Beiträge von laila

    Am Ende Deiner Masturbation mit Spekulum flammt mit einem leisen statischen Knistern der Monitor auf. Was du zu sehen bekommst ist exakt das, was du eben gezeigt hast. Du bist – besser gesagt der weit aufgespreizte Eingang deiner Pussy ist – formatfüllend zu sehen, dazu deine Finger, die auf deinem Kitzler tanzen. Dein Stöhnen ist zu hören.


    Links unten erscheint eine Einblendung mit einem :thumbup:und einem :thumbdown:mit Zahlen daneben, die beide zu steigen beginnen. Als du zum Ende kommst sind beide Zähler fast gleichmäßig auf über 300 gestiegen und bleiben bei :thumbup:309:thumbdown:314 stehen. Es ertönt ein missmutiger Jingle und das Bild wird wieder schwarz.

    Die Frage, wie weit ein Mensch sich in einer existenziellen Bedrohungssituation selbst erniedrigt treibt mich schon lange um. Diese Frage mit erotischen Phantasien in Verbindung zu bringen liegt für mich nahe. Deshalb liebe ich Psychothriller.


    Unser Gedankenexperiment, auf das sich Mi_Ci liebenswerterweise eingelassen hat, dient für mich dazu in unseren Köpfen eine solche Situation zu konstruieren und zu sehen, wie Mi_Ci darauf reagiert.


    Ich hab noch einige Wendungen in petto, die die Lage deutlich verschärfen.

    Nachdem du wieder eingeschlafen warst hängt bei deinem nächsten Erwachen ein Bildschirm neben der Tür an der Wand. Die Kiste ist wieder zu und die Gegenstände, die du daraus entnommen hattest sind weg; ebenso alles andere, was du bekommen hattest mit Ausnahme der kleinen grünen Chilischote, die dekorativ auf der Box liegt. Das Licht ist weiterhin weiß und blendend, du hast nichts an dir als dein nacktes Leben, die vier Kameras sind auf dich gerichtet und der Wasserhahn tropft.

    Da muss ich ja doch nochmal antworten ...


    Zunächst geschieht nichts. Die Kameras beobachten deine Bemühungen mit dem Spekulum. Erst als du beim weiter aufdrehen aus Versehen eine deiner inneren Schamlippen einklemmst und vor Schmerz aufjaulst klappert es an der Tür. Eine kleine Box liegt dort jetzt auf dem Boden.

    Nach wie vor passiert in deinem Gefängnis nichts anderes als dass das Licht unverändert grellweiß und schattenlos leuchtet, der Wasserhahn tropft und die Kameras jede deiner Bewegungen einfangen. Wieviel Zeit seit deiner Entführung vergangen ist, kannst du nur daran ermessen, wie oft du inzwischen geschlafen hast.


    Es scheint, als ob nichts, was du bietest, eine Änderung deiner Situation bewirkt.

    Dir ist gar nicht aufgefallen, dass deine Kunstwerke wieder weg waren?


    Außer dass die Kameras deine Selbstbefriedigung interessiert beobachten passiert nichts. Kein Wasser außer dem regelmäßigen Tropfen, keine Änderung der Beleuchtung, kein Care-Pakes aus dem Türschlitz. Einfach nichts.

    Als du wieder wach wirst hat sich scheinbar nichts an dem Raum verändert. Das Licht ist grellweiß, die Stille bedrückend, das Tropfen des Wasserhahns als einziges Geräusch ennervierend laut.
    Die Wände sind weiß. Vollkommen weiß.

    und fortan ward sie nicht mehr gesehen ...

    schade, ich hätte gern mehr erfahren

    Behaupte du mal, du wärst immer und ständig hier online!

    Wenn ich das recht sehe, dann warst du mehrere Monate von der Bildfläche verschwunden.

    Bin ich ja auch öfter, deshalb kein Vorwurf. Aber stänker' hier mal nicht rum!

    Was sind das für medizionische Instrumente?

    Was du da vor dir siehst ist ein Sortiment von Klemmscheren, langen dünnen Sonden aus Edelstahl, Spekulums (in drei Größen), Akupressur-Stifte aus Kupfer aber auch Heftpflaster, Desinfektionsmittel, Skalpelle und chirurgische Nähnadeln mit Faden.


    Alles bestens steril verpackt.

    Deine Reaktion zeigt deutlich, dass die Truhe nicht enthält, was du erwartet hattest. Du blickst auf eine Sortierbox mit verschiedensten Utensilien: Links Büro-Kleinmaterial von Büroklammern über Schnellhefter-Streifen, Pins, einen Tacker, Foldbackklammern verschiedener Größe, ein Ringbuch, Stecknadeln. Rechts finden sich diverst medizinische Instrumente.

    An den Seiten sind Henkel zu erkennen.

    Die Kameras fangen jedes Detail ein. Wie du dich verwöhnst, dich öffnest, deine Umgebung vergisst. Alles wird von vier Seiten aufgezeichnet und ausgesendet. Nicht dass du davon etwas mitbekommen würdest, doch es geschieht.


    Als du dich wieder beruhigt hast und den abebbenden Wellen eines sanften Orgasmus hinterherträumst geht mit einem in der sonstigen Stille überdeutlich vernehmbaren Klicken die Truhe wieder auf.

    Die Kameras schwenken und zoomen während du es laufen lässt.

    Als du fertig bist und aufstehst beginnt das Wasser wieder aus dem Hahn zu laufen. Schnell stellst du erst die Tasse vom Frühstück, dann deine Flasche darunter. Als beides voll ist, hört es sofort wieder auf. Dann geschieht weiterhin nichts.

    Du bist viel zu schnell mit deinem Mahl fertig.

    Als du den letzten Krümel verdrückt hast und das Tablett zur Seite stellst passiert wieder ...



    ... nichts


    grelles Licht

    Stille

    Kameras

    Matratze

    verschlossene Kiste

    und du nackt dazwischen

    irgendwann fällt dir auf, dass deine Klamotten verschwunden sind

    der Wasserhahn tropft