Das ist schon witzig, dass die Angst vor einer Diktatur so groß ist, dass das Ende der westlichen Demokratie nicht wahr genommen oder negiert wird.
Wir sind auf einem absteigenden Ast und wenn sich Babett nach einer Alternative umsieht, dann ist das nicht nur legitim, sondern sinnvoll.
Eine Diktatur, egal in welcher Form auch immer, dient nur vordergründig dem Wohle des Volkes.
Das kommt darauf an, ob sich das Volk systemkonform verhält. Es gab da mal eine interessante Studie von einer amerikanischen Historikerin, die untersucht hat, warum die Deutschen dem Nationalsozialismus nicht entschiedener entgegen getreten sind. Die Antwort war: Weil es ihnen besser ging als vorher.
Während man in der Demokratie eben auch Pech haben kann, obwohl man fleißig zur Wahl ging. Wenn der Betrieb dicht macht, weil die Chinesen billiger produzieren oder weil dein Produkt (z.B. Strom aus der Braunkohle) nicht mehr erwünscht ist, dann ist es vorbei mit dem Wohl.
Dann must du dich selbst kümmern.
Ich habe 30 Jahre in der Diktatur gelebt und 30 Jahre in der Demokratie. Mein persönliches Fazit fällt gemischt aus. ich würde nicht die DDR wieder haben wollen, aber die heutige Gesellschaft ist mittlerweile von ihrem Ideal genauso weit weg, wie das damals war. Schade.