• Ich liege nackt auf dem Bett und schreibe zum ersten Mal seit fast zwei Monaten wieder auf einer Tastatur und nicht mit der Hand.

    Wir sind in Marseille angekommen, dem letzten Ziel unserer Reise, wo ich dich treffen werde, um gemeinsam zu entscheiden, wie es nun weiter gehen soll. Das Bett, auf dem ich liege, steht in einer kleinen, aber traditionsreichen Pension, nur wenige Straßen entfernt vom Restaurant Le Jardin, in dem das Treffen stattfinden soll. Es ist schon übermorgen, aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, um all das, was wir erlebt haben, in die digitale Form zu übertragen.

    Man war hier so freundlich, mir ein Notebook zur Verfügung zu stellen und nun sitze ich wieder einmal vor einem Bildschirm, auf dem Wort für Wort das erscheint, was meine Finger in die Tastatur eingeben, all das Schöne und weniger Schöne dieser zweimonatigen Auszeit von meinem bisherigen Leben. Ich wollte mich selbst wiederfinden, nachdem ich fast drei Jahre lang nur die sein wollte, die du lieben kannst. Das will ich immer noch, aber ist das schon alles? Alles, was mein ganzes Leben in den kommenden Jahrzehnten bestimmen soll? Bis zu dieser Reise hätte ich diese Frage unwidersprochen bejaht. Doch seit Zoé und ich quer durch Europa unterwegs sind, bin ich davon nicht mehr vorbehaltlos überzeugt. Das Mädchen in mir ist immer noch bis über beide Ohren verliebt in dich, aber es ist dabei, sich in eine Frau zu verwandeln, die in sich auch noch andere Wünsche und Träume findet, als nur dein Geschöpf zu sein.

    Auch darüber möchte ich schreiben und vielleicht ja, wie so oft, beim Schreiben erst zu verstehen, wovon ich da eigentlich rede.

    Auch jetzt gerade wird mir klar, dass ich zwar immer noch an dich schreibe, aber eigentlich eine Art Selbstgespräch führe.

    Ich versuche, mir selbst zu erklären, wie ich dorthin gekommen bin, wo ich vor dieser Reise war, und frage mich zugleich, ob ich dorthin wieder zurück möchte.

    Ich liege hier, nackt auf diesem Bett in einer altehrwürdigen Pension, und mache mir bewusst, dass mein Nacktsein nichts mit dir zu tun hat, und auch nichts mit Gehorsam. Ich BIN die Nackte, bin La Nue, bin Nuée, und das war ich schon immer, lange, bevor ich dich kannte. Schon als Kind habe ich mich nackt am wohlsten gefühlt, und das ist bis heute so geblieben. die.nackte ist mein wahres Wesen und wird es wohl auch immer bleiben, ganz egal, was sonst noch so alles geschieht.

    Auf dieser Reise habe ich gelernt, dass ich mehr bin als nur deine ergebene Dienerin und auch darüber möchte ich schreiben.

    Diese Reise war voller Abenteuer und ich habe sie allesamt jeden Abend, meistens im Schein einer Taschenlampe, so detailliert wie möglich in meinem Tagebuch festgehalten. Zu viel, um alles zu einer Geschichte zu machen?

    Ich weiß es nicht.

    Aber wo fange ich an und was möchte ich eigentlich erzählen?



    Für Zoé und mich ist von Anfang an klar, dass wir in den Süden wollen. Italien, Griechenland, Kroatien, Spanien, Portugal,…so sehen unsere primären Reiseziele aus, die wir vorher miteinander besprochen haben. Doch zugleich wollen wir so preiswert wie möglich reisen und das heißt vor allem trampen. Wir haben von Anfang an ziemliches Glück und erwischen gleich zu Beginn ein junges Pärchen mit einem altersschwachen VW-Bus, das uns bis nach München mitnimmt. Die beinahe 600 km vergehen wie im Flug, trotz oder gerade wegen der vielen Pausen, die wir immer wieder einlegen. Die beiden sind sehr gechillt unterwegs und auch wir haben keinerlei Grund zur Eile. Bei Kinding fährt Max plötzlich von der Autobahn ab und kurvt über ein paar kleinere Straßen bis zu einem Parkplatz, der direkt an der Altmühl liegt. Er erklärt, dass er keinen Bock mehr zum Weiterfahren habe und wir hier übernachten können.

    Es ist ein idyllisches Plätzchen, dass er da für uns ausgesucht hat, direkt am Ufer des Flußes und einem kleinen Strand mit Kieselsteinen. Zoé und ich packen unsere Isomatten und die Schlafsäcke aus und errichten daraus ein ziemlich bequemes Lager.

