Diese Geschichte ist eine Phantasie, auch wenn sie in manchen Teilen auf meinem realen Erleben basiert. Ich habe versucht, mich in einen Menschen einzufühlen, der, im Gegensatz zu mir, noch Schamgefühle hat, weil das ja eines der Themen hier im Forum ist.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
Alles Liebe
Nuée
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Ich weiß nicht mehr, wie lange ich schon in dich verliebt bin, doch es kommt mir manchmal so vor, als sei es schon immer so gewesen. Ich schlafe abends in Gedanken an dich ein, und wache morgens in Gedanken an dich auf. Es ist wie eine Fixierung, die ich nicht auflösen kann, was immer ich auch tue. Sobald ich dich irgendwo sehe, an der Uni, in der U-Bahn oder in einem Café in unserem Kiez will alles in mir nur hin zu dir. Du beachtest mich kaum, und ich kann das irgendwie auch verstehen, denn du bist stets von den schönsten Mädchen umgeben und ich bin nur eine graue Maus, die langweilige Klamotten trägt und so gar nichts Aufregendes an sich hat.
Doch heute hast du mich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen. Wir stehen beide in der Bibliothek in der Schlange vor der Rückgabe und jemand rempelt mich aus Versehen an. Meine Bücher fallen zu Boden und alle schauen mich an. Ich könnte vor Scham im Erdboden versinken, weil ich es hasse, so viel Aufmerksamkeit zu erregen, doch dann bemerke ich deinen Blick, der mich dabei beobachtet, wie ich meine Bücher wieder ausammle. Als du dich nach einem der Bücher bückst, um es für mich aufzuheben, kann ich es kaum glauben, doch als ich sehe, welches Buch es ist, steigt mir eine heiße Schamesröte ins Gesicht.
Es ist Sarah - Ich bin gekommen, ein autobiographischer Roman einer 21 jährigen Pariserin, die von ihren intimsten Erlebnissen und Phantasien berichtet. Du schaust dir das Buch an, hebst eine Augenbraue und schaust mir dann direkt in die Augen. Dein Blick macht mich verlegen und ich senke den meinen sofort. Du stehst auf und kommst zu mir herüber. "Hat es dir gefallen?" fragst du mich und ich sterbe beinahe vor Scham. Deine Hand fasst mir ans Kinn und hebt es leicht an, doch meine Augen sind immer noch gen Boden gerichtet. "Schau mich an!" sagst du, und deine Stimme hat dabei einen Tonfall, dem ich mich nicht entziehen kann. Ich hebe meine Augen zu deinen empor und versinke in deinem Blick, der warm und zugleich auch fordernd ist, als du deine Frage wiederholst.
"Hat es dir gefallen?" Ich spüre eine feuchte Wärme in meinem Höschen und werde mir erschrocken bewusst, dass deine Berührung und dein Blick in meinem Geschlecht die Säfte zum Fließen bringen. Ich versuche zu antworten, aber mehr als ein gehauchtes "Ja." bringe ich nicht zustande. Du nickst und gibst mir das Buch zurück. "Vielleicht sollten wir uns ja mal darüber unterhalten." sagst du und mein Herz macht einen freudigen Hüpfer
Du holst dein Handy aus der Gesäßtasche deiner Jeans und schaust mich erwartungsvoll an. Ich stammle dir meine Nummer entgegen, verhasple mich dabei drei Mal, doch am Ende hast du meine Telefonnummer in deinem Handy gespeichert und ich kann es kaum glauben. Erst als du deine Bücher abgegeben hast und dich mit einem knappen Nicken von mir verabschiedest, fällt mir auf, dass du mir deine Nummer nicht gegeben hast.
Die nächsten Tage sind die Hölle. Gefühlt alle zwei Minuten hole ich mein Handy hervor und schaue nach, ob du mir geschrieben hast. Doch da ist nichts als gähnende Leere in meinem Messenger und ich werde langsam verrückt vor Sehnsucht nach einer Wiederholung unserer Begegnung in der Bibliothek. Es dauert ganze zehn qualvolle Tage, bis du ganz plötzlich in der Mensa an meinem Tisch auftauchst. "Störe ich?" fragst du und ich weiß vor lauter Schreck nicht wohin mit mir und meiner Freude. "Nnnein...üüüü... ber haupt nicht." stammle ich und du setzt dich einfach so an meinen Tisch. "Hast du Lust, mit mir Essen zu gehen?" fragst du so beiläufig, als wäre nichts dabei und ich kann mein Glück nicht fassen. Ich nicke wie unter Hypnose, gebannt von dem magischen Blick deiner Augen und und höre wie aus weiter Ferne, wie du sagst: "Ich ruf dich an." Du stehst wieder auf und bist verschwunden, ehe ich noch Piep sagen kann.
