Beiträge von baer66

    Da schließe ich mich an!


    Das Vokabular muß einerseits der Situation angepaßt sein, andererseits muß es im Leser genau die Gefühle wecken, die der Autor ihm vermitteln will.
    Manchmal verlangt das danach, die Dinge beim Namen zu nennen, ein andermal genügen Andeutungen und Umschreibungen.


    Schlag nach bei Goethe... :P


    baer

    Ich kenne Leute, die zitieren und der andere muß den Autor erraten. Das macht wirklich Spaß! :D 
    Im SB hab ich mir aber damit schon öfter Schwierigkeiten eingehandelt. Also laß ich dieses Spiel hier eben! :(


    baer

    Wer kann das wissen? ;)


    Ich habe mich bedankt, weil damit die Integrität eines schönen Accounts wiederhergestellt ist.
    So etwas gefällt mir!


    Und Du darfst Dich ruhig auch bedanken. Alex hat's verdient!


    baer

    Bleibt aber immer noch, daß der Leser ja nicht geschlechtsneutral ist.
    Geschichten werden eben von Männern anders rezipiert als von Frauen.


    Und in der Diskussion geht es wohl darum, daß eine Frau einem Mann abnimmt,
    sich in die weibliche Gefühlswelt hineinversetzt zu haben und umgekehrt.


    Und stellt sich der Erfolg bei einer bestimmten Lesergruppe (z.B. amerikanische Hausfrauen um die 40 bei E.L.James)
    nicht manchmal erst im Nachhinein heraus?


    Und bei Weltliteratur ändert sich das natürlich im Lauf der Jahrhunderte.
    Können wir den moralischen Aufschrei im 18.Jahrhundert über Werther oder
    im 19.Jahrhundert über die Kameliendame heute noch nachvollziehen?


    baer

    "Sehr schön! Und jetzt bezieh das mal bitte auf die SB-Autoren."(Zitat mausbacher)


    Der Einfachheit halber einmal anhand der o.a. Beispiele:


    ad 1) Männliche Perspektive. Der Erzähler erwähnt nur, daß die Frau laut stöhnt.
    Aus männlicher Sicht empfindet sie Lust in ihrer Ausgeliefertheit gegenüber dem Unbekannten.
    Kann das eine Frau nachempfinden?


    ad 2) Wiederum männliche Perspektive mit anatomischen Details und satirischem Unterton.
    Und die Frau stöhnt. Erotisch für Mann/Frau?


    ad 3) Weibliche Perspektive. Die Erzählerin erfreut sich an der Ministration durch den Mann.
    Für mich wenig erotisch, aber vielleicht für eine Frau?


    ad 4) Männliche Perspektive. Ein Männertraum! DIe Lust der Frau spielt hier wenig Rolle.
    Aber das Mädchen spielt mit (weiß der Erzähler). Glaubwürdig?


    ad 5) Weibliche Perspektive. Männlicher Autor mit weiblichem Nick.
    Die Passage ist recht gut gelungen, finde ich. Aber aus weiblicher Sicht?


    ad 6) Männliche Perspektive. Sehr einfühlsame Sprache für die weibliche Gefühlswelt.
    Glaubwürdiges (männliches) Kopfkino!


    ad 7) Männliche Perspektive. Aber von einem der Meister des SB.
    Gut getroffen!


    ad 8 ) Weibliche Perspektive. Eine der hier umstrittensten Geschichten.
    Die Ausdrucksweise packt mich, die Schreibweise weniger.


    baer

    @ mausbacher


    Das ist gar nicht so einfach!
    Meist behaupten im SB ja Männer, daß andere Männer sich nicht glaubhaft in Frauen hineinversetzen können.
    Ich hoffe, daß eine weibliche Userin hier Stellung nimmt.


    Ich fühle mich da befangen. Entweder ist eine Story mE hier überhaupt unerotisch, was Frauen und Männer betrifft, oder es knistert einfach.


    baer

    Gewiß, in der Weltliteratur gibt es bei den großen Werken kaum Zweifel, ob sie aus weiblicher oder männlicher Perspektive geschrieben sind.
    Wer würde Pride and Prejudice von Jane Austen einem Mann zuschreiben?
    Hingegen sind etwa Shakespeares Othello oder Goethes Faust eindeutig männlich.
    Richard Wagners Werke stellen die Frauen auf ein Podest, ob sie der Autor jedoch versteht?
    Dennoch hat der Meister als letztes Schriftstück "Über das Weibliche im Menschlichen"verfaßt.


    Bei (erotischen) Szenen zwischen Mann und Frau geht es aber vor allem darum, ob der Leser die Gefühlswelt der Frau als authentisch empfindet.
    Das hängt natürlich wiederum stark davon ab, ob er selbst männlich oder weiblich ist.
    Die Marschallin aus dem Rosenkavalier (Hofmannsthal), Elisabeth in Don Carlo (Schiller), Violetta Valéry (Dumas)
    sind farbige Figuren voller weiblicher Erotik, denke ich. Ob das Frauen auch so empfinden?


