"Schon Schluss?", hörte sie sich sagen. "Sie wollten doch dreißig sehen. Außerdem komme ich gerade in Schwung, und wir bekommen Publikum."
"Wie Sie wollen. Machen Sie einfach weiter. Und Sie", wandte er sich an die junge Mutter. "stellen Sie den Kinderwagen einfach so hin, dass Ihr Kind an unserer Sehenswürdigkeit vorbei in den offenen Park schauen kann, und setzen Sie sich neben mich auf die Bank."
"Meinen Sie, sie hält noch so lange durch, bis mein Mann kommt?"
Von einer Aufziehpuppe unterschied Eva vor allem, dass sie vor Schweiß troff und sich die Rotfärbung ihres Kopfes immer weiter steigerte. Schweißtropfen rannen ihren Rücken herunter und in ihre Pofalte hinein.
"Warum sollte sie es nicht aushalten? Sie haben doch gehört, dass sie gern weitermachen möchte. Sie freut sich auf Ihre Blicke und auf die Ihres Mannes."
Eva hörte all das nur aus der Ferne und wie durch einen Wattebausch. Wirklich denken konnte sie nicht. Bei jeder Beugung sah sie ihr Publikum durch ihre Beine an und lächelte mechanisch.
Nur wenige Beugen später kam ein junger Mann herbei, schlich am Kinderwagen mit dem schlafenden Baby vorbei und setzte sich zu seiner Frau und dem Wortmagier auf die Bank. Mit seinem Handy zielte er auf die ihm in der Beugung dargebotene Körpermitte Evas und drückte ab. Dann genossen alle drei offensichtlich den besonderen Anblick, bis schließlich der Magier das Schweigen brach: "Wenn Sie möchten, kommen Sie doch einfach morgen Abend zu mir nach Hause. Frau Eva wird meinen Gästen - also auch Ihnen, wenn Sie mögen - nackt servieren. Hier ist meine Adresse." Er reichte ihnen eine Visitenkarte. "Frau Eva wird sich jetzt anziehen."
Das Paar bedankte sich für die Einladung, der sie folgen wollten, wenn ein Babysitter zur Verfügung stehen sollte, und schlenderte betont langsam von dannen.
Eva merkte, wie der Nebel in ihrem Kopf langsam verschwand. Ihr war unendlich peinlich, was sie gerade vor diesen fremden Menschen geboten hatte. Am liebsten wäre sie weggelaufen, aber sie hatte alle ihre Kleidungsstücke und sogar ihre Handtasche mit dem Portemonaie, dem Schlüsselbund und ihrem Handy abgegeben. Sie war im doppelten Sinne nackt.
Der Mann gab ihr ein Stück weißen Stoffes, das sie bei näherer Betrachtung als ein fast durchsichtiges Kleid identifizierte. Das Décolletée reichte ihr fast bis zum Bauchnabel. Der Rückenausschnitt ließ den Wind bis fast zu ihrem Po streichen und der Saum endete gerade auf dem Oberschenkel.
Dieses Kleid übertraf das vorherige noch um einiges an Nuttigkeit. Sie wollte sich weigern, es anzuziehen, doch sie sagte: "Vielen Dank, dass Sie mir noch so ein hübsches Kleid mitgebracht haben. Es fühlt sich richtig sexy an."
"Sie können sicher sein, das ist es auch. Ich werde Sie nachher von Herrn Hartmann, den Sie ja schon kennen, nach Hause bringen lassen. Er wird einige Kleider in ihrem Schrank aufhängen und dafür Ihre alte Kleidung und Unterwäsche mitnehmen."