Drei Tage später klingelt endlich mein Telefon. Du hast mich wieder ein bisschen zappeln lassen, aber nun bist du ja da. Ohne Umschweife kommst du sofort zur Sache. "Kennst du das Sensualitá in der Mommsenstraße?" fällst du mit der Tür ins Haus und ich muss zugeben, noch nie davon gehört zu haben. "Das macht nichts. Du wirst es schon finden. Samstag um 20°° Uhr. Mach dich hübsch." Und noch bevor ich noch etwas sagen kann, hast du schon wieder aufgelegt. "Mach dich hübsch." äffe ich dich ein wenig genervt nach, doch schon im nächsten Moment erfasst mich die nackte Panik und die urweiblichste aller Fragen.
Was soll ich nur anziehen? Ich durchforste meinen Kleiderschrank, doch da ist nichts, was auch nur ansatzweise dafür geeignet scheint, diesem "Mach dich hübsch" von dir zu genügen. Samstag ist schon übermorgen und ich schnappe mir meine Jacke und renne sofort los, hinaus aus der Wohnung, über den Marktplatz hinüber zur Mall. Es dauert mehr als vier Stunden, doch dann habe ich gefunden, was ich gesucht habe. Ein luftiges, geblümtes Sommerkleidchen mit einem Ausschnitt bis hinunter zum Bauchnabel und hauchdünnen Spaghettiträgern, die auf meinen schmalen Schultern so gut wie gar nicht zu sehen sind. Es ist kürzer als alles, was ich jemals getragen habe, endet knapp eine Handbreit unterhalb meiner Pobacken, aber ich habe beschlossen, all-in zu gehen und diese einmalige Chance zu nutzen, dich zu beeindrucken.
Am Samstag stehe ich gerade vor dem Spiegel und begutachte noch einmal mein Kleid, als plötzlich mein Telefon klingelt.
"Hallo." sagst du und mein Herz rutscht mir fast in die Kniekehlen, weil ich fürchte, du könntest im letzten Moment absagen. Doch du hast etwas ganz anderes im Sinn.
"Ich wollte nur sagen, dass du alles zuhause lassen kannst, was du heute nicht brauchen wirst. Keine Handtasche, kein Portemonnaie, keine Unterwäsche."
Ich bin so baff, dass ich erst einmal gar nichts sagen kann, doch du hast auch schon wieder aufgelegt und mich mit dieser Ansage allein gelassen. "Keine Unterwäsche!" hallt es in meinen Ohren und ich betrachte mich dabei im Spiegel.
Einen BH hätte ich ohnehin nicht getragen, weil er den bauchnabeltiefen Ausschnitt verdorben hätte, aber ohne Höschen in diesem Kleid? Ich probiere es aus und streife den hauchzarten String, den ich mir extra für diesen Abend gekauft habe, über meine Schenkel nach unten, trete heraus. Dann drehe ich mich vor dem Spiegel ein paar mal hin und her und muss erkennen, dass das Kleid in seiner Flatterhaftigkeit weit mehr entblößt, als mir lieb ist. Das Gefühl der luftigen Blöße von Po und Geschlecht unter meinem Kleid ist erschreckend präsent und andererseits, wider Erwarten, auch irgendwie aufregend. Es fühlt sich so schrecklich verboten an, dass es mich schon beinahe wieder reizt. Also doch ernsthaft jetzt so auf die Straße?
Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt und ich kann spüren, wie in mir die Scham und die Verliebtheit miteinander ringen, doch dann schlüpfe ich schließlich entschlossen in meine Riemchensandalen und ziehe die Tür hinter mir zu.