    Lea und Max werden wohl im Bus schlafen, aber auch sie holen ein paar Decken heraus, die sie auf dem Boden uns gegenüber ausbreiten. Schon nach kurzer Zeit sitzen wir alle gemütlich beieinander und Lea öffnet eine Flasche Rioja, während Max einen Grill aufbaut. Es gibt vegane Bratwürstchen, die erstaunlich gut schmecken, und dazu noch auf Alufolie gegarte Maiskolben, die Max wirklich auf den Punkt genau hinbekommt. Sie sind weder zu hart, noch zu weich, richtig knackig und lecker. Was für ein schöner, erster Abend.

    Wir rauchen, essen und trinken und erzählen uns gegenseitig von unseren Leben.

    Und als Lea einen Joint baut und ihn mir nach einigen tiefen Zügen daran hinhält, sage ich nicht Nein.

    Ich habe noch nie gekifft, doch ich fand den Geruch immer schon ganz schön. Wie ein Räucherstäbchen.

    Ich ziehe ein-, zweimal daran, unterdrücke den Hustenreiz, und reiche ihn dann an Zoé weiter, die damit schon Erfahrungen gesammelt hat. Sie inhaliert tief und hält den Rauch für einen Moment fest, bevor sie ihn wieder ausatmet.

    Das sieht sehr professionell aus und ich nehme mir vor, das beim nächsten Mal genau so zu machen.

    Max lehnt ab, denn er ist der Fahrer für die letzte Etappe bis München, was ich sehr verantwortungsbewusst finde.

    Ich warte auf eine Wirkung, doch eigentlich passiert gar nichts. Ich bin ein bisschen enttäuscht, aber Zoé erklärt mir, dass das meistens so ist, weil sich Cannabis erst im Körper aufbauen muss, bevor es eine Wirkung hat.

    Plötzlich steht Lea kichernd auf und streift ihr buntes, langes Hippiekleidchen über den Kopf und den Baumwollschlüpfer, den sie trägt, über die Hüften nach unten. Einen BH hat sie nicht an und ist nun vollkommen nackt. Sie tapst vorsichtig über die spitzen Steine hinunter zum Ufer und watet in das zunächst noch flache Wasser.

    “Huh!” entfährt es ihr. “Ist das kalt!”

    Doch sie watet unbeirrt weiter ins Wasser hinein, bis es ihr bis zum Bauchnabel reicht. Dann wagt sie einen Hechtsprung nach vorne und taucht nun vollends ein. Sie kreischt vor Vergnügen und lacht wie ein überglückliches Kind.

    Zoé und ich schauen uns an und nicken beide entschlossen.

    Ich streife mein Reisekleidchen über den Kopf und bin -schwubbs- ebenso nackt wie Lea. Zoé hat es da ein bisschen schwerer mit ihren Jeans Shorts und dem Bandeau, doch auch sie ist in wenigen Sekunden startklar. Wir nehmen uns bei den Händen und waten Lea hinterher. Das Wasser ist wirklich eiskalt und wir beeilen uns sehr, vollends hinein zu kommen, weil es dann erfahrungsgemäß nicht mehr so schlimm ist. Als meine Schamlippen die Wasseroberflächen berühren, durchläuft mich ein eisiger Schauer, und ich wage den Sprung schon ein bisschen früher als Lea. Es fühlt sich an, als würden eisige Splitter in meine Haut pieksen, und doch ist es herrlich. Auch Zoé findet den Weg ins eiskalte Nass und dann planschen wir ausgelassen miteinander in der Altmühl herum, spritzen uns gegenseitig nass. Wir sind wirklich wie ausgelassene Kinder, nur Max bleibt unserem Vergnügen fern und kümmert sich um seinem Grill. Zoé ruft nach ihm, will ihn dazu bewegen, zu uns zu stoßen, doch Lea rollt nur mit den Augen.

    “Max ist ein Feigling. Wir waren schon öfter hier und er war noch nie im Wasser. Schön, dass ihr da seid. Da bin ich nicht mehr so allein mit dem Spaß.”

    Wir lachen und Max zeigt Lea vom Grill aus den Stinkefinger, aber auch er lacht dabei und ist ihr anscheinend nicht wirklich böse. Nach einer Weile haben wir genug vom Wasser und trollen uns wieder zurück zum Bus. Zoe und ich kramen unsere Handtücher aus den Rucksäcken, während Lea sich zunächst einmal auf Max stürzt und ihn, klatschnass, wie sie ist, von hinten liebevoll umarmt.

