich neben mich, ihre Hand auf meiner Brust, ihr Mund an meinem Ohr. „Du bist so heiß", flüstert sie. „Deine Zunge in meiner Muschel – ich konnte nicht anders, als zu kommen."
Nora steht auf und geht zu ihrer Hose. Sie greift in eine Tasche und holt etwas heraus, das im Mondlicht schimmert – ein schmaler, schwarzer Riemen mit einem Dildo, nicht zu groß, aber bestimmt. Sie zieht ihn an, und das Band spannt sich um ihre Hüften, und der Dildo ragt vor ihr auf, hart und bereit.
„Jetzt", sagt Nora, „lernst du, was es heißt, dich zu übergeben."
Sie kommt zurück, stellt sich zwischen meine Beine, die noch offen sind, und ich sehe den Dildo vor mir, und etwas in mir zieht sich zusammen – Angst, Begierde, beides gleichzeitig. Jule streichelt meine Brust, ihre Finger auf meiner Brustwarze, und ich bebe.
Nora kniet sich zwischen meine Schenkel. Sie führt den Dildo an meine Öffnung, und ich spüre die Spitze an meinen Schamlippen, hart und glatt. Sie schiebt sie hinein, langsam, Zentimeter um Zentimeter, und ich dehne mich um sie, und die Füllung ist überwältigend – nicht schmerzhaft, aber intensiv, eine Präsenz in mir, die mich aufteilt und öffnet.
„Verdammt", stöhne ich. „Verdammt, verdammt –"
„Nimm es", sagt Nora. „Ganz."
Sie schiebt tiefer, bis sie ganz in mir ist, und ich spüre den Riemen an meinen Schamlippen, spüre, wie sie sich an mir reibt, wenn sie sich bewegt. Sie zieht zurück und stößt wieder vor, und der Rhythmus baut sich auf, langsam zuerst, dann schneller, härter, und jeder Stoß sendet eine Welle durch meinen Körper, von meiner Muschel bis zu meinen Brüsten bis zu meinem Kopf, der auf dem Stein liegt und zu den Sternen schaut.
Jule küsst mich, ihre Zunge in meinem Mund, und ich schmecke mich selbst auf ihren Lippen – meine Säfte, gemischt mit ihren. Ihre Hand massiert meine Brust, und Nora fickt mich, und ich komme wieder, und diesmal ist es härter, ein Krampf, der meinen ganzen Körper erfasst, und ich beuge mich durch, und Nora hält meine Hüften fest und fickt mich durch den Orgasmus, und ich schreie, und Jule hält meinen Mund offen, und ich komme und komme und komme.
Nora zieht sich zurück. Der Dildo gleitet aus mir, und ich fühle mich leer, offen, nass. Meine Säfte und mein Schweiß mischen sich auf dem Stein.
„Auf die Knie", sagt Nora.
Ich rolle mich um, und meine Knie finden den Stein, und meine Hände stützen mich ab, und ich bin auf allen Vieren, mein Arsch in der Luft, meine Muschel offen und triefend. Nora stellt sich hinter mich, und ich spüre den Dildo wieder, diesmal an einer anderen Stelle – an meinem Arschloch, feucht von meinen Säften.
„Entspann dich", sagt Nora. „Atme aus."
Ich atme aus, und sie drückt, und die Spitze des Dildos gleitet in meinen Arsch, und die Dehnung ist intensiv, brennend, neu. Ich keuche, und Jule legt sich vor mich, ihre Muschel an meinem Gesicht, und ich lecke sie, während Nora meinen Arsch öffnet, langsam, geduldig, Zentimeter um Zentimeter, bis sie in mir ist, und die Füllung ist anders als in meiner Muschel – tiefer, intensiver, schambesetzender.
„Du nimmst es so gut", sagt Nora, und ihre Stimme ist voller Wärme, und ihre Hände streicheln meine Hüften, mein Kreuz, meinen Rücken. Sie beginnt, sich zu bewegen, langsame Stöße, und ich lecke Julés Muschel, und Jule stöhnt und reibt sich an meinem Gesicht, und Nora fickt meinen Arsch, und die drei von uns finden einen Rhythmus, wie eine Atmung, wie ein Herzschlag, und ich spüre, wie ein dritter Orgasmus in mir aufbaut, nicht in meiner Muschel und nicht in meinem Arsch, sondern irgendwo dazwischen, in einem Raum, den ich nicht kenne, und als er kommt, ist es nicht wie ein Beben, sondern wie ein Aufbrechen, ein Schmelzen, ein Fließen, und ich weine, und ich komme, und ich lecke Julés Muschel, und Nora fickt meinen Arsch, und Jule kommt auf meiner Zunge, und ich komme, und die Sterne drehen sich über uns.
Nora zieht sich zurück. Sie löst den Riemen und legt ihn beiseite. Sie legt sich neben mich, und Jule auf der anderen Seite, und wir liegen da, drei nackte Körper auf einem Stein über einem See, und unsere Haut klebt von Schweiß und Säften, und unser Atem verlangsamt sich.
Jule streicht mir die Haare aus der Stirn. „Wie geht es dir?", fragt sie.
Ich versuche zu sprechen, aber die Worte kommen nicht. Nicht, weil ich sie nicht finde, sondern weil die, die ich brauche, noch nicht existieren. Ich nicke. Ich atme. Ich schließe die Augen.
Nora legt ihre Hand auf meinen Bauch. „Du warst fantastisch", sagt sie. Und in ihrer Stimme liegt etwas, das ich nicht erwartet habe – Sanftheit. Nicht die kühle Präzision von vorhin, sondern eine Wärme, die mir sagt, dass das, was gerade passiert ist, nicht nur ein Spiel war.
Ich öffne die Augen. Die Sterne sind noch da. Der See rauscht noch. Der Wald um uns herum atmet. Und ich liege hier, nackt und offen und erschöpft und lebendiger, als ich mich seit Jahrzehnten gefühlt habe.
„Ich möchte wieder", sage ich, und die Worte kommen von einem Ort in mir, den ich nicht kannte, bis diese Nacht ihn geöffnet hat.
Jule lacht, leise und warm. Nora lächelt, und in ihrem Lächeln liegt ein Versprechen.
„Dann machen wir weiter", sagt Nora.