Mit Sicherheit werden jedenfalls die auf entsprechenden kostenpflichtigen Seiten angebotenen angeblichen Spannerfotos und -videos in Wahrheit alle mit vorher gecasteten und bezahlten Models hergestellt.
(Genauso wie übrigens auch das Material auf Seiten, die Fotos und Videos angeblich spontan auf der Straße angesprochener und zur Mitwirkung an der Herstellung erotischer bzw. pornografischer Fotos und Videos überredeter junger Frauen zeigen.)
Von den vor allem auf dem Tauschweg etwa über entsprechende Plattformen im Darknet verbreiteten Fotos und Videos muss man auch erst mal jene abziehen, die ohne dass deren Konsumenten es wissen oder wissen wollen, auch nur von solchen Seiten stammen.
Und auch bei den tatsächlich schon unerlaubt hergestellten Fotos und Videos dürften, genau wie übrigens auch bei Kinderpornografie, auf jeweils einen Hersteller viele tausende reine Konsumenten kommen, die eben "nur" sammeln und tauschen:
So sind etwa 99 % der zirkulierenden kinderpornographischen Fotos und Videos schon Jahre und Jahrzehnte alt, und in entsprechenden Sammlungen der Strafverfolgungsbehörden erfasst. Je größer Datenpakete sind, die Täter sich verschaffen, umso mehr Material finden sie daran, dass sie längst besitzen, mitunter sogar schon mehrfach.
Das wird bei illegalen Spannerfotos und -videos nicht anders sein. Die Vorstellung, dass tausende oder zehntausende Täter aktiv fotografierend und filmend unterwegs sind, um die von ihrer hergestellten Fotos und Videos online zu verkaufen oder zu tauschen, gehört ins Reich der Fantasie. Weit über 99 % der Täter sind bloße Konsumenten, die das von sehr viel weniger Herstellern produzierte Material anschließend jahre- und jahrzehntelang immer wieder weiterverbreiten.