Du bist mal wieder ein paar Tage unterwegs gewesen. Ich verzehren mich nach dir... Auch nach so vielen Jahren, die wir verheiratet sind, kann ich es immer kaum erwarten dich wieder zu sehen. Du hast mich in eine fremde Stadt bestellt und dort hast du ein Hotelzimmer gebucht, in dem wir uns nun treffen....
Du kennst mich sehr gut. Meine dreckigsten Fantasien, meine tiefsten Bedürfnisse, meine unausgesprochenen Sehnsüchte...
Fast niemals gibst du mir was ich will...
Immer das was ich brauche...
Ich kenne dich auch sehr gut, weiss wozu du fähig bist... weiss, du hälst dich zurück. Du könntest mich brechen, jederzeit und mit Leichtigkeit... Manchmal machst du mir Angst und ziehst mich aber gleichzeitig magisch an...
Aufgeregt stehe ich vor der Hotelzimmertür... fast wie ein Teenager...
Die Tür öffnet sich, du trägst deinen blauen Anzug und kommst vermutlich direkt von deinem Geschäftstermin.
Wir umarmen und küssen uns sehr leidenschaftlich und innig.
Dann bietest du mir einen Kaffee an, den ich ablehne und ich setze mich aufs Bett. Du lehnst gegenüber am Schreibtisch und wir plaudern ein wenig.
Irgendwann schweifen meine Gedanken ab, zu dem leichten Pochen zwischen meinen Beinen, das immer stärker wird und nach Aufmerksamkeit verlangt. Die Gier in mir ist erwacht... Ich möchte nicht mehr reden... bin mir sicher das du es bemerkt hast.
Du siehst mir in die Augen, kommst auf mich zu, mein Atem geht schneller... aber du gehst an mir vorbei und greifst nach einer Flasche Wasser auf dem Nachttisch, schenkst zwei Gläser ein, reichst mir ein Glas und gehst zurück zum Schreibtisch.
Das machst du mit Absicht...
Ich knirsche mit den Zähnen, presse meine Beine zusammen und atme hörbar aus... Du kennst mich und es hat keinen Zweck dir Gleichgültigkeit vorzugaukeln.
Ich stelle das Glas abrupt zur Seite und stehe auf, gehe auf dich zu, lege meine Hände an deine Brust und küsse deinen Hals ganz vorsichtig, aber fordernd, was du geschehen lässt.
Kein Rohrstock, keine Klammern, nichts gefährliches in Sicht....ausser dir.
Und du legst deine Hände sanft an meine Hüften. Ich atme auf, verdränge die leise Stimme in mir, diese Skepsis...
Ich nähere mich deinen Lippen und küsse dich, während ich dabei langsam dein Hemd aufknöpfe. Du streichst mir dabei sanft über den Kopf und lächelst.
"Na, gut. Zieh Dich aus."
Ich quietsche vor Freude, Schuhe, Kleid und Slip, alles fliegt in eine Ecke....ich beeile mich so schnell wie möglich nackt vor dir zu stehen und will dann wieder auf dich zugehen...
"Nein. Bleib da stehen."
Ich stehe wie versteinert...
Verdammt! Es war zu einfach...
Du kramst in deiner Tasche, ziehst lederne Fesseln hervor...Keine schmerzhafte Fesselung?...überhaupt nichts was weh tut?...du scheinst einen sanften Tag zu haben...
Ich bemerke die Nässe zwischen meinen Beinen und Triple ungeduldig an Ort und Stelle.
Du greifst nach meinen Händen und legst mir die Ledermanschetten an, ich nutze die Gelegenheit mich an deinem Arm zu reiben und du berührst sanft nebenbei einen Nippel. Dann schiebst du mich in Richtung Bett. Nur allzu willig lasse ich mich in diese Richtung dirigieren und klettere sofort rauf.
Du gehst um das Bett herum, ich beobachte dich erwartungsvoll und reibe meine Beine aneinander.
Am Kopfende ziehst du eine Kette unter den Kissen hervor. Sie ist lang, etwa einen Meter.
Ich gucke verdutzt....weiss der Teufel wo du die befestigt hast...
Du greifst nach meinen Armen und ziehst sie leicht nach oben, verbindest die Manschetten an meinen Handgelenken miteinander und hängst sie in die Kette ein. Ich kriege langsam Stress...
Wieso zum Henker war ich so zahm?
Auf Anbinden folgt bei dir in der Regel nichts Gutes...
Nun trittst du zurück und betrachtest mich.
