Mit Vergnügen, mausbacher.
Wie man sieht, liegt im Namen einiges verborgen...
What's in a name...
baer
Mit Vergnügen, mausbacher.
Wie man sieht, liegt im Namen einiges verborgen...
What's in a name...
baer
Ganz genau, mausbacher!
Und fällt Dir da nicht gleich ein Zeitgenosse ein, der in seinem Reich ähnliche Zustände hat, oder gar mehrere?
"Es finden sich außerdem überlieferte Berichte von Zwangsprostitution
und Vergewaltigungen seitens des Kaisers, denen Angehörige der
Oberschicht zum Opfer fielen."
Das macht sich natürlich im Film gut und ist auch die meistzitierte Szene.
Erinnert ein wenig an die Gerüchte über Tiberius auf Capri.
Dennoch: "Wie sich die Bilder gleichen..."
baer
Bin mit meinem Nick sehr zufrieden, lieber Peter Mausbach! ![]()
Aber in diesem Thread geht's doch um Zustände wie im alten Rom.
Catull nannte Julius Caesar "Schwänzelchen".
baer
Non ita me di ament quicquam referre putavi,
utrumne os an culum olfacerem Aemilio.
Quem siqua attingit, non illam posse putemus
aegroti culum lingere carnificis?
Die wahren Gründe des Untergangs Roms
Von "spätrömischer Dekadenz" sprach FDP-Chef Westerwelle im Zusammenhang mit seinen Vorstellungen über Hartz-IV-Empfänger.
Den Begriff "décadence" prägte Nicolas Boileau im 17. Jahrhundert;
Montesquieu und Edward Gibbon wendeten ihn auf den Untergang des
Römischen Reiches an, mit dem er seither untrennbar verbunden ist.
Dahinter steht eine Weltsicht, derzufolge jedes soziale Gebilde einem
natürlichen, zwangsläufigen Entstehungs- und Verfallsprozess unterliegt.
Dazu gehört, dass die ursprünglich zum Aufstieg beitragenden
Eigenschaften nach einer Phase der Blüte in die Degeneration umschlagen.
Die im Überfluss lebende Elite neigte offenbar zu Exzessen, die ihre
Urteilsfähigkeit trübten und die Verteidigungsbereitschaft Roms
schwächten – wobei man vorsichtig sein muss: Die in Hollywood so
beliebten Ausschweifungen und Orgien gehen auf zeitgenössische
Beschreibungen zurück, die oft von politischen Interessen gefärbt sind.
"Luxus ist ein süßes Gift, das man viel leichter anklagen als vermeiden kann."
Die Parallelen sind augenfällig, oder?
Und auch wenn der humanistisch gebildete deutsche Außenminister das erkannt hat und dafür viel geprügelt wurde, ist es dennoch richtig!
baer
Hab nie etwas anderes behauptet!
Wer vergleicht hier dauernd?
Verwechslungsgefahr mit einem User, der seit 2010 inaktiv ist, besteht wohl nicht!
baer
P.S.: Die Suchfunktion "Durchforsten nach Author" zeigt nach den Geschichten von "Baer" meine als von "Baer66" an.
Wenn's nicht so mühsam wäre, würd ich wahrscheinlich mit "Baer" signieren!
So wie z.B.: Benedikt p.p. statt Benedikt XVI. ![]()
Baer e.h.
Erpan hat ganz recht: "Es hat sich (fast) nichts geändert. Seit 2000 Jahren nicht."
Das macht auch das Lesen der antiken Schriftsteller und die Vergleiche mit der heutigen Zeit so interessant.
Wir brauchen uns nichts einzubilden. (Fast) alles war schon mal da!
baer
Ja, ich geb's zu.
Einfach Effekthascherei! ![]()
baer
Also ich hab mich ausgekannt! ![]()
baer
Ach mausi, war nur so eine Überschrift.
Ich bin ein direkter Mensch und glaub, was ich les.
