Manche Menschen verschwinden für Jahre aus unserem Leben. Man verliert sich aus den Augen, zieht in andere Städte, beginnt neue Jobs und irgendwann stellt man fest, dass aus ein paar Monaten viele Jahre geworden sind.
Und manchmal braucht es ausgerechnet YouTube, damit zwei Menschen sich wiederfinden.
Genau so war es bei Andrea und mir.
Wir kannten uns aus unserer Studienzeit und hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. Bis eines Tages eine Nachricht von ihr kam.
Andrea hatte mich auf YouTube entdeckt. Sie war auf meinen Kanal «Gedankenspiele mit 🌸Flora» gestoßen und hatte mich tatsächlich wiedererkannt.
Ihre erste Nachricht begann ungefähr mit den Worten:
„Flora? Sag mal, bist du das wirklich?“
Ich musste zweimal auf den Namen schauen. Andrea. Ausgerechnet Andrea.
Ein paar Nachrichten später stand fest, dass wir uns treffen mussten. Also saßen wir wenige Tage danach an einem ganz normalen Nachmittag in einem kleinen Straßencafé bei einem Latte Macchiato und waren gedanklich ziemlich schnell wieder viele Jahre zurück.
Bei der Universität. Den langen Nächten. Dem knappen Geld. Und natürlich unseren damaligen Wohngemeinschaften.
Andrea und ich hatten während unserer Studienzeit beide in einer Wohngemeinschaft gelebt. Nicht zusammen. Jede hatte ihre eigene kleine Welt mit Mitbewohnerinnen, gemeinsam benutzten Badezimmern, überfüllten Kühlschränken und all den Geschichten, die entstehen, wenn mehrere junge Erwachsene auf engem Raum zusammenleben.
„Weißt du noch, wie wir damals gewohnt haben?“, fragte Andrea.
Ich musste lachen. „Das möchte ich teilweise lieber vergessen.“
Andrea nahm einen Schluck von ihrem Latte Macchiato.
„Ich nicht.“
Dabei bekam sie dieses verräterische Grinsen. Ich kannte Andrea gut genug, um zu wissen, dass jetzt etwas kam.
„Warum grinst du so?“
Sie stellte ihr Glas ab.
„Weil ich gerade an Anja denken musste.“
„Anja? Deine damalige Mitbewohnerin?“
Andrea nickte. „Genau die.“
Ich erinnerte mich an sie. Und offenbar gab es über Anja etwas, das Andrea mir während unserer gesamten Studienzeit nie erzählt hatte.
Ich lehnte mich zurück. „Na los. Jetzt hast du angefangen.“
Andrea lachte. „Das ist eine längere Geschichte.“
Ich sah auf meinen Latte Macchiato und dann wieder zu ihr.
„Mein Glas ist noch voll.“
Sie sah mich einen Moment an. Dann begann sie zu erzählen.
Meine beste Freundin Anja hatte ich schon immer um ihre Schönheit beneidet. Sie hatte blonde Haare, blaue Augen, lange Beine und wunderschöne feste Brüste.
Ich selbst war ebenfalls blond, hatte grünliche Augen und fand meine Brüste damals viel zu klein.
Anja und ich kannten uns bereits seit der Schulzeit. Wir waren praktisch unzertrennlich. Später besuchten wir sogar dieselbe Universität. Da lag es für uns nahe, auch zusammenzuziehen.
So landeten wir schließlich gemeinsam in einer Studentenwohnung.
Obwohl ich Anja schon so lange kannte, hatte ich mich nie getraut, ihr zu sagen, wie schön ich sie fand. Natürlich hatte ich sie schon nackt gesehen. Wenn zwei Frauen zusammenwohnen und sich seit Jahren kennen, lässt sich das kaum vermeiden.
Trotzdem hatte ich meine Gedanken immer für mich behalten.
In unserem zweiten Jahr an der Universität hatten wir Semesterferien. Eines Abends waren wir gemeinsam unterwegs und hatten dem Alkohol etwas mehr zugesprochen als geplant. Nicht so viel, dass wir vollkommen neben uns standen, aber genug, dass wir auf dem Heimweg deutlich ausgelassener waren als sonst.