Ich spreize einladend die Beine und hoffe inständig, dass du wieder zu deiner Tasche gehst, irgendwas an Spielzeug raus holst.
Aber nein, du beginnst dich auszuziehen... auch gut...
Ich seufze und lasse dich nicht aus den Augen.
Das Pochen ist einem Ziehen gewichen und ich wünschte du würdest dich beeilen...
Du trägst jetzt nur noch enge Boxerschorts, ich lecke mir über die Lippen...komme langsam richtig in Fahrt und bin rattig bis in die Zehenspitzen...
Dann drehst du dich um und gehst ins Bad.
Ich knurre frustriert und reisse an der Kette... höre wie du deine Zähne putzt.
Echt jetzt?! Was stimmt mit dir nicht???
Ich reisse wieder an der Kette, drehe mich um und schiebe die Kissen beiseite...die Kette verschwindet hinter der Matratze, unmöglich sie zu lösen und ich werfe eines der Kissen an die Wand.
Hinter mir öffnet sich die Tür zum Badezimmer und du stehst lachend im Türrahmen...
"Wenn Du kein Kissen möchtest, schläfst Du eben ohne."
Schlafen? Wie schlafen? Das ist doch ein Witz? Ich starre dich an....Sprachlos.
Du zuckst mit den Schultern, gehst um das Bett herum und legst dich neben mich, deckst mich zu, drehst dich von mir weg und löscht das Licht.
"Gute Nacht, Ela."
Ich blinzle verdutzt ins Dunkle...
Ist das dein verdammter Ernst?
Ich will, dass du mich fickst. Dass du mich benutzt. Bespielst. Dass du mir weh tust. Mir den Hintern versohlst....
Verdammt! Von mir aus auch den Rohrstock oder die Pussy peitschen!! Alles ist besser als DAS...
Ich strample die Decke zur Seite und rutsche zu dir hin, drücke mich an dich. Versuche dich so gut es geht zu berühren.
Plötzlich...deine Faust trifft in meine Magengegend.
Mir bleibt die Luft weg...ich krümme mich. Mir schiessen Tränen in die Augen und ich versuche zu atmen....
Dann... Stille...
"Geht's wieder?
Bleib ruhig liegen. Schlaf oder schlaf nicht. Das ist mir egal. Aber sei still und nerv mich nicht."
Ich schlucke meine Antwort runter.
Jede Reaktion hätte ich garantiert bereut.
Du schaltest das Licht ein, ziehst an meiner Decke und deckst mich wieder zu.
"Wenn Du sie wieder wegschiebst, schläfst Du ohne."
Dann drehst du dich wieder um und schaltet das Licht aus.
Ich starre ins Dunkle....
Ich bin immer noch feucht, immer noch geil. Auch der Schmerz hat daran nichts geändert. Und dass du neben mir liegst hilft auch nicht.
Ich winde mich, wimmere leise, presse meine Beine aneinander.
Ich will dich berühren, mit jeder Faser meines Körpers, so sehr, dass es schmerzt.
Am liebsten möchte ich schreien... Betteln... dich verfluchen... dich überreden... verhandeln...
Doch das würde alles nur verschlimmern... also halte ich meinen Mund.
Ich muss wohl eingeschlafen sein...
Ich spüre ein Gewicht auf mir und es holt mich aus dem Schlaf...
Ich liege auf dem Bauch, meine Beine werden auseinander gedrängt und ich bin noch dabei zu verarbeiten was passiert. Du liegst auf mir, ich will nach dir tasten, aber ich erreiche dich nicht....
Ah, die Kette!
Ohne Umschweife dringst du in mich ein... und ich keuche überrascht.
Dann fickst du mich mit harten Stössen und kommst schnell. Nun ziehst du dich aus mir zurück und deckst mich wieder zu.
Was war das??
Ich spüre deine Stösse noch, wie ein leises Echo... hatte keine Zeit es zu verarbeiten. Mein Körper will mehr...
Ich bin nass und unendlich geil...
Von dir kommt keine Regung, nur gleichmässiges Atmen.
Doch du warst vorhin deutlich.... Ich kann schlafen oder nicht.
Also versuche ich ruhig zu atmen und wieder einzuschlafen.
Habe ich geschlafen?
Ich bin benommen, du drückst mein Gesicht in die Matratze und benutzt mich. Kurz, brutal, bis du kommst....
Ich hatte keine Zeit es zu geniessen. Aber ich habe dein Spiel verstanden...
Du willst mich zahm, passiv.
Ein Loch für deine Befriedigung.
Ein Sextoy.