Wenn sich jemand entschuldigt, entschuldigt er sich.
Egal, ob Mann oder Frau!
Da vergleich ich nicht.
baer ![]()
Die Entschuldigung einer Frau ist nicht immer vergleichbar mit der eines Mannes. Wohl dem, dem das Zwischenzeilige nicht verborgen bleibt.
Frauenversteher! ![]()
baer
Falls ich Dir in irgendeiner Weise zu nahe getreten bin, entschuldige ich mich dafür.
Angenommen!
Ich bin nicht nachtragend. ![]()
baer
Ich habe gefragt! ![]()
baer
Erotische Kunst Geschichten
Zur Inspiration der Geschichten gehören Elemente aus Malerei, Bildhauerei, Literatur, Fotografie und andere Kunstgegenstände.
Was möchtest Du jetzt eigentlich?
Daß ich eine schmutzige Fantasie habe und darüber schreibe?
Ich habe Spaß! Drum bin ich hier!
baer
Der Sadismus. Wollust und Grausamkeit bei den Massen. Wollust und
Religion. Die gastfreundliche und die religiöse Prostitution. Eine
Darlegung von Dufour. Berichte des Herodot. Verbindung von Wollust und
Grausamkeit mit religiösen Kulten. Pietistisch-sexuelle Kulte.
Geschichtliches darüber. Die Suggestion. Die „untere Disziplin“. Eine
Darlegung von Abbé Boileau. Religiös- wollüstige Ekstasen. Zusammenhang
des religiösen Irrsinns mit dem Zölibat.
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut?
baer
Jemand wird (grausam) hingerichtet. Öffentlich.
Wieso wollen das so viele Leute sehen?
Live, in den Medien, im Film?
Gut, also Tausende gehen hin, zahlen sogar Eintritt.
Was fasziniert sie daran?
Schadenfreude? Haß? Rachsucht?
Und die Frauen sind besonders heiß darauf!
Erregt es sie?
In dieser Geschichte wird nur die Marquise geil bei dem Spektakel.
Die anderen Frauen zeigen auch Emotionen.
Die Kavaliere nützen die Gelegenheit für eine Schweinerei.
Typisch? Bemerkenswert? Männliche Perspektive?
baer
Danke für die Antwort.
ad 3.
akzeptiert
ad 4.
Einerseits gut, andererseits beschäftigst Du Dich dafür doch recht ausführlich mit "meiner Fantasie".
Auch mausbacher geht es offenbar darum:
"Die Unerotik eines "vorbereiteten Arschlochs"
inklusive schweißglanzige Klitschnassigkeit bzw. atrozitäre
SadoEnzephalitis vom Feinsten - mit historischem (!) Background und
multiplem, auch fem-analem Orgasmus." (Zitat mausbacher)
Natürlich habe ich die Geschichte geschrieben (getippt) und hochgeladen.
Bei literarischen Themen ist die Idee aber vom Vorbild (siehe Urteil des Paris, Kalypso, ...)
Hier eben die Memoiren von Casanova.
"Quälen/Hinrichtung und geil passt zusammen." (Zitat beware) ist in dieser Geschichte tatsächlich so.
Das muß man nicht mögen!
baer
Die Zeit kommentiert Casanovas Bericht so:
Die Zeit war ja nicht zimperlich. Das Mittelmeer wurde noch immer
befahren – mit Galeeren. Jahr für Jahr starben Tausende von
Galeerensträflingen in ihren Ketten, unterm Ruder. Kein Hahn krähte
danach, und auch Casanova, der den Galeeren mehr als einmal nahekam,
verliert nicht ein einziges Wort des Mitleids darüber.
Er war wohl nicht gerade sadistisch veranlagt, aber seine Verachtung
der Armut, der Schwäche, des Volkes, der demokratischen Bestrebungen,
später der Französischen Revolution, lassen auf Gefühlsarmut in sozialer
Hinsicht schließen. Er genoß es zweifellos, „oben“ zu sein und andere
unter sich zu sehen. War es eitel Selbstgefälligkeit, wenn er sich in
den Memoiren immer als ein Feind von Ungerechtigkeit und Lüge hinstellt?
Gern will er andere glücklich gemacht haben, aber freilich vor allem –
oder nur? – dann, wenn er selber gleichzeitig dadurch glücklicher wurde.
Ein Beispiel dafür, daß er sich nicht an den Leiden anderer weidete,
ist Casanovas Kommentar zu der berühmt-berüchtigten Hinrichtung Robert
François Damiens, eines Franzosen, der versucht hätte, Ludwig XV. zu
ermorden.
„Der achtundzwanzigste März war der Tag, an welchem Damiens seine
Todesqual erleiden sollte. Ich holte die Damen in der Frühe bei der
Lambertini ab, und da mein Wagen uns kaum alle faßte, so nahm ich ohne
Schwierigkeit meine reizende Freundin auf den Schoß, und so fuhren wir
auf den Greveplatz. Die drei Damen drängten sich in dem von mir
gemieteten Fenster so gut zusammen, wie es ging, und nahmen die
Vorderreihe ein; wir besaßen die Standhaftigkeit, vier Stunden lang dem
entsetzlichen Schauspiel zuzusehen. Damiens’ Hinrichtung ist so bekannt,
daß ich davon nicht zu sprechen brauche; die Erzählung würde zu lang
sein, und außerdem gehen mir derartige Greuel gegen die Natur. Damiens
war ein Fanatiker, der ein gutes Werk zu vollbringen und den Himmel zu
verdienen glaubte. Deshalb hatte er Ludwig den Fünfzehnten zu ermorden
versucht; obwohl er ihm nur eine leichte Hautwunde beigebracht hatte,
wurde er mit glühenden Zangen zerrissen, wie wenn er das Verbrechen
wirklich ausgeführt hätte.
Ich mußte von der Todesqual dieses Opfers der Jesuiten den Blick
abwenden und mußte mir die Ohren zuhalten vor dem gellenden Geschrei des
Unglücklichen, der nur noch seinen halben Leib hatte. Aber die
Lambertini und die dicke Tante waren nicht im geringsten bewegt.
Tatsache ist es, daß Tiretta (ein Freund Casanovas) die fromme Tante
während der ganzen Dauer der Hinrichtung auf eine sonderbare Art
beschäftigt hielt, und vielleicht war er die Veranlassung, daß die
tugendhafte Dame keine Bewegung zu machen, ja nicht einmal den Kopf
umzuwenden wagte.
Da er unmittelbar hinter ihr stand, hatte er die Vorsicht gebraucht, ihren Rock hochzuheben...“ (III, 34, 35).
Ich zitiere so weit, um zu demonstrieren, wie kühl und moralfrei
Casanova die offensichtlich zuweilen äußerst degoutanten Sitten und
Unsitten seiner Zeit notierte. Wir würden heute sagen: er verhielt sich
phänomenologisch. Eine erstaunliche Haltung bei einem so emotional
bestimmten, einem so egozentrischen Charakter.
Soziales Mitleid war ihm fremd, wie gesagt, die soziale Frage vernahm
er überhaupt nicht. Er erlebte die entscheidendste europäische
Revolution, den historischen Freiheitskampf des Bürgers und den ersten
Sieg in diesem Kampf: 1789.
Weder die Barbarei noch der Geschlechtsakt sind meine Fantasie (daher die Belege von Casanova)!
Aussagen über Politik oder Religion versuche ich in SB tunlichst zu vermeiden.
Daß Du die Geschichte nicht erotisch findest, akzeptiere ich.
Dennoch frage ich mich, worum es Euch hier geht:
1. um die barbarische Hinrichtung
2. um den Sadismus der Marquise, die sich an den Qualen aufgeilt
(beides historisch)
3. um die Bearbeitung von 1. und 2. für den SB
4. um meine Fantasie
baer