Nun, die Geschichte ist schon etwas her, aber da ich nicht so oft hier hereinschaue, war sie mir doch neu.
Freilich hatte ich bei diesem Titel und den mitunter etwas frivolen Geschichten der anderen Autoren, eine andere Phantasie im Kopf.
Ein "Pflaumenbaum" sollte doch bei 5 jungen Mädchen von Symbolik zu Realitäten zu verknüpfen sein.
Nun, dahingehend etwas enttäuscht, muss ich aber Baer zustimmen, die Sprache entschädigt.
Das dann noch die Begebenheit zur Gründung eines FKK-Vereines geführt hat, der weniger die Sinnlichkeit, als mehr die Lebensfreude befeuert, kann uns allen ja nur recht sein.
Überhaupt scheint mir, dass die künstlersiche Aufarbeitung der Freikörperkultur etwas stiefmütterlich behandelt wird. Zwar gibt es gelegentlich Dokumentationen zu diesem Thema, aber mehr als lustig hüpfende Frauen und den Spaten schwingende Männer gibt es dann doch nicht. Leider.
Keine Serie "Neues aus dem Lichtland", kein Krimi "Die Nackte und die Tote", keine Schnulze "Nackt beim Sonnenuntergang im Waldsee" oder keine Parodie "Der nackte Wahnsinn am kalten Buffet".
Kunst kann auch enttäuschen, wenn das Lieblingsthema nicht behandelt wird.