Als ich das erste mal ohne Höschen aus dem Haus trete, bin ich mir sicher, dass jeder an meiner schuldbewussten Miene sehen wird, dass meine Brüste, mein Po, mein Geschlecht frei und nackt sind unter dem dünnen Stoff meines geblümten Sommerkleidchens, doch es kommt noch schlimmer. Ich bin gerade ein paar Schritte gegangen, als plötzlich der Wind auffrischt, mein Kleidchen erfasst, es hochwirbelt und um meine Blöße herumflattern lässt. Panisch versuche ich, dieses Bauschen und Abheben mit meinen Händen zu bändigen und es bringt mich fast um, nicht zu wissen, was andere dabei sehen können oder vielleicht sogar schon gesehen haben. Ich kämpfe mich tapfer durch diesen Windkanal auf dem offenen Marktplatz, ein bisschen wackelig auf meinen hohen Sandalen, und bin unendlich erleichtert, als der Wind in einer der Gassen wieder nachlässt.
"Das fängt ja gut an." denke ich und streiche mein Kleidchen an mir herunter, doch der Schock über meine plötzlich Entblößung sitzt mir immer noch in den Gliedern. Ich stöckle weiter über das Kopfsteinpflaster der Gasse und merke wieder einmal, dass solche Schuhe einfach nicht für mich gemacht sind. Doch heute Abend hätte ich um nichts in der Welt meine Sneakers angezogen.
Ich brauche ein bisschen länger, als gedacht, weil ich mich nun ausschließlich durch die engen Gassen bewege und offene Plätze meide. Aber dennoch komme ich schon vor der Zeit am Sensualitá an. Leider liegt es auf einem großen Platz und ich muss mich noch einmal den stürmischen Winden aussetzen, doch diesmal bin ich darauf vorbereitet und ziehe den Saum meines Kleidchens mit beiden Händen dicht an meine Oberschenkel heran. Durch die große Frontscheibe kann ich sehen, dass du ebenfalls schon da bist und bin erleichtert, weil ich nicht hier vor der Tür auf dich warten muss. Ich betrete das Restaurant bin ich ziemlich froh, dass der Tisch, an dem ich dich erblicke, nicht so sehr weit vom Eingang entfernt war. Ich gehe langsam und bedächtig auf dich zu, als ganz plötzlich irgendwas schief ist unter meinem Absatz und ich ins Straucheln komme. Ich kann mich gerade noch fangen, aber der große Auftritt ist damit definitiv versaut.
Du empfängst mich mit einem freundlichen Lächeln, stehst auf und rückst mir, ganz Gentleman, meinen Stuhl zurecht.
"Achte auf dein Kleid." sagst du beiläufig, und ich verstehe nicht, was du damit meinst. Ich halte mitten in der Bewegung inne und du schiebst erklärend nach: "Du darfst dich nie auf dein Kleid setzen." Jetzt habe ich verstanden und hebe so unauffällig wie möglich den Saum meines Kleidchens so an, dass er den direkten Kontakt meiner nackten Pobacken mit der Sitzoberfläche nicht behindert.
Es ist schon die zweite deiner "Regeln", die ich kennenlerne und augenblicklich befolge, und es werden wohl noch etliche andere dazu kommen. Schon wenige Minuten, nachdem ich auf dem Stuhl Platz genommen habe, lerne ich die nächste kennen.
"Spreiz die Beine." sagst du leise und auch jetzt gehorchte ich ohne jede Verzögerung. Sofort spüre ich den leisen Luftzug der Aircondition an meinen Schamlippen und mir wird bewusst, wie offen ich jetzt hier am Tisch sitze. Ich schaue mich im Saal um und frage mich, wer hier wohl was von mir sehen kann. Es gibt zwei Männer und eine Frau, die im richtigen Winkel sitzen, um problemlos unter unseren Tisch gucken zu können, und augenblicklich steigt in mir die Scham darüber auf, mich hier derart obszön zu präsentieren. Doch ich wage nicht, etwas an meiner Beinhaltung zu verändern, weil ich dich nicht verärgern will und bleibe so sitzen, wie du es angeordnet hast.
"Wie geht es dir?" fragtest du und ich antwortete, ohne nachzudenken. "Ungewohnt." sagte ich und du lachst.
"Vor allem die Schuhe, oder? Zieh sie aus. " Ich dachte, ich hätte mich verhört. Diese Schuhe hatten mich ein Vermögen gekostet und nun soll ich sie einfach ausziehen? "Sie passen nicht zu dir." legst du nach und nun kriecht die Scham über meine Fehleinschätzung siedend heiß in mein errötendes Gesicht. Natürlich hast du Recht, und irgendwie bin ich sogar ganz froh darüber, diese unbequemen Dinger von den Füßen streifen zu können, aber es kränkt mich auch, dass sie "zu mir" nicht passten. Was um alles in der Welt passte denn "zu mir." Birkenstocksandalen?
Dennoch gehorchte ich natürlich auch in diesem Fall, bückte mich hinunter und öffnete die Riemchen an meinen Knöcheln. Dabei klaffte mein Kleidchen vorne auf und verschafft dir und auch dem Kellner, der gerade an unseren Tisch getreten ist, einen wunderbaren Ausblick auf die zarten, rosigen, winzigen Knospen meiner kleinen, festen Apfelbrüste, die in dieser Position völlig unverhüllt präsentiert werden. Der Kellner versucht, zu genießen und zu schweigen, doch du hast seinen Blick sehr wohl bemerkt. "Gefallen dir ihre Titten?" fragst du ihn aggressiv. Der Kellner weiß vor Verlegenheit nicht, wohin mit sich und versucht es mit Professionalität. "Haben sie schon gewählt?" fragt er uns beide und schaut uns dabei abwechselnd an, ohne uns anzuschauen. Doch du gibst keine Ruhe.
"Warum so schüchtern?" fragst du nach. "Möchtest du sie vielleicht noch einmal sehen?"
Er ist inzwischen knallrot angelaufen und windet sich sichtlich in dieser Situation.
"Zeig ihm deine Titten!" forderst du mich auf und ich bin ein bisschen erschrocken über mich selbst, als meine Hände sofort nach den hauchzarten Trägern des Kleidchens greifen und sie von den Schultern schieben. Das geschieht gewissermaßen ohne mein Zutun, ohne das ich es bewusst gesteuert habe, ist einfach purer und bedingungsloser Gehorsam, und von diesem Moment an ist mir klar, dass sich mein Leben genau JETZT in diesem Moment radikal verändert.
Der Padrone eilt herbei, scheucht den Kellner in die Küche und versucht, die Situation zu befrieden.
Es entspinnt sich ein leidenschaftlicher Wortwechsel zwischen dir und ihm, von dem ich kein Wort verstehe, weil er auf italienisch geführt wird. Doch es ist dem Padrone anzusehen, dass er nichts weniger will, als es sich mit dir zu verderben. Seine Haltung ist, bei aller Leidenschaft der Debatte, so vollkommen unterwürfig, dass ich mich frage, wer du bist, das er sich so verhält.
Andererseits muss ich mir eingestehen, dass auch ich aus für mich unerfindlichen Gründen deinem Willen nichts entgegenzusetzen habe. Etwas an dir bewirkt, dass ich alles tue was du sagst, und das ist nicht nur meine Verliebtheit. Ich sitze oben ohne in diesem Restaurant, mit weit gespreizten Schenkeln und mit nacktem Hintern auf dem gepolsterten Stuhl, und fühle mich nackter als nackt, obwohl ich ja durchaus noch etwas anhabe. Natürlich hat der ganze Aufstand die Aufmerksamkeit aller Gäste des Restaurants auf unseren Tisch gelenkt und das ist mir durchaus bewusst. Meine Hände zucken, wollen sich schützend vor meine so exponierten Brüste legen, doch sie sind wie gelähmt, denn auch das wage ich nicht ohne deine Erlaubnis. Ich spüre eine heiße Röte in meinem Gesicht, doch zu meinem Erstaunen auch noch etwas anderes. In meinem Bauch kribbelt es auf seltsame Weise und nicht nur da, sondern auch noch etwas tiefer. Ich spüre dem nach und muss feststellen, dass ich von dir auch noch auf andere Art entblößt worden bin, denn ich spüre zwischen meinen Schenkeln eine ansteigende Feuchtigkeit, die gerade JETZT in diesem Moment das Polster des Stuhl durchtränkt. Ich möchte am liebsten vor Scham im Erdboden versinken. Wie soll ich jemals wieder von diesem Stuhl aufstehen?
Natürlich bekommst du von alledem nichts mit, doch als sich dein Ärger ein wenig beruhigt hat, schaust du mich an und sagst:
"Rot steht dir." Das macht natürlich alles noch schlimmer, doch du machst keinerlei Anstalten, diese für mich so hochgradig peinliche Situation zu beenden. Ich räuspere mich und frage: "Worüber habt ihr gesprochen?" Du stößt eine Art Schnauben aus.
"Ich habe ihm erklärt, dass ich erwarte, dass man mich vorher um Erlaubnis fragt, bevor man meiner Frau auf die Titten glotzt." knurrst du und die Wucht deines Ärgers klingt aus jedem einzelnen deiner Worte. Doch die zwei Worte "meiner Frau" machen mich unsagbar glücklich. Du greifst nach der Speisekarte, ohne auf meine entblößten Brüste weiter einzugehen und dein Gesicht verschwindet dahinter während ich mich völlig ausserstande sehe, die Hieroglyphen darauf zu entziffern. Ich bin nur äußerlich ruhig und reglos, doch in mir tobt ein ganzer Orkan an Empfindungen und aufploppenden Fragen.
Wie kann es sein, dass mich diese Situation erregt und mir zugleich so peinlich ist, dass ich mich am liebsten in einem Mauseloch verkriechen würde? Wieso ist es für mich absolut unmöglich, mich deinem Willen zu widersetzen? Wieso bleibe ich nackt und entblößt hier sitzen, obwohl ich doch alles andere will, als das? Wieso ziehe ich mich nicht einfach wieder vollständig an?
Mitten hinein in meine Überlegungen höre ich plötzlich deine Stimme, die hinter der Speisekarte hervor fragt: "Gefällt es dir, anderen deine Titten zu zeigen?" Ich blicke auf und du lässt im selben Moment die Karte sinken. "Natürlich nicht." empöre ich mich und merke selber, wie aufgesetzt das klingt. Du grinst. "Nun, es fällt mir schwer, das zu glauben. Du warst ziemlich schnell dabei, als ich dich dazu aufforderte. Und auch jetzt sind deine Titten immer noch nackt. Warum solltest du das tun, wenn es dir nicht gefällt? "
Ich bin wie vor den Kopf geschlagen. Unterstellst du mir allen Ernstes, dass ich das hier will ? Doch du redest schon weiter.
"Du lässt die Schultern zu sehr hängen. Wenn du schon deine Titten präsentierst, solltest du es mit Anmut tun. Setz dich gerade hin und nimm die Schultern nach hinten."
Ich spüre, wie in mir eine Wut aufsteigt über deine überhebliche, herablassende Art mir gegenüber, und doch ist mein Körper mal wieder gehorsam, strafft meine Schultern und reckt die Brüste nach vorne. Du scheinst zufrieden und winkst dem Padrone, der sofort diensteifrig an unseren Tisch eilt. Du bestellst für uns beide, wohl auch um den Blick des Padrone nicht unnötig auf mich und meine Nacktheit zu lenken. Der Padrone notiert eifrig das drei Gänge Menü, das du bestellst und will sich gerade zurückziehen, als du ihn völlig unvermittelt fragst: "Hat sie nicht niedliche Titten?" Ich weiß nicht, wer von deiner Frage überraschter ist, der Padrone oder ich, doch er erlangt relativ schnell die Fassung wieder. Er grinst und formt mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis, den er vor den Mund führt und dann mit einem Kuss darauf in meine Richtung wirft. "Bellissima." ruft er mit dieser typisch italienischen Betonung aus, die immer wie pure Begeisterung klingt.
"Sollte man so etwas Schönes verstecken?" fragst du hinterhältig und die Falle schnappt zu. Der Padrone ist noch immer im Schleim-Modus und widerspricht dir augenblicklich auf's Heftigste. "No, no signore, das wäre eine, wie sagt man, ... sacrilegio."
Du bist zufrieden. Mehr gibt es nicht zu sagen. Meine Brüste bleiben also nackt und ich habe dazu die ausdrückliche Erlaubnis des Restaurantbesitzers, was mich allerdings nur bedingt beruhigt. Was werden die anderen Gäste davon halten? Wie werden sie reagieren, jetzt, wo aller Augen auf unseren Tisch gerichtet sind? Dein Gespräch mit dem Padrone war laut genug, um von allen gehört zu werden. Ich schaue mich um und sehe an fast allen Tischen Getuschel, leise Gespräche, die ich nicht verstehen kann, eine Frau deutet kurz mit dem Finger in meine Richtung, doch niemand scheint wirklich ernsthaft Anstoß daran nehmen zu wollen, dass ich halbnackt mitten unter ihnen sitze und in diesem Moment die Antipasti serviert bekomme. Niemand ruft den Padrone, um sich zu beschweren. Niemand wird laut, um uns zu kritisieren. Und doch ist es mir nicht ganz geheuer, so völlig unbehelligt zu bleiben.
Ich kriege kaum etwas runter, obwohl alles wirklich excellent ist, doch meine Scham schnürt mir immer noch die Kehle zu.
Natürlich fällt es dir auf, dass ich kaum etwas esse. "Entspann dich." sagst du. "Das ist erst der Anfang."
Der Anfang? Was sollte noch kommen, das schlimmer war als halbnackt vor aller Augen in einem Restaurant zu sitzen? Willst du mich beim nächsten Mal vollständig nackt hier antreten lassen?
Das Rinderfilet wird serviert und ich habe mich inzwischen ein bisschen besser an die Situation gewöhnt. Im Grunde ist alles wie immer, nur dass heute meine Brüste nackt und meine Beine weit gespreizt sind, mein Höschen zuhause geblieben ist und mein nacktes Geschlecht für den einen oder anderen hier im Raum möglicherweise ebensogut sichtbar ist wie meine Brüste. Also eigentlich gar nicht der Rede wert, oder? Doch natürlich ist das nur ein Wunschdenken. Die Scham in meinen Gedanken pocht immer noch auf Hochtouren und die zwischen meinen Schenkeln nässt währenddessen das Polster ein, was mich bei alledem am meisten verwundert. Hast du vielleicht Recht und ich finde die Situation doch viel erregender, als ich mir eingestehen möchte?
Ich versuche, einfach nicht daran zu denken und ganz entspannt mit dir Konversation zu machen.
Niemand hier im Raum ausser mir hat ein Problem, so what?!
Natürlich bleibt dir meine zunehmende Entspanntheit nicht verborgen. Immer wieder schaust du lächelnd zu mir herüber, stellst mir Fragen zu meinem Studium, zu meinen Plänen, und meine Antworten werden nach und nach ausführlicher. Nach ungefähr einer Stunde stelle ich erstaunt fest, dass ich mein Nacktsein zwischendurch manchmal beinahe vergesse, ganz und gar konzentriert bin auf unser Gespräch, auf deine Fragen und auf meine Antworten darauf. Es ist ein gutes Gespräch und du zeigst dich sehr interessiert an allem, was mich betrifft.
Als die Nachspeise serviert wird, stelle ich fest, dass du nun ziemlich viel über mich, ich aber so gut wie gar nichts über dich weiß. Doch ich will nicht kleinlich sein mit diesem, trotz allem, schönen Abend und streiche diesen Gedanken sofort wieder. Der Padrone bringt die Rechnung und serviert uns zum Abschied noch Espresso und Veccia Romagna, nicht ohne noch einmal einen sehr ausgiebigen Blick auf meine Brüste zu werfen. Sie scheinen ihm wirklich zu gefallen und ich fühle einen eigenartigen Stolz bei dieser Beobachtung. Wir trinken ganz in Ruhe den Kaffee und den Brandy aus. Dann sagst du ganz beiläufig:
"Zieh dich an. Wir gehen." Ich streife meine Träger nach oben und greife unter dem Tisch nach meinen Schuhen, doch du schüttelst nur den Kopf. "Laß sie hier! Du brauchst sie nicht mehr." Als ich aufstehe, sehe ich tatsächlich einen ziemlich großen feuchten Fleck auf dem Polster, aber der ist mir mittlerweile egal. Ich habe mich heute den ganzen Abend lang ohnehin wie eine Schlampe benommen und dieser Fleck bestätigt nur, was ohnehin alle denken. Du nimmst mich bei der Hand und ich tapse barfuß neben dir hinaus in die Nacht.