• Die Codes sind nur ein paar Buchstaben, die jeder Autor ganz einfach dem Titel seiner Geschichte hinzufügen kann, mit einem Komma oder besser einer Klammer abgegrenzt. Und zack, schon ist der Leser informiert. Programmieraufwand: gar keiner, die bisherige Software wird unverändert weitergenutzt.


    Einen Programmieraufwand hätte man nur, wenn man das Archiv nach den Codes durchsuchbar würde machen wollen. Wobei dabei dann auch der Altbestand nachträglich mit Codes versehen werde müsste, was schon für sich ein Riesenaufwand wäre.


    Zwei Probleme bleiben: Erstens bilden die Codes zwar theoretisch ein geschlossenes Kennzeichnungssystem, aber nicht jeder Autor wird verstehen (bzw. sich die Zeit nehmen wollen, zu verstehen), was wofür steht und wie sich ähnliche Codes voneinander abgrenzen.


    Zweitens gehen verschiedene Autoren - vermutlich - je nach persönlicher Philosophie unterschiedlich vor bei der Festlegung der "Erotisierungsschwelle". Den Begriff habe ich jetzt mal aus dem Stegreif gewählt zur Beschreibung des folgenden Problems: Ein Tod irgendwo in der Handlung ist noch kein "snuff", ein einzelner beiläufiger Klaps auf den Po bedingt kein "spank", die Tatsache daß ein Charakter verheiratet ist macht es nicht notwending zu einer "cuckold"-Geschichte, die in der Handlung nicht weiter auftauchenden, nur durch ihre Existenz der Charakterierung einer Person dienenden Kinder derselben sind nicht anstößig, usw, usw.


    "Zweieinhalbtens" ist das System natürlich auch von niemandem verbindlich standardisiert, so daß die oben behauptete Geschlossenheit des Systems vermutlich auch nicht für alle gleich ist, je nach Erfahrungshorizont.

  • Die eine der jetzt neu eingestellten Geschichten (Le mystère de André) zeigt deutlich, wie verheerend sich ein solches System gerade auf den Genuss der besseren Storys auswirken würde.


    Jedenfalls wird der Tag nicht kommen, an dem ich eine meiner Geschichten mit so einem Rattenschwanz an technischen Abkürzungen verunziere (zumal ich gar nicht wüsste, wie ich z.B. "Lia in der Stadt" oder "Meier Zwo" sinnvoll codieren sollte).


    Nico S.

  • Wieso wird eigentlich der Raum für die positive oder negative Kritik an geschriebenen Werken hier im Geschichten-Forum für diese endlose Grundsatzdiskussion über Formalitäten genutzt?
    Gibt's dafür keinen anderen Platz?

  • Wir haben vor einiger Zeit mit Absicht die Zahl der Foren drastisch reduziert, um eine gewisse Bündelung zu erreichen, da insgesamt hier doch nicht sehr viele Beiträge eingestellt werden.


    Die aktuelle Diskussion geht zwar kaum noch um die eigentliche Story, doch es ist ein Thema, das sich direkt daraus ableitet, und daher hier schon besprochen werden kann - zumal offenbar nur ein sehr geringes Interesse besteht, sich zu der Story selbst zu äußern.


    Nico S.

  • Anderer Vorschlag:


    In die Eingabemaske zum Upload von Geschichten wird ein Feld "Synopse" eingefügt.


    In diesem muss der Autor kurz, mit begrenzter Zeichenzahl, zusammenfassen, worum es in seiner Geschichte geht. Nicht was in ihr passiert, sondern worum es in ihr geht.


    Beispiel für Hinter der Badezimmertür (Laura und Vanessa I):

      "Laura ist unsterblich in ihre hübsche Mitschülerin Vanessa verliebt, die ihr aber unerreichbar erscheint. Eines Tages ergibt sich für sie überraschend die Chance, Vanessa heimlich unter der Dusche zu beobachten. Wird sie der Versuchung widerstehen?"

    Das sind - ohne Anführungszeichen - 248 Zeichen. Man könnte ein Limit von vielleicht 300 Zeichen oder so setzen.


    Die Synpose erscheint dann in Auflistungen, Suchergebnissen usw. jeweils unter dem Titel einer Geschichte.


    Wird das Feld nicht ausgefüllt, blockiert das System die Eintragung einer Geschichte.


    Werden nur sinnlose Zeichen o. ä. eingegeben, um das System auszutricksen, wird die Geschichte wieder gelöscht.

  • Zitat

    Original von NicoS
    Jedenfalls wird der Tag nicht kommen, an dem ich eine meiner Geschichten mit so einem Rattenschwanz an technischen Abkürzungen verunziere (zumal ich gar nicht wüsste, wie ich z.B. "Lia in der Stadt" oder "Meier Zwo" sinnvoll codieren sollte).


    Auf den englischsprachigen Seiten wird keiner dazu gezwungen, story codes zu verwenden – so könnten man es auch hier handhaben. Es spricht doch nichts dagegen, solche story codes hier anzubieten bzw. zu benutzen, oder?

    In Kleinigkeiten wundern wir uns nicht über die Geschmacksunterschiede. Aber sobald es sich um die Wollust handelt, geht der Lärm los. - Marquis de Sade in Justine oder die Leiden der Tugend

  • Zitat

    Original von KimCaliente
    Wird das Feld nicht ausgefüllt, blockiert das System die Eintragung einer Geschichte.


    Werden nur sinnlose Zeichen o. ä. eingegeben, um das System auszutricksen, wird die Geschichte wieder gelöscht.


    Ich sage das jetzt mal ganz offiziell als Moderator des Schambereich Geschichtenbereichs:


    Wer als Autor freiwillig eine Zusammenfassung oder Codierung seiner Geschichte abgibt - gut, das ist seine bzw. ihre Entscheidung.


    Aber wir haben hier schon weit aus genug Regeln. Mehr als ich selbst eigentlich mag. Es wird im Schambereich keine solchen Zwangssysteme geben. Punkt.


    Nico S.

  • Zitat

    KimKaliente:  
    Beispiel für Hinter der Badezimmertür (Laura und Vanessa I):


    "Laura ist unsterblich in ihre hübsche Mitschülerin Vanessa verliebt, die ihr aber unerreichbar erscheint. Eines Tages ergibt sich für sie überraschend die Chance, Vanessa heimlich unter der Dusche zu beobachten. Wird sie der Versuchung widerstehen?"


    Es steht doch jedem Autor frei, die ersten zweieinhalb Zeilen, die immer in der Ankündigung der Geschichte angezeigt werden, für eine kurze Einführung a la Kimkaliente zu nutzen

  • Zitat

    Original von NicoS
    Aber wir haben hier schon weit aus genug Regeln. Mehr als ich selbst eigentlich mag. Es wird im Schambereich keine solchen Zwangssysteme geben. Punkt.


    Nico S.



    Damit müssen wir wohl alle leben. Aber ich muss damit nicht zufrieden sein :P


    Nein spaß beiseite: Ich finde es würde reichen wenn viele Autoren sich da selbst mal an die Nase fassen und selbstständig 2 Einleitungssätze schreiben würden