    Er sträubt sich nur pro Forma dagegen und schon kurz danach liegen sich beiden knutschend in den Armen. Sie sind wirklich unwahrscheinlich zärtlich zueinander und ich werde beinahe ein bisschen neidisch, als Max Lea’s Pobacken massiert und sie ihr Geschlecht an seinem Oberschenkel reibt. Ich muss unwillkürlich ans Forum denken und an das Thema CMNF, das hier gerade in Perfektion vor unseren Augen zelebriert wird. Max ist immer noch vollständig angezogen, trägt zu seinen Jeans ein weites, weißes Hemd und hat sogar noch seine Sandalen an. Alle Frauen in diesem Szenario sind vollkommen nackt. Jetzt ein Foto denke ich, aber wir haben ja unsere Handys zu Hause gelassen und Max und Lea haben gerade etwas ganz anderes im Sinn.

    Sie knutschen und fummeln noch ein bisschen weiter, dann besinnen sie sich auf uns und lassen voneinander ab. Lea grinst verschmitzt und Max ein wenig verlegen.

    Dann wendet sich Max wieder dem Grill zu Lea setzt sich, nackt und tropfnass, wie sie ist, zu uns auf eine der Decken.

    Ich schaue sie an und finde sie wunderschön mit ihrer wilden, kastanienbraunen Lockenmähne, den strahlenden, hellblauen Augen, den vollen, runden, weichen Brüsten und dem üppigen Busch aus gekräuselten Härchen zwischen den Schenkeln. Sie ist so ganz anders als ich, auch als Zoé, so natürlich und uneitel, und doch so unglaublich sinnlich. Vor allem der ungebremste Haarwuchs in ihrem Intimbereich fasziniert mich. Ich hätte nicht gedacht, dass es so etwas heute noch gibt. In Berlin sind alle Mädchen, die ich kenne, rasiert oder zumindest zurechtgestutzt. Einen solchen Urwald habe ich nirgendwo gesehen, auch in der Sauna nicht.

    Mir wird in diesem Moment noch einmal die Endgültigkeit meiner Laserbehandlung klar, das “Nie wieder” meiner Schamhaare für den Rest meines Lebens. War ich damit zu voreilig? Zu gehorsam? Zu sehr verliebt?

    Auch wir bleiben nackt und genießen die leichte Abendbrise, die nach diesem sehr heißen Tag noch mehr an Erfrischung bringt.

    Als Max mit dem Grill fertig ist, gesellt auch er sich zu uns und das CMNF-Szenario ist wieder komplett. Eigentlich wollte ich das alles hinter mir lassen, mich einmal ganz anders und neu erleben, aber so wie es aussieht, werde ich dieses Thema einfach nicht los.

    Wo ich bin, ist es auch. Wir rauchen noch einen Joint, dann werden wir müde und Lea und Max verziehen sich in den Bus.

    Zoé und ich kuscheln uns aneinander unter einen der Schlafsäcke und sind beinahe am Wegdämmern, als plötzlich sehr eindeutige Geräusche aus dem Bus zu hören sind. Lea und Max beschließen den Abend wohl auf ihre Weise, und ich spüre zum ersten Mal den leisen Stich der Sehnsucht nach dir, nach deinen fordernden Händen, nach deinem Schwanz in mir, in meinem Mund, in meinem Arsch, und vor allem in meinem augenblicklich klatschnassen Schlitz. Zoé geht es wohl ähnlich, denn sie schmiegt sich noch intensiver an mich, legt ein Bein über meinen Schenkel, reibt ihr haarloses Geschlecht daran, und beginnt meine Brüste zu streicheln.

    Sie ist wirklich vollkommen dicht, während ich immer noch so gut wie gar nichts spüre. Dennoch erwidere ich ihre Zärtlichkeiten und beginne ebenfalls, sie zu streicheln. Sie schnurrt im Halbschlaf wie ein Kätzchen, doch sie ist schon längst nur noch in Traumgefilden unterwegs und beginnt irgendwann mittendrin, zu schnarchen. Ich schmunzle über ihre noch immer sehr ausgeprägte Libido, die selbst im Schlaf noch auf Erfüllung aus ist, eine Eigenschaft, die Jean wahrscheinlich sehr zu schätzen weiß.

    Ich streichle sie noch ein bisschen weiter. Dann fallen auch mir die Augen zu.

    Mein Avatar und alle Bilder in meinen Geschichten wurden von mir mit Zoé's Hilfe mit KI generiert. Sie sind Illustrationen und erheben keinen Anspruch darauf, Wirklichkeit abzubilden.