Als ich heute Morgen wach werde, liegst du nicht neben mir. Das ist so gut wie noch nie vorgekommen und ich wundere mich darüber, doch dann höre ich deine Schritte, die sich der Schlafzimmertür nähern und atme innerlich auf. Du kommst herein und setzt dich auf die Bettkante neben mich.
“Bevor du fährst, möchte ich noch einmal mit dir eine Session im Spielzimmer abhalten.” sagst du und überrascht mich damit zum zweiten Mal an diesem Morgen. Ich weiß nicht, wie lange du mich schon nicht mehr dorthin befohlen hast, weil du schon seit längerem zu wenig Zeit für solche ausgedehnten Spiele hattest. Meine Gefügigkeit im Alltag war dir stets genug gewesen, doch so, wie es aussieht, willst du mir noch einmal in Erinnerung rufen, dass sich das jederzeit wieder ändern kann.
Ich nicke und schlüpfe unter den Laken hervor, knie mich vor dich auf den Boden und biete dir meine Handgelenke dar, um es dir zu erleichtern, mir die ledernen Armmanschetten anzulegen, die du in der Hand hältst. Früher habe ich sie zu Hause ständig getragen, doch seit einiger Zeit hast du es von mir nicht mehr verlangt, und so trage ich nur noch meinen Edelstahlreif um den Hals ständig und überall, in den du jetzt eine dünne, kurze Kette einhakst und mich daran auf die Füße und dann hinter dir her ziehst. Ich tapse, noch ein wenig schläfrig, über den Dielenboden des Flurs hinein in den Raum, in dem ich in meiner Anfangszeit hier die meiste Zeit verbrachte, weil ich auch in deiner Abwesenheit verschiedene Aufgaben zu erfüllen hatte, die allesamt an diesen Raum gebunden waren. Beim Reinkommen fällt mein Blick als erstes auf den Balken, auf dem verschiedene Dildos in aufsteigender Größe nebeneinander angeordnet sind. Hier habe ich damals täglich für mindestens eine Stunde gekniet, um meinen Deep-Throat zu verbessern. Ich weiß noch, wie stolz ich war, wenn ich wieder einen Schwanz weiter wandern durfte, weil ich den vorherigen zu deiner Zufriedenheit bewältigt hatte.
Auch meine anale Zugänglichkeit wurde hier erweitert, und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Doch heute spielt dieser Balken keine Rolle. Du führst mich unter die Seilwinde in der Mitte des Raumes und hakst die Karabiner meiner Handfesseln in die herunterhängende Kette ein. Du verschwindest aus meinem Blickfeld, doch ich weiß, wo du hingehst, denn kurz darauf ertönt ein leises Brummen und meine Arme werden nach oben gezogen. Meine Zehen halten noch für einen kleinen Moment den Bodenkontakt. Dann verlieren sie ihn und ich baumle, frei schwingend, von der Decke. Als du das zweite Mal auf den Knopf drückst, der diese Mechanik steuert, ist zwischen ihnen und den Boden gerade ein Hauch von Abstand und ich erinnere mich an das erste Mal, als ich hier hing und noch die Illusion hatte, mit etwas Strecken und Recken doch vielleicht den Boden erreichen zu können, um meinen Armen Entlastung zu verschaffen. Heute weiß ich, dass das sinnlos ist und ergebe mich in diese extreme Streckung meines Körpers, versuche in die besonders gedehnten Bereiche hinein zu atmen, so wie ich es in den vielen Stunden gelernt habe, in denen du mich hier im wahrsten Sinne des Wortes hängen gelassen hast.
Doch heute hast du offensichtlich anderes im Sinn, denn du befestigst nun auch an meinen Fußgelenken lederne Manschetten und hakst sie ebenfalls in Ketten ein, die du von irgendwo her, links und rechts von mir, hervorholst. Erneut ertönt das Brummen und diesmal werden meine Füße auseinander gezogen, bis ich dir, beinahe bis in den Spagat gespreizt, an meinen Armen aufgehängt, präsentiert werde. Du trittst wieder in mein Blickfeld und betrachtest zufrieden dein Werk. Dann machst du einen Schritt auf mich zu und spielst ein wenig mit dem kleinen, silbernen Ring, der meine Klitorisvorhaut durchbohrt. Du hast ihn mir an meinem achtzehnten Geburtstag stechen lassen, an dem Tag, an dem ich endlich frei war, dir ganz und gar zu gehören. Ich spüre, wie du etwas daran befestigt, das schon im nächsten Moment einen leichten Zug auf den Stichkanal ausübt, und frage mich unwillkürlich, was das sein kann. Bislang hast du Gewichte immer mit Klammern kombiniert, weil sie schmerzhafter waren, als die einfache Befestigung an dem Ring, und du wusstest, dass sie die Masochistin in mir zum Jubeln brachten.
Doch heute bleibt es bei diesem leichten Zug, der mit einem Gefühl von Baumeln einhergeht, das der Gegenstand dort unten an meinem Geschlecht verursacht.
Was das wohl ist?
Du lässt mir nicht allzu viel Zeit, um mich mit dieser Frage zu beschäftigen, denn du bist schon wieder unterwegs im Raum und rückst einen der Metallständer an mich heran, auf dem ein ziemlich großer und dicker Dildo befestigt ist, von dem ich weiß, dass er auch über eine Vibratorfunktion verfügt. Du stellst ihn hinter mir auf dem Boden ab und löst die Stellschraube an dem schwenkbaren Arm, um dann den Dildo zielsicher auf meinen Anus auszurichten. Du hast mir heute Morgen keine Zeit gelassen, mich auf eine anale Penetration vorzubereiten, doch ich spüre, dass du das heute selbst übernimmst und meine Rosette ausgiebig mit Gleitgel behandelst.
Als du schließlich den Ständer vorwärts schiebst und den Dildo in meinen Schließmuskel drückst, flutscht er ohne Probleme in mich hinein. Ein Klaps mit der flachen Hand auf meinen nun gut gefüllten Po beendet diese Prozedur und unmittelbar darauf stehst du wieder vor mir und lächelst mich an.
“Ich möchte, dass du auch auf deiner Reise nicht vergisst, dass du mir mit allem was du fühlst und bist, voll und ganz gehörst. Deshalb gebe ich dir ein kleines Andenken mit auf den Weg und werde in den kommenden Stunden dafür sorgen, dass auch dein Körper sich daran erinnert.”
Ein weiterer Ständer kommt zum Einsatz, der diesmal auf meiner Vorderseite platziert wird. Ich schiele nach unten und erkenne einen dieser höllisch effektiven Magic-Wand-Vibratoren, der nun direkt auf meine Lustperle ausgerichtet wird. Ich habe sie schon oft zu spüren bekommen und weiß, dass gegen sie keinerlei Gegenwehr möglich ist. Sie haben mir gezeigt, dass auch mein eiserner Wille, mich an ein verhängtes Orgasmusverbot zu halten, seine Grenzen hat.
Doch ich sollte mich schon wieder in meiner Vorahnung irren, denn du sagst lächelnd:
“Heute darfst du kommen, so viel du willst und kannst. Ich wünsche dir viel Spaß.”
Dann schaltest du die beiden Vibratoren ein und verlässt den Raum.