Skandalplakat zum Life Ball-Thema: "Garten der Lüste"

  • Gewöhnlich gut informierte Quellen munkeln ja, der Life Ball-Organisator Gery Keszler habe aus Eifersucht darüber, daß ihn die Songcontest-Gewinnerin aus den Schlagzeilen verdrängt, das provokante Plakat affichieren lassen. Offensichtlich ist ihm damit zumindest ein kleiner Skandal gelungen.


    Jetzt sehen einige in dem Sujet eine "Irreleitung des Geschlechtstriebes"
    und rufen nach dem Strafrecht (§ 2 (österr.) Pornografiegesetz).



    Im SB könnte der amerikanische Gestalter David LaChapellemit seinem Werk wohl kaum Erregung auslösen.
    Oder etwa doch?


    baer


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    (Lieber Leser, paß auf, Du wirst Deinen Spaß haben! – Apuleus)

  • Na ja, ich schätze eine Dame mit Schwanz könnte schon in kleines Diskussiönchen hervorrufen. Aber in der FPÖ muss man die Definition von Pornographie noch mal auffrischen.

  • Dazu passen auch diese russischen Reaktionen auf den österreichischen Beitrag zum Songcontest:


    Das Ergebnis zeige "Anhängern einer europäischen Integration, was sie dabei erwartet –
    ein Mädchen mit Bart (und Schwanz - wie es ursprünglich zitiert wurde)",
    schrieb Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter.


    "Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas", sagte Schirinowski im russischen Fernsehen.
    "Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es", ergänzte
    der Politiker und fügte hinzu: "Vor 50 Jahren hat die sowjetische Armee Österreich besetzt, es freizugeben war ein Fehler,
    wir hätten dort bleiben sollen."


    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!


    baer

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  • Das lustige Life-Ball-Plakat mit dem nackigen „Ich bin ich“ drauf hat
    also den insgeheim erhofften Effekt erzielt: Die FPÖ hat wegen
    Verstoßes gegen das Pornografiegesetz Anzeige erstattet – und hat man
    die Bösen gegen sich, fühlt man sich wieder richtig gut.



    Beim Werberat gingen viele Beschwerden ein, doch er will unzuständig
    sein: Da das Plakat primär eine Fotoausstellung in einer Wiener Galerie
    bewirbt, ist es Kunst, nicht Kommerz, sorry!, und die Life Baller
    beschwören natürlich die Freiheit der Kunst. Aber na ja: Dass alles
    Kunst ist, was apodiktisch zu solcher erklärt wird, lernen
    Kunststudenten im ersten Semester, und das ist dann sakrosankt im
    Luftschutzbunker.


    Der Kommentar bringt das entscheidende Argument gleich zu Beginn. Auffallen um jeden Preis und Provokation gegen den Mainstream ist das Ziel!
    Jeder, der dagegen ist gilt als intolerant, altmodisch oder politisch rechts!


    baer


    P.S.: Mir persönlich gefällt das Plakat auch aus ästhetischen Gründen nicht!

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  • Viel witziger finde ich dieses Foto:



    Kommt jetzt ein Protest, weil ein nackter Mann zu sehen ist?
    In der Antike (oder auch Renaissance) hätte niemand etwas Besonderes daran gefunden.
    Daher ist die Kombination mit dem antikisierenden Raffael-Fresco clever!


    baer

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