Madame Pure Nature

  • Link zur Story


    Das ist wirklich schade: Da kann einer durchaus schreiben, lebendig und auch handwerklich sauber (nur die Schriftgröße wäre noch zu verbessern) - und liefert dann so ein unfertiges Fragment ab. Ich will auch gerne zugeben, dass diese Vorstellung behaarten Naturmenschentums nicht zu den Themen gehört, die mich irgendwie anmachen. Aber welche Story soll eigentlich erzählt werden? Ganz offenbar hat den Autor die Freude an der eigenen Idee mitgerissen und er hat leider vergessen, dass der Leser nicht in seinen Kopf schauen kann und ziemliche Mühe hat, die Story um das Duschgel, das sozusagen eine umgekehrte Wirkung hat, auch textlich zu entschlüsseln.


    Nico S.

  • Ist wohl hauptsächlich Geschmackssache.
    Mir hat sie gefallen: schöne kleine Kurzgeschichte wo auch das Kopfkino nicht zu kurz kommt. Das Thema hat was.


    Gegen einen größeren Umfang hätte ich aber auch nichts, auch wenn das nicht zwingend notwendig ist.


    niemand12345

  • Mir fällt es schwer, Gefallen an dieser Kurzgeschichte um das fiktive Duschgel "Pure Nature" zu finden. Vielleicht hätte es "Port Nature" heißen und damit nicht für einen Höhlenmenschen-Look mit Zwangs-FKK-Effekt sorgen müssen, um ihr irgendetwas abgewinnen zu können.


    Schreiberische Fähigkeiten besitzt fkkler34 mit Sicherheit, das war's dann aber auch weitestgehend in diesem fantasielosen Stückwerk um die frischverliebte Nadja. Das Originellste dieser an die für mich völlig unerotische und unästhetische Fetischwelt der "Bear Community" angelehnten Story war eine Abschluss-SMS mit einem einzigen Wort: "Verarscht".

  • Ich würde es nich als 'fantasielos' bezeichnen, eher ein unglückliche Mischung aus ernstem Thema und Parodie.


    Denn wer hat sich nich schonmal vorgestellt, wie es wäre, wenn man tatsächlich nackt rumlaufen würde? Oder alle Menschen? Gesellschaftliche Ächtung usw. wären da ein Problem.


    Außerdem ist die Pointe am Ende nich witzig, der Streit mit der Mitbewohnerin wirkt konstruiert; tut mir leid, dass ich jetzt auf männlich-weiblichen Vorurteilen rumreite, aber sowas kann nur jd. schreiben, der einfach keine Ahnung hat.


    Auch was die Erregung betrifft: natürlich ist es geil, sich nackt zu sehen, aber der Reiz, vor anderen nackt dazusitzen besteht darin, eine gesellschaftliche Norm zu brechen, den anderen aufzufordern, seine Grenzen neu abzustecken und einfach mal hemmungslos zu provozieren. Und all die Gegenstände mit der Haut und nich nur durch die Klamotten zu fühlen...


    Ich bin mir echt nich sicher, ob das ne Parodie sein soll oder ein völlig missglückter Versuch einer ernsthaften gEschichte.


    Der Ausdruck war ok, ging allerdigns inmitten der komischen Geschichte unter... und es waren ein paar Tippfehler drin.

    Kommentatorin aus Leidenschaft :-)

    Frei nach Erich Kästner (Theorie) und Klaus Mann (Praxis):

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