Später konnte ich mir jedenfalls nur damit erklären, weshalb ich plötzlich den Mut hatte, eine Grenze zu überschreiten, die zwischen uns jahrelang ganz selbstverständlich gewesen war.
Nachdem wir nach Hause gekommen waren, machten wir uns fürs Bett fertig. Unsere Betten standen im selben Zimmer, mit etwas Abstand voneinander.
Das Licht war längst aus, doch ich konnte nicht schlafen.
Ich lag unter meiner Decke und hörte Anja auf der anderen Seite des Zimmers atmen. Meine Gedanken wanderten. Und schließlich wanderten auch meine Hände.
Ich begann, mich unter der Decke selbst zu streicheln.
In den vergangenen Wochen hatte ich das häufiger gemacht. Unser gemeinsames Studentenleben war zwar schön, aber für ein ungestörtes Liebesleben war unsere Wohnsituation nicht gerade ideal.
Während ich mich berührte, hörte ich plötzlich Anjas Atem deutlicher.
Ich hielt inne.
Sie schlief ebenfalls nicht.
Nach einer Weile bemerkte ich, dass sich ihre Decke bewegte. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Dann verstand ich.
Anja tat genau dasselbe wie ich.
Allein diese Erkenntnis ließ mein Herz schneller schlagen. Ich lag in meinem Bett und wusste, dass meine beste Freundin nur wenige Meter von mir entfernt unter ihrer Decke lag und sich selbst befriedigte.
Eine Weile hörte ich ihr einfach zu. Dann begann ich erneut, mich zu streicheln, vorsichtig und möglichst leise.
Meine eine Hand lag auf meiner Brust. Mit den Fingern spielte ich an meiner Brustwarze, während meine andere Hand zwischen meinen Beinen lag.
Meine glatt rasierte Haut fühlte sich warm an. Ich strich durch meine feuchte Spalte und ließ schließlich einen Finger langsam in mich gleiten.
Dabei musste ich mich immer wieder daran erinnern, leise zu bleiben.
Anja sollte mich nicht hören.
Zumindest redete ich mir das ein. Denn gleichzeitig hoffte ein Teil von mir längst darauf, dass sie genau wusste, was ich machte.
Von ihrem Bett hörte ich wieder dieses tiefe Atmen. Damit war meine Selbstbeherrschung praktisch erledigt. Ich wurde immer erregter und mit jedem Atemzug von Anja wuchs meine Neugier.
Schließlich nahm ich meine Hand zwischen meinen Beinen hervor und setzte mich auf.
Was ich da eigentlich vorhatte, wusste ich selbst nicht genau.
Ich stand auf und ging zu Anjas Bett.
Sie bemerkte meine Bewegung. Trotz der Dunkelheit konnte ich erkennen, wie sie den Kopf zu mir drehte.
Ich blieb neben ihrem Bett stehen.
Für einen Moment sagte keine von uns etwas.
Dann hörte ich Anjas Stimme.
„Wenn wir uns schon beide nach Sex sehnen, könnten wir uns doch gegenseitig helfen.“
Damit hatte sie genau den Satz ausgesprochen, für den mir selbst vermutlich der Mut gefehlt hätte.
Ich setzte mich zu Anja auf das Bett und schob ihre Decke zur Seite. Tatsächlich hatte sie ihre Hand noch zwischen ihren Beinen.
Ich beugte mich zu ihr hinunter und berührte ihre Lippen mit meinen.
Anja zögerte nicht. Sie nahm ihre Hände aus ihrem Schoß, legte ihre Arme um mich und zog mich fest an sich.
Unser erster Kuss war alles andere als vorsichtig. Sie erwiderte ihn sofort. Als ihre Zunge meine Lippen berührte, öffnete ich meinen Mund und ließ sie hinein.
Nach all den Jahren als beste Freundinnen küssten wir uns plötzlich. Und keine von uns schien das auch nur eine Sekunde lang seltsam zu finden.
Dafür waren wir beide längst viel zu erregt.
Schließlich löste Anja sich von mir und setzte sich auf. Sie schaltete die kleine Lampe neben ihrem Bett ein.
Zum ersten Mal an diesem Abend konnte ich ihren Körper richtig sehen.
Ich zog ihr das Nachthemd aus. Endlich lagen die Brüste vor mir, die ich heimlich schon so oft bewundert hatte. Anja zog mir ebenfalls mein Oberteil aus.
Wenig später saßen wir nackt voreinander. Unsere Hößchen lagen noch in unseren Betten. Beide trugen deutliche Spuren davon, womit wir uns wenige Minuten zuvor beschäftigt hatten.
Anja stand auf und zog mich mit sich.
Im warmen Licht der kleinen Lampe standen wir voreinander. Nackt. Zum ersten Mal nicht beiläufig. Nicht beim Umziehen. Nicht morgens im Badezimmer.
Diesmal sahen wir uns ganz bewusst an.
Mein Blick wanderte über Anjas Körper. Über ihre Brüste, ihren Bauch, bis hinunter zu ihrer vollkommen glatt rasierten Haut zwischen den Beinen.
Anja betrachtete mich genauso offen.
Es können nur wenige Sekunden gewesen sein. Für mich fühlte es sich deutlich länger an.
Dann hoben wir beinahe gleichzeitig unsere Hände.
Meine Finger legten sich auf Anjas Brüste. Ihre Hände berührten meine. Ich ließ meine Finger über ihre straffe Haut gleiten und umkreiste langsam ihre Brustwarzen.
Als ich sie schließlich zwischen meine Finger nahm, lächelte Anja mich an. Gleichzeitig hielt sie meine Brüste in ihren Händen.
Dann sagte sie etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
„Ich wollte deine Brüste schon immer einmal anfassen.“
Ich sah sie überrascht an.
Ausgerechnet Anja.
Denn genau denselben Gedanken hatte ich über ihre Brüste schon unzählige Male gehabt.
„Das hättest du mir auch früher sagen können.“
Anja grinste.
„Du mir auch.“
Damit hatte sie recht.
Sie senkte ihren Kopf und berührte eine meiner Brustwarzen mit ihren Lippen. Das Gefühl ließ mich für einen Moment alles andere vergessen.
Ich schloss die Augen.
Dann wollte ich ihr dasselbe geben.
Ich ging einen kleinen Schritt zurück und küsste Anja erneut. Meine Lippen wanderten über ihren Hals nach unten, über ihre Brust. Ich küsste ihre Haut und nahm schließlich eine ihrer Brustwarzen zwischen meine Lippen.
Anja atmete hörbar ein.
Meine Küsse wanderten weiter. Über ihren Bauch bis hinunter zu ihrer glatt rasierten Haut.
Ich kniete vor ihr und küsste ihren Venushügel.
Dann berührte meine Zunge ihren Kitzler.
Anja zog scharf die Luft ein.
Ich ließ meine Zunge zwischen ihre feuchten Schamlippen gleiten und kehrte anschließend wieder zu ihrem Kitzler zurück.
Doch Anja ließ mich nicht lange weitermachen.
Sie nahm meine Hand und zog mich zurück zum Bett. Dann brachte sie mich zum Liegen und positionierte sich über mir.
Plötzlich lagen wir neunundsechzig zueinander.
Ihre glatt rasierte Spalte befand sich direkt vor meinem Gesicht. Im selben Moment spürte ich ihren Mund zwischen meinen eigenen Beinen.
Ich legte meine Hände an Anjas Hüften und zog sie näher zu mir. Dann begann ich, sie mit meiner Zunge zu verwöhnen.
Anja tat dasselbe bei mir.
Wir waren beide bereits so erregt, dass es nicht lange dauerte, bis unsere Bewegungen intensiver wurden.
Meine Zunge glitt über ihren Kitzler. Anjas Zunge reizte meinen.
Schließlich nahm ich meine Hand dazu und schob einen Finger in sie. Wenig später spürte ich auch Anjas Finger in mir.
Wir verwöhnten uns gegenseitig mit Mund und Händen. Unser Atem wurde schneller. Unsere Bewegungen ebenfalls.
Anja begann über mir zu keuchen.
Ich spürte, wie sich mein eigener Körper immer stärker anspannte.
Dann erreichte Anja ihren Höhepunkt.
Fast gleichzeitig verlor auch ich die Kontrolle.
Danach ließen wir erschöpft voneinander ab und lagen nebeneinander auf ihrem Bett.
Eine ganze Weile sagte keine von uns etwas.
Ich sah zur Zimmerdecke und versuchte zu begreifen, was gerade passiert war.
Dann drehte Anja ihren Kopf zu mir.
Sie lächelte.
„Und jetzt?“, fragte sie.
„Was meinst du?“
Anja ließ sich einen Moment Zeit.
„Na ja. Wir wohnen zusammen. Wir sind seit Jahren beste Freundinnen. Und gerade haben wir miteinander geschlafen.“
Wenn sie es so aufzählte, klang es tatsächlich nach einem Gespräch, das man nicht unbedingt bis zum nächsten Morgen verschieben sollte.
Ich musste trotzdem lächeln.
„Bereust du es?“
Anja schüttelte den Kopf.
„Nein.“
Ihre Antwort kam sofort. Das beruhigte mich mehr, als ich erwartet hatte.
„Ich auch nicht.“
Anja rückte näher zu mir.
„Dann haben wir doch schon mal das Wichtigste geklärt.“
Ich lachte leise und zog die Decke über uns. Sie kuschelte sich an mich und legte ihren Kopf auf meine Schulter.
Ich konnte noch immer kaum glauben, dass ausgerechnet die Frau neben mir jahrelang ähnliche Gedanken gehabt hatte wie ich.
Wir hätten so viel früher miteinander reden können. Stattdessen hatten wir beide geschwiegen.
Und nun hatte es ausgerechnet einen gemeinsamen Abend, etwas zu viel Alkohol und zwei Betten in einem dunklen Zimmer gebraucht, damit wir endlich verstanden, was zwischen uns längst vorhanden gewesen war.
Ich gab Anja einen Kuss.
„Gute Nacht.“
Sie sah mich an.
„Du willst jetzt aber nicht wieder in dein Bett gehen, oder?“
Ich blickte zu meinem Bett auf der anderen Seite des Zimmers und dann wieder zu Anja.
„Nein.“
„Sehr gut.“
Ich blieb bei ihr.
Wir schliefen eng aneinandergekuschelt in ihrem Bett ein.
Am nächsten Morgen war das erste Gefühl ein ziemlich schwerer Kopf.
Das zweite war Anjas nackter Körper neben meinem.
Und spätestens da wusste ich, dass ich mir die vergangene Nacht nicht eingebildet hatte.
Anja öffnete die Augen und sah mich verschlafen an. Für einen Moment musterten wir uns.
Dann grinste sie.
„Guten Morgen.“
„Guten Morgen.“
Ich wartete auf diesen seltsamen Augenblick, von dem man immer glaubte, dass er nach einer solchen Nacht kommen müsste.
Peinliches Schweigen. Unsicherheit. Die Frage, ob man besser so tun sollte, als wäre nichts passiert.
Nichts davon kam.
Anja gab mir einen Kuss und zog die Decke wieder höher. Damit war die Sache für sie offenbar entschieden.
Und für mich eigentlich auch.
Später standen wir vor unseren beiden Betten.
Anja betrachtete erst ihres und dann meines.
„Eigentlich ist das ziemlich bescheuert.“
„Was ist bescheuert?“
Sie deutete auf den Abstand zwischen den Betten.
„Das.“
Ich musste lachen.
„Und was schlägst du vor?“
Anja griff an den Rahmen ihres Bettes.
„Hilf mir.“
Gemeinsam schoben wir unsere Betten nebeneinander.
Danach standen wir davor und betrachteten unser Werk.
Zwei Betten. Direkt aneinander.
Anja legte einen Arm um meine Taille.
„Viel besser.“
Ich sah sie an.
„Du planst aber ziemlich weit voraus.“
Anja lächelte.
„Ich bin praktisch veranlagt.“
„Natürlich.“
Sie küsste mich.
Und damit hatte sich in unserer kleinen Studentenwohnung über Nacht mehr verändert als nur die Anordnung unserer Möbel.
Wir blieben beste Freundinnen.
Nur eben nicht mehr ausschließlich.
Von diesem Tag an schliefen wir gemeinsam.
Als Andrea mit ihrer Geschichte fertig war, saß ich ihr noch immer mit meinem Latte Macchiato gegenüber.
Nur war der inzwischen fast leer.
Ich sah sie an.
„Und das hast du mir damals nie erzählt?“
Andrea grinste.
„Offensichtlich nicht.“
Ich konnte es kaum glauben.
„Wir kannten uns während des Studiums!“
Andrea sah mich ganz gelassen an.
„Eben.“
„Das ist keine Erklärung.“
Sie lächelte.
„Doch. Damals schon.“
Ich schüttelte lachend den Kopf.
Dann wollte ich natürlich wissen, wie es mit den beiden weitergegangen war.
„Und was wurde aus euch?“
Andrea sah für einen Moment auf ihr Glas. Dann lächelte sie.
„Wir waren eine ganze Weile zusammen.“
Das überraschte mich.
„Und danach?“
Andrea zuckte mit den Schultern.
„Danach kam das Leben.“
Sie erzählte mir, dass sie ihr Studium beendet hatten. Danach kamen andere Städte, neue Arbeitsstellen und schließlich gingen ihre Wege auseinander.
Ja. Das kannte ich.
Manche Menschen begleiten uns ein Leben lang. Andere nur für ein paar Jahre. Und manche bleiben vor allem deshalb in Erinnerung, weil wir mit ihnen etwas zum ersten Mal erlebt haben.
Ich sah Andrea an.
„Denkst du noch manchmal an Anja?“
Sie lächelte.
„Flora. Ich habe dir gerade nach all den Jahren die ganze Geschichte erzählt.“
Stimmt.
Die Frage hätte ich mir sparen können.
Ich nahm den letzten Schluck aus meinem Glas.
„Dann hat sich der Latte Macchiato ja gelohnt.“
Andrea lachte.
„Für dich vielleicht. Du hast schließlich eine Geschichte bekommen.“
„Und du einen Latte Macchiato.“
„Schlechter Tausch.“
Jetzt musste ich lachen.
„Beschwer dich nicht. Du hast freiwillig erzählt.“
Andrea zeigte mit dem Finger auf mich.
„Und genau deshalb hätte ich misstrauisch werden sollen, als ich ausgerechnet dich auf YouTube wiedergefunden habe.“
Ich lächelte sie ganz unschuldig an.
Andrea kannte mich lange genug.
Sie glaubte mir kein Wort.
Und wenn ich heute an unser Wiedersehen zurückdenke, muss ich über etwas anderes lächeln.
Wir hatten damals alle geglaubt, an der Universität fürs Leben zu lernen.
Vielleicht stimmte das sogar.
Nur standen manche der interessantesten Lektionen eben nicht auf dem Stundenplan.
Und manchmal fand die wichtigste Vorlesung nicht im Hörsaal statt.
Sondern nachts.
In einer Studentenwohnung.
Mit zwei Betten.
Die am nächsten Morgen plötzlich nebeneinanderstanden.
Und wie ist es bei dir?
Hast du schon einmal erst viel später erfahren, dass ein Mensch, der dir sehr nahestand, damals ganz ähnliche Gefühle oder Wünsche hatte wie du?
Oder gab es bei dir einen Moment, in dem aus einer Freundschaft plötzlich mehr wurde?
Deine 🌸Flora