    Und gerade bei erotischen Geschichten soll das anders sein?
    Sind deshalb Werke von Pauline Réage oder Anais Nin zu Klassikern geworden?


    baer

    Reich-Ranicki


    Das Bild des Dieners suggeriert allerdings eine Demut, der Reich-Ranicki
    denkbar fern steht. Als Kritiker „dient“ er der Literatur nur in einem
    abstrakten Sinn, nicht in ihren konkreten Erscheinungsformen. Einzelnen
    Autoren oder Werken verweigert Reich-Ranicki die Dienerschaft
    entschieden. Goethes Forderung an eine „produktive Kritik“, dass sie, im
    Gegensatz zur „zerstörenden“, dem Autor helfen solle und „daß man mehr
    um des Autors als des Publikums willen urteilen müsse“, hält er
    entgegen, „daß Kritiken zunächst einmal um der Literatur willen
    entstehen und mit dem Blick nicht auf den Autor, sondern auf das
    Publikum geschrieben werden sollten. Und daß es darauf ankomme, vor
    allem dem Leser zu helfen, und daß somit die Frage, ob auch der Autor
    aus der Kritik Nutzen ziehen könne, von durchaus nebensächlicher
    Bedeutung sei.“


    nach: http://www.literaturkritik.de/public/rez…hp?rez_id=14424


    Damit kann ich mich voll identifizieren!


    baer

    @ beware


    Die Zahlen gefallen mir!
    Also wenn einer der 59%, die einen One Night Stand wollen, bei einer der 35% (bei Frauen vielleicht sogar mehr) erotisch Kostümierten landet,
    aber unter den 27% ist, die ihren Partner betrügen, wird er nur zu 13% erwischt!
    Gute Quote! :D


    Lei lei


    baer

    "Natürlich positiv, wie sich das für Literaturnobelpreisträgerin Jelinek
    gehört. Ihr gebührt die Ehre, Pornos gesellschaftsfähig gemacht zu haben
    – Zitat aus der Rezension der FAZ über Elfriede Jelineks 1989
    erschienenes Buch Lust."
    (Zitat Erpan)


    Jeder Porno ermüdet. Und wenn Elfriede Jelinek einen schreibt, sich an
    die Regeln eines Porno hält: Dann kann man ihr genau das Ermüdende der
    Wiederholung nicht vorwerfen, den Überdruß und am Ende die Langeweile,
    wie es viele, man ahnt es: männliche Kritiker bei Erscheinen des Buches
    getan haben. Im Gegenteil, es ist ein Beweis für das Gelingen des
    Romans, auch wenn Jelinek behauptet hat, daß ihr Projekt gescheitert
    sei, weil es keine weibliche Pornosprache gebe; eine Behauptung, die
    genauso zum Programm des Romans gehört wie Jelineks bewußt mißlungene
    Metaphern. Sie sollen Gewalt antun.



    Dem Link zur überaus gelungenen FAZ-Rezension, den Erpan zum Gedicht Postkoitales von LaVie gepostet hat, verdanke ich den o.a. Absatz.


    Elfriede Jelinek behauptet also, daß es keine weibliche Pornosprache gebe. Stimmt das?
    Wieso gibt es dann bei uns ständig Diskussionen, daß sich ein Mann nicht in die weibliche Erotik einfühlen kann und an den inneren Monologen seiner Protagonistin scheitern muß?


    baer

    Ab doch nicht bei euch in Wien! Ihr macht, wie sich für Katholiken gehört, erst ab 6. Januar den Schweinestall auf, oder? Auch hierzulande ist der 11.11. nur ein symbolisches Datum, denn wirklich gefeiert wird ab da nicht, sondern erst im neuen Jahr.

    Also ich hab heute in kleiner Runde mit Faschingskrapfen und Sekt auf den Fasching angestoßen. ;) 
    Natürlich beginnt die Ballsaison dann erst so richtig zu Silvester, der Wiener Fasching am 6.1.
    Höhepunkte sind Faschingssamstag, Rosenmontag und Faschingsdienstag.


    @ Louanne
    Ja, auf einem Wiener Ball gibt es auch erotische Erlebnisse! :P 
    Vielleicht schreib ich mal was à la Sinfonie der Nacktheit...


    baer


    P.S.: Mit Schnitzlers Traumnovelle oder Karneval in Venedig (Die nackte Maske), siehe baerothek, kommt das aber nicht mit. ;)

    "baer66" ist offensichtlich ein beliebter Nick in Partnerbörsen für männliche 47-Jährige! 8) 
    Wenn ich das gewußt hätte...


    baer


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