Besuch bei Oma 2

  • Noch leicht zittrig auf den Beinen zog ich also meinen rosa geblümten leichten sommerlichen Bademantel über und ging barfuss die Treppe runter in die Wohnküche.

    Das Radio spielte Schlagermusik wie immmer bei Oma, sie hatte heisse Schokolade zubereitet, Toast gebacken für ihre Brombeermarmelade und ein Glas Orangensaft dazu. Ich hielt meinen Blick gesenkt, mich immer noch fragend, welcher Teufel mich da wohl reingeritten hatte. Allerdings war mein Plan ja schon irgendwie aufgegangen aber jetzt plagten mich doch Scham, Schuld und Selbstvorwürfe.

    Oma bemerkte natürlich meine bedröppelte Schweigsamkeit. « So Lisa, ich habe es mir durch den Kopf gehen lassen und du brauchst wohl auch noch etwas Gelegenheit, um auf klare Gedanken zu kommen ? »

    Ich nickte wieder, gespannt was jetzt wohl kommen würde. Sie fuhr also in ihrem bestimmten strengen Ton fort, wie ich sie so gar nicht kannte :

    « Du kannst dir gleich den Kittel überziehen und das Unkraut zwischen den Karotten und Bohnen jäten, dass mir da kein schlechtes Pflänzlein übrig bleibt. Nach dem Mittagessen fegst du noch den Hof und die Garage aus, und dann hab ich mir eine Überraschung für dich ausgedacht. Ausser dem Kittel brauchst du nichts zum Anziehen und bleib barfuss oder nimm die alten Klogs. Hast du mich verstanden ? »

    « Ja, Oma, natürlich… » konnte ich nur stammeln, ass mein Toastbrot und trank die Schokolade und den Saft aus.



    Natürlich fragte ich mich schon, was Lisa wohl damit bezwecken wollte, dass ich sie nackt im Zimmer scheinbar schlafend überraschend vorfinden sollte. Es war sonnenklar, dass sie diese Körpererfahrung machen wollte, aber dann musste sie auch dazu stehen können. Dabei wollte ich ihr helfen, und in meinem Haus waren ja auch schon andere Kinder, nicht zuletzt ihre Mutter, reif und gross geworden.

    Ich gab ihr den leichten weissen Leinenkittel , dann ging sie ins Bad, band ihre langen dunkelblonden Haare hoch, bevor sie nur im Kittel in die Klogs schlüpfte, den Eimer , das Häckchen nahm und noch vor 10 Uhr im Möhren- und Bohnenbeet nützlich tätig wurde. Da hatte sich schon so einiges angesammelt, und 2 Stunden war sie gut beschäftigt, in denen sie sich alles durch den Kopf gehen lassen konnte, so oft es sein musste. Dann war wirklich alles Unkraut beseitigt in der Gartenabfalltonne und die Erde gelockert.

    Zu Mittag rief ich sie zu einem Teller Milchreis mit Obst, liess sie sich etwas ausruhen mit Handy, Musik auf ihrem Bett, bevor ich sie wieder antreten musste, um Besen und Kehrblech zur Hand zu nehmen. Ja, die jungen Leute brauchen einfach Anleitung, um aktiv mit anzupacken und dann gelingt es ihnen auch und schenkt ihnen Freude, Erfüllung und Erkenntnis bei Arbeit in der Schule sowie in Haus und Garten.

    Natürlich dürfen sie dabei auch den Schmutz nicht fürchten, und so waren Lisas Arme und Beine, wie Hals und Gesicht am späten Nachmittag von Staub und Schweiss bedeckt, aber Hof und Garten in bester Ordnung.

    Als sie den Besen in der Garage abstellte, stand im Hof schon die grosse alte Zinkwanne mit frischem Wasser, zu dem ich noch einen Kessel kochendes Wasser gab, Seife und genoss mit Genugtuung Lisas überraschten Blick als sie wieder in den Hof trat.



    Ich begriff sofort, dass das die Wanne war, in der schon Mama und Onkel Erik gebadet wurden. So stammelte ich nur : « Oh Oma, ja ein Bad das täte mir jetzt schon gut, aber hier und so wie früher ? ?»

    « Natürlich, mein kleine, nichts kann jetzt besser sein, wenn du nicht den ganzen Dreck reintragen willst und dort noch den Hausputz beginnen willst ! Zieh dich flink aus, seif dich ein und wasch dich, ich hol dir Handtuch und den Bademantel und helfe dir gerne dich am Ende abzugiessen. »

    Oma verschwand ins Haus, sie duldete heute wirklich kein Widerwort und Zögern, so schlüpfte ich aus Klogs und Kittel und stieg in die Wanne, nackt in der Abendsonne. Aber schliesslich hatte sie mich ja am Morgen schon so gesehen, und daher kam es ja jetzt auch dazu… Ich seifte mich ein, oh tat das gut, frisch und die Haut wieder weich und sauber glänzend zu sehen, als Oma auch schon wieder kam. Sie legte Handtuch und Bademantel auf die Bank, aber hatte noch eine grosse Bürste mit langem Stil dabei.

    Sie hiess mich also erst die Beine hochstrecken auf den Wannenrand und bürstete ausgiebig und feste Fussohlen und Schenkel, hiess mich dann aufzustehen. Ich verschrenkte beschämt meine Arme vor Brust und Becken, dann bürstete sie genauso intensiv meinen Rücken und Po ab, und da wurde mir glasklar, wozu die Bürste noch unglaublich gut zu gebrauchen war. Ich wurde leicht rot, zitterte leicht, als sie mich schliesslich mit dem Eimer und eiskaltem klaren Wasser übergoss, dann rubbelte sie mich warm und trocken und ich durfte den Bademantel anziehen.

    Zu Abend gab es Gemüsesuppe und Oma sagte mir, dass sie dann ihren Doppelkopfabend hatte mit ihren Freundinnen und ich so alleine bliebe, ruhig Fernsehen schauen könnte, dass ich es mir heute wirklich verdient hätte, aber keine Dummheiten machen sollte.