Das Schnitzel (laVie)

  • Hallo,
     
    hier ist die zweite, neue Geschichte von mir :-)
     
     Das Schnitzel
     
    Ich weiß, dass sie streitbar ist, aber ich mag sie. Animiert wurde ich durch einen Bekannten, der sagte: 'Sei mal dreckig!' - bei mir kam dunkler Humor raus :-)
     
    Meine Testleser meinten, dass diese Geschichte ihnen besser gefällt als Vice Versa, und aufgrund der einfacheren Erzählstruktur tut sie das wohl auf :-)


    Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt :P

    Kommentatorin aus Leidenschaft :-)

    Frei nach Erich Kästner (Theorie) und Klaus Mann (Praxis):

     Schreibe nur über Dinge, die du selbst erlebt hast. Aber pass auf, dass sich keiner wieder erkennt :P

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  • Und schon folgt der nächste Streich!


    Nachdem LaVie lange schwieg, sprudelt die Idee-Quelle, und ich finde es recht bedauerlich (wenn auch nicht überraschend), dass dies von den SB-Nutzern so wenig gewürdigt wird. Aber Sex mit Satire zu verbinden ist ein gewagtes Unterfangen - auch wenn dies Stücklein sich in Sprache und Idee deutlich über den Durchschnitt erhebt.


    Da haben wir Hilde und Siegfried in trautem Eheglück, und dazu den Alltag einer in die Jahre gekommenen sub/Dom Beziehung in aller Schonungslosigkeit. LaVie erspart dem Leser nichts und vertreibt auch noch das letzte Träumchen aus den Ecken der müffelnden Wohnblockküche - eine Anti-Wivola, wie sie im Buche steht und dennoch dank ihrer Präzision ein Lesegenuss ganz besonderer Art, wenn auch sicher nicht für jeden.


    Nico S.

  • Danke :-)


    Es ist immer wieder spannend, was Leser in einem Text sehen. Ehrlich gesagt wollte Siegfried in meiner Vorstellung nur mal was ausprobieren. Eigentlich sind die beiden keine SM-ler - aber wenn du das darin siehst - sehr cool :-)

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  • sub/Dom hat mit SM auch nur bedingt oder peripher etwas zu tun, auch wenn der häufig genutzte Oberbegriff BDSM das nahezulegen scheint. Insbesondere spielen bei sub/Dom zwar Strafen und damit auch Schmerzen eine Rolle, doch im Vordergrund stehen Erniedrigung bzw. Unterwerfung; die im SM gesuchte Lustschmerztrance spielt dagegen nicht zwangsläufig eine Rolle und kann ganz wegfallen.


    Nico S.

  • Och Naja. Wenns schon nen Thread gibt, dann kann ich es ja auch hier Schreiben.


    Ich mochte die eingefahrene Stimmung in der sich die Protagonistin befindet. Wenn man bedenkt, was Sie alles für den Mann tut, ohne scheinbar jegliche Anerkennung zu bekommen, kann ich die Gedankengänge ganz gut nachfühlen.


    Wenn ein Lebensstil so festgesetzt ist wird er auch nicht einfach so abgeändert. Eigentlich immer ein wenig Schade, wenn so etwas passiert.


    LaVie ist es hier wieder Mal gelungen, bestimmte Themen (in dem Fall eine Dom/Sub Beziehung) von einer ganz anderen Seite zu beleuchten. Ich fands ganz ordentlich.


    NicoS´s Begriff finde ich im Übrigen Spitze: Anti-Wivola.

    Irgendwann bin auch ich ein geiler alter Sack ohne jegliches Schamgefühl. Ein toller Gedanke.

  • Danke für die Erklärung, Nico.


    Ich wollte damit nur sagen: Die beiden führen in meiner Vorstellung eine ganze 'normale', eintönige Beziehung. Er spielt gerne den große Mann und sie macht aus Gewohnheit und Hoffnung mit.


    Die beiden praktizieren SM bzw. Dominanz/Erniedrigung nicht als Lesenstil, sondern sind einfach nur völlig angeödet von ihrem Leben.


    Aber es freut mich, dass hier eine kleine Diskusion in Gang kommt :-)


    Und: Danke für das Feedback, Figo!

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  • Zitat

    Original von LaVie
    Ich wollte damit nur sagen: Die beiden führen in meiner Vorstellung eine ganze 'normale', eintönige Beziehung. Er spielt gerne den große Mann und sie macht aus Gewohnheit und Hoffnung mit.


    Ich habs so rausgelesen. Weil gerade bei Ihrer Stimmungslage wird Sie den Teufel tun Ihn 3 mal pro Tag zu befriedigen, nachdem Sie noch ohne Dank angestrengt vor dem Herd stand.


    Irgendwie hab ich da nen Zwang hinter gesehen. Würde für mich auch in diesem Fall mehr Sinn machen. Aber schon nett zu sehen wie Mann komplett andere Sachen aus einen Text lesen kann, als die Autorin es wollte.

    Irgendwann bin auch ich ein geiler alter Sack ohne jegliches Schamgefühl. Ein toller Gedanke.