Mir gefällt das Spiel nicht....
Mein Körper ist da wohl anderer Meinung, denn ich bin nass... richtig nass... immer noch.... oder schon wieder?
Es fällt mir schwer ruhig zu bleiben...
Ich will dir weh tun, meine Nägel in deinen Rücken schlagen, dir in die Schulter beissen und dich zwingen... ja, wozu eigentlich? Mich zu ficken?
Du würdest nur lachen, behaupten, dass du mir genau das gibst was ich immer verlange... Das du mich benutzt, das du mich fickst....
Ich schnaube, winde mich, bin frustriert, wütend und geil. Ich muss mich beherrschen....
Ich versuche wieder zu schlafen.
Und wieder werde ich geweckt.
Unzeremoniös drückst du dich zwischen meine Beine, dringst wieder in mich ein. Ich versuche dich zu ignorieren, die Stöße wegzuatmen, die Reibung nicht zu geniessen. Es ist eh nur ein kurzes Intermezzo, ich käme nicht dazu es auszukosten. Und doch....ich kann nicht anders, hebe meine Hüfte an, will dass du tiefer in mich eindringst. Das tust du aber nicht, kommst schon und es ist so schnell zu Ende wie es angefangen hat...
Ich habe noch eine Option... Ich versuche wach zu bleiben. Schnellstmöglich zum Orgasmus kommen, bevor du kommst. Das ist die Devise...!!
Ich winde mich...
Wieso habe ich das Kissen weggeworfen? Das wäre jetzt vielleicht ganz nützlich... zwischen meine Beine geklemmt, könnte ich vielleicht heimlich zum Orgasmus kommen.
Aber weg ist weg.
Es ist dunkel und still.
Wie lange warte ich jetzt schon? Ich sehe keine Uhr.
Bist du wach? Ich glaube nicht.
Ich verliere das Zeitgefühl, Lausche deinem gleichmäßigen Atmen und es lullt mich ein...
Und wieder weckst du mich. Brutaler als zuvor. Ich bin wach, Hellwach.
Verdammt!
Ich wollte doch nicht einschlafen!
Ich konzentriere mich auf deine Stösse, die Reibung, drücke den Rücken durch, kippe mein Becken ab, erhöhe die Reibung. Ich will kommen.... Verzweifelt spanne ich meine Muskeln an. Ich MUSS kommen. Vor dir!
Es stresst mich.
Es funktioniert nicht.
Ich kann es nicht geniessen... nicht mal ansatzweise... zu viel Stress....
Du kommst und lässt wieder von mir ab.
Ich bin verzweifelt...
Ich kann es nicht ignorieren, kann mich nicht wehren, kann nicht kommen. Ich kann dir nicht entkommen. Ich will mehr, oder gar nichts... Beides ist keine Option. Es gibt nur deine Option...
Akzeptanz.
Das ist meine einzige Wahl...
Zu akzeptieren, dass ich deins bin.
Und wieder reisst du mich aus dem Schlaf. Ich bin wund, nur etwas, aber es macht sich bemerkbar. Jeder Stoss ist Schmerz und Lust. Ich hebe mein Becken, will mehr, mehr von beidem....
Dann ist es auch schon wieder vorbei.
Das ist unbefriedigend...
Du fütterst meine Gier. Mit winzig kleinen Häppchen. Aber machst sie nicht satt und ich kriege keinen Deckel drauf, keine Befriedigung und keine Ruhe...
Ich schlafe ein und wache auf. Mal wieder... Immer und immer wieder. Durch deinen Schwanz und den Schmerz.
Der Schmerz nimmt zu, die Lust nicht ab.
Befriedigung bleibt unerreichbar...
Es verschwimmt und doch bin ich... zufrieden?
Die Fesseln, die Kette, mein Platz... Angebunden neben dir zu liegen, jederzeit nutzbar. Die Erkenntnis trifft mich wie ein Schlag... es dämmert...
"Oh, Du bist wach! Schön.
Du weisst was ich will."
Ich sehe ihn an. Spreize gehorsam meine Beine.
Du dringst mit einem Finger in mich ein. Ich keuche auf, bin wund. Du füllst mich aus, dehnst mich auf... es fühlt sich nicht an wie ein einzelner Finger...
"Du bist ganz ordentlich geschwollen und somit schön eng. Tut's weh?"
Ich beisse mir auf die Lippe. Du brauchst keine Antwort, ziehst den Finger weg und dringst wieder in mich ein....
Ich seufze, eine Erlösung ist nicht